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23.03.2020

2Box SpeedLight E-Drum Set Test

Elektronisches Schlagzeug

Neuer Lichtblick am E-Drum-Himmel?

Die schwedische Firma 2box, bekannt geworden durch das 2011 vorgestellte DrumIt Five E-Drumset, präsentiert mit dem SpeedLight Kit ein neues elektronisches Schlagzeug, welches auf dem bei uns bereits ausführlich getesteten DrumIt Three Modul basiert. Optisch kommt das aktuelle Modell etwas gediegener daher als der Vorgänger, dessen Komponenten in knalligem Orange eher an die Wohninterieurs der 1970er Jahre als an ein modernes E-Drumkit erinnerten und somit für einige Aufmerksamkeit sorgten. Demgegenüber war die Technik durchaus up-to-date, und ob das auch auf das SpeedLight Kit zutrifft, ergründen wir in diesem Test. 

Das DrumIt Three Modul des SpeedLight Kits verfügt, ebenso wie sein großer Bruder, das DrumIt Five MkII – welches mittlerweile nicht mehr als Komplettkit, sondern nur noch als Modul erhältlich ist – über eine offene Soundarchitektur, die es ermöglicht, mithilfe der 2Box Editor Software aufwendige Multisamples ins Gerät zu importieren. Dies passt zur Philosophie des Unternehmens, dessen Priorität von Anfang an auf authentischen, dynamischen Klangverläufen lag, anstatt die Module mit einer unüberschaubaren Masse an Sounds und Effekten zu überfrachten. Schauen wir mal, wie sich das Gesamtpaket in unserem bonedo-Test schlägt. 

Details

Kombination aus Mesh Heads und Gummispielflächen

Das 2Box Speedlight Kit kombiniert das DrumIt Three Modul mit einem Satz Meshhead Pads sowie Hi-Hat- und Cymbalpads mit Gummispielflächen. Die drei Dual Zone Tom Pads haben einen Durchmesser von acht Zoll, zwei mehr sind es beim Snarepad, welches ebenfalls über zwei Zonen (Schlagfläche und Rand) verfügt. Das 14 Zoll große Ridepad bietet mit Kuppe, Fläche und Rand sogar drei Spielzonen und ist, wie auch das 12 Zoll große Dual Zone Crashpad, mit einer Choke-Funktion zum Abstoppen des Beckensounds per Hand ausgestattet. Mit seinen 13 Zoll Durchmesser liegt das Hi-Hat Pad genau dazwischen und unterscheidet sich damit in seinen Dimensionen kaum von herkömmlichen Hi-Hat-Becken.  

Das Kickpad mit nachgiebiger Gummispielfläche ist in ein metallenes Gestell integriert, welches mit zwei schraubbaren Dornen bestückt ist, die verhindern sollen, dass es während des Spielbetriebes auf Wanderschaft geht. Eine Fußmaschine ist nicht im Lieferumfang enthalten, dafür aber ein einfaches, doppelstrebiges Hi-Hat-Stativ. Das schwarze Rack ähnelt in der Konstruktion und Optik den Modellen, die auch von anderen Herstellern benutzt werden. Die beiden mittleren Standbeine dienen unter anderem zur Aufnahme der mit einem kleinen Galgenarm versehenen Beckenhalter. Mittels Kunststoffklammern werden die Drumpads sowie das Modul am Rack befestigt, und auch die Verbindungsstücke der Rohre sind aus Kunststoff gefertigt.

Das Modul wirkt spartanisch und edel

Das DrumIt Three Modul wirkt aufgrund seines robusten Metallgehäuses wertiger als die meisten Module anderer Hersteller. Dabei fällt die Bedienoberfläche sehr übersichtlich aus. Mit den drei Tasten in der linken Hälfte werden die Instrumente ausgewählt bzw. direkt per Knopfdruck getriggert, rechts daneben befindet sich die „More“-Taste, die – je nach ausgewähltem Menü – den Zugang zu zusätzlichen Parametern ermöglicht. Direkt über dem vierzeiligen Display befinden sich drei Wahltasten, mit denen sich zwischen den oben im Display angezeigten Bereichen umschalten lässt. Die im unteren Drittel angezeigten Bereiche können durch Drücken des am unteren Gehäuserand befindlichen Potis ausgewählt und editiert werden. Links neben dem Display finden wir den „Unit“-Schalter für die globalen Funktionen sowie den „Kit“-Schalter zum Auswählen des Kit-Modus. Blieben nur noch die beiden rechts angeordneten „Page“-Tasten zur Navigation sowie der Lautstärkeregler rechts oben, welcher gleichermaßen Einfluss auf die Lautstärke des Kopfhörerausgangs und des Line Out Signals hat. 

Die Beschriftung am oberen Rand der Bedienoberfläche weist auf die Buchsen an der Geräterückseite hin. Hier finden sich sämtliche Pad-Eingänge als 6,3 mm-Klinkenbuchsen, vier Hauptausgänge sowie der Kopfhörerausgang, ein Line In, MIDI In und Out, eine USB-Buchse sowie der Anschluss für das mitgelieferte 12V-Netzteil. Zwischen den MIDI-Buchsen befindet sich ein versenkter Poti zur Hi-Hat-Kalibrierung, welche nötig ist, wenn Fremdfabrikate zum Einsatz kommen. Zu guter Letzt ist auch der Ein-Aus-Schalter auf der Rückseite zu finden.

Bezüglich der zahlreichen Modulfunktionen sei an dieser Stelle auf den DrumIt Three bonedo-Test von Aggi Berger verwiesen, welcher sich ausführlich mit den Eigenschaften des Moduls auseinandersetzt. 

Unsere Empfehlungen

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr gute Sounds
  • offene Soundarchitektur
  • geringe Latenz
  • zahlreiche Anschluss- und Routingmöglichkeiten des Moduls

  • unzureichende Isolation zwischen Rack und Pads
  • Kickpad neigt zum Verrutschen
  • mühseliger Aufbau des Racks

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