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17.06.2019

6 Tipps für den Kauf von WDMX-Equipment

Wireless-DMX Equipment kaufen: Mit DMX-Receivern, Transmittern und Transceivern das Beleuchten vereinfachen

Immer mehr Anwender in der Veranstaltungstechnik wissen die Vorteile drahtloser Kommunikation aus anderen Bereichen zu schätzen. Für sie gibt es in der Lampenabteilung zunehmend Wandler, die DMX-Signale drahtlos zu Scheinwerfern, Nebelmaschinen und Co. schicken. Vor dem Kauf gilt es jedoch, genau hinzuschauen, welcher Konverter was kann und ob WLS-DMX für den angestrebten Einsatzbereich geeignet ist.

Die Einsatzmöglichkeiten von Wireless-DMX Konverter, die ein kabelgebundenes DMX-Signal in ein schnurloses wandeln, gibt es als Transmitter, Receiver oder Transceiver. Sie arbeiten im 2,4 GHz Bereich und dürfen ohne Anmeldung in Betrieb genommen werden. Von einigen WLS-DMX-Wandlern, z. B. dem Eurolite QuickDMX wireless Transceiver, kann man mehrere gleichzeitig auf verschiedenen Funkkanälen betreiben und so mehrere DMX-Universen gleichzeitig ansteuern. Alle Konverter benötigen eine Stromversorgung.

Ein Transmitter hat einen meist 3- oder 5-poligen XLR-Input für ein kabelgebundenes DMX-Signal. Üblicherweise kommt dieses aus einem Lichtpult. Der Transmitter wandelt das Eingangssignal und strahlt es ab.

Auf der anderen Seite der Funkstrecke empfängt ein Receiver das Signal. Der Receiver wandelt das Signal wieder zurück in ein DMX-Signal, das an seinen Output-Buchsen anliegt. Einige Scheinwerfer sind bereits mit integrierten DMX-Empfängern ausgestattet.

Ein Transceiver ist eine Kombination aus beidem, er kann sowohl senden als auch empfangen. Der FlareCon Air von Chauvet kann beispielsweise Steuerungswerte von einer kompatiblen Smartphone-App erhalten, die ein Lichtpult ersetzt. Diese Daten sendet er an passende Receiver. Es gibt auch Transceiver wie den Stairville WLS-DMX Transceiver 2.4 GHZ G5, die diesen Namen tragen, weil man an ihnen zwischen Sende- und Empfangsfunktion umschalten kann. Nachstehend 6 Tipps für die Anschaffung von WDMX-Gerätschaft...

1. Auf Kompatibilität achten

Die WLS-DMX-Standards der verschiedenen Hersteller sind untereinander nicht kompatibel. Sender und Empfänger sollten also aus einem Hause sein. Eine große Ausnahme ist das schwedische Unternehmen Wireless Solution, das den WDMX-Standard entwickelt hat. Es arbeitet mit zahlreichen OEM-Partnern zusammen. Haben die Partner in ihren Produkten Technik verbaut, die das WDMX-Protokoll unterstützt, sind ihre Produkte untereinander kompatibel.

2. RDM- und Ethernet-Fähigkeit prüfen

Wenn die Funkverbindung auch zur Übertragung von Ethernet-Daten verwendet werden soll, muss sie dafür ausgelegt sein. Das Gleiche gilt für die Übertragung von RDM (Remote Device Management)-Signalen. Letztere sind vor allem beim Einrichten umfangreicher Setups relevant.

3. Wireless-DMX vor Nässe schützen

Auch im Freien ist der Einsatz von WLS-DMX interessant, spart man doch eine Menge Kabel. Hier gilt es, die Technik vor unfreiwilligem Duschen zu schützen. Für Outdoor-Auftritte gibt es Wandler, die die Schutzklasse IP 65 mitbringen.

4. Reichweite messen

Sehr unterschiedlich sind die Distanzen, die mit den verschiedenen Wireless-DMX-Konvertern überbrückt werden können. Ohnehin empfehlen manche Hersteller, Transmitter und Receiver mindestens in Kopfhöhe zu installieren, um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten. In den Datenblättern wird die maximale Entfernung jeweils bei ungehindertem Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger angegeben. In meiner Recherche reichte sie bis zu 760 Meter beim ADJ WiFly EXR Battery. Hier wird der Unterschied zu Infrarot und Bluetooth deutlich. Eine IR-Fernbedienung kommt im Durchschnitt nicht über 10 Meter hinaus. Eine Bluetooth-Verbindung schafft je nach Klasse bis zu 100 Meter.

5. Auf vorhandene Funknetzwerke reagieren

Oft gibt es in Veranstaltungsstätten ein WLAN für Mitarbeiter, ein zweites für Gäste und womöglich noch weitere. Damit das Wireless-DMX daneben ungestört funken kann, ist es sinnvoll, wenn an Sendern und Empfängern mehrere Kanäle zur Verfügung stehen. Einige Anbieter wie Chauvet beim D-Fi Hub empfehlen, wenn mehrere WLANs vorhanden sind, die manuelle Konfiguration. Die patentierte Technik AFHSS (Adaptive Frequency Hopping Spread Spectrum) der W-DMX-OEM-Partner geht einen anderen Weg. Sie schaltet automatisch im Kollisionsfall auf eine freie Funkstrecke um.

6. Zeitmanagement

Insbesondere vor der ersten Inbetriebnahme, aber auch bei jeder Neuinstallation eines Wireless-DMX-Netzes, ist genügend Zeit einzuplanen. Die Reihenfolge, in der die diversen Beteiligten wie Smartphone oder Tablet, Transceiver, Receiver und LED-Scheinwerfer konfiguriert und ins Netz eingebunden werden, muss genau eingehalten werden. Wer dann noch etwas Zeit zur Lösung ungeplant auftretender Probleme einkalkuliert, kann schließlich den Liegestuhl ausklappen und die Show vom Smartphone aus beleuchten.

Veröffentlicht am 17.06.2019

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