Hersteller_Ableton Software
Test
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26.07.2010

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Einer der Hauptfaktoren für schlechten Workflow ist die Unübersichtlichkeit. Es gibt nichts Schlimmeres, als während der Arbeit in ein und derselben Session unzählige Plug-In-Fenster geöffnet haben zu müssen. Um diesem wohlbekannten Problem entgegenzuwirken, integriert Ableton seit jeher seine proprietären Plug-Ins direkt ins Hauptfenster der DAW-Software „Live“. Um aber nicht nur in Sachen Workflow und Visualisierung, sondern auch akustisch am Puls der Zeit zu bleiben, holt sich die Berliner Firma immer wieder gerne „Externe“ ins Boot. Man denke da nur an die Partnerschaften mit AAS und Sonivox.

An den neuesten Klangerzeugern tüftelten gleich sieben verschiedene, renommierte Sounddesignfirmen (und so wie es scheint, werden das auch nicht die letzten Firmen sein, die ihr Know-How in die Waagschale werfen). Der Name des Ganzen passt zu dieser Herangehensweise, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Ableton Partner- Instrumente.

Dabei handelt es sich vorrangig um gesampelte Instrumente, die mithilfe der in Ableton bereits integrierten Sampler "Sampler" (Mulit-Sampler) bzw. "Drumrack" (128 Slot Drum-Sampler) und den dazu passenden Effekten in ein Instrumentenrack (Ableton Instrument/ VST/ AU - Container mit acht Makroreglern) verbaut und verschachtelt wurden. "Max for Live Geräte" wurden dafür nicht benutzt.

Dies ermöglicht es dem User, mithilfe der bekannten acht Makroregler des Instrument-Racks von Live, sogar extrem komplexe Verkettungen ganz einfach zu kontrollieren. Gerade APC40-User werden das sehr zu schätzen wissen. Aber auch jeder andere Controller, der mit acht frei konfigurierbaren Drehreglern ausgestattet ist, lässt sich kurzerhand zur Geheimwaffe umfunktionieren. Minimal genial!

Bevor wir im Praxisteil den Soundpacks konkret auf den Zahn fühlen, hier ein kleiner Überblick über die beteiligten Sounddesigner:

Soniccouture

Wer von „normalen“ Instrumenten und „verlebten“ Sounds genug hat, der sollte sich einmal die Soundpacks von Soniccouture anschauen. Die britische Klangschmiede hat es sich zur Aufgabe gemacht, die exotischsten und außergewöhnlichsten Instrumente in digitale Formen zu überführen. So zählen unter anderem, das chinesische Guzheng, die balinesische Gamelan, das thailändische Kim und eine weit gefächerte Auswahl weiterer analoger und digitaler Instrumente zum Klangarsenal der Firma. Abgerundet wird die Produktpalette durch die experimentelle Drum-Library Konkrete Drums 1 und 2, die Loopsammlung Abstract Breaks 1 und 2 sowie Tremors.

Toontrack

Jeder, der sich schon einmal ernsthaft mit dem Thema Drumsampling auseinandergesetzt hat, wird beim Namen Toontrack hellhörig werden. Das schwedische Unternehmen, welches sich vor allem durch die Drum-Library „Superior Drummer“ international einen Namen machen konnte, steuert mit „Bully Kit“ und „Fibes Kit“ zwei vollwertige, sehr detaillierte und authentische, "reale" Drum-Racks bei.

e-instruments

Die Hamburger Firma e-instruments hat sich vorrangig auf die digitale Reproduktion von klassischen Instrumenten spezialisiert. Kopf des Sounddesign Teams ist Thomas Koritke, der vorher viele Jahre für Yamaha gearbeitet hat und hier maßgeblich an der Entstehung der hauseigenen Sound-Libraries beteiligt war. Im Rahmen der „Partnerschaft für den besseren Sound“ steuert e-instruments insgesamt vier verschiedene Konzertflügel aus gutem Hause bei.

Flatpack

Vorrangig synthetisch geht es bei Flatpack zu. Das britische Unternehmen, welches in erster Linie aus Musikern besteht, bietet mit den drei Instrumenten Electronik Drums, Scope und Textura Multifunktionswerkzeuge für Ambient- oder Filmkompositionen. Ebenfalls ins Programm gehört die Loopsammlung Synthetik Loops.

Puremagnetik

Den meisten wahrscheinlich aufgrund ihres Abo-Services für Ableton Live Soundpakete bekannt, stellt Puremagnetik mit Retro-Synths eine mehr als umfangreiche Sammlung an Sounds der bekanntesten analogen Synthesizer bereit. So hielten legendäre Synthesizer wie der Korg MS20, der Roland TB-303 oder der Oberheim Matrix 6 und zahlreiche andere prominente Vertreter der analogen Ära Einzug in dieses Sample-Instrument.

Sample Logic

Filmkomponisten kommen bei Sample Logic voll und ganz auf ihre Kosten. Mit Acoustix liefert die New Yorker Firma einen mehr als üppig bestückten Werkzeugkasten für Sounddesign, Komposition und eher experimentell geartete Musik. Organisch morphende Instrumente, monumentale Percussions und atmosphärische Flächen und Loops gehören zu den Spezialitäten von Sample Logic.

SonArte

Mit den beiden Instrumenten „Crystal Sounds“ und „Sound Objects“ liefert SonArte avantgardistisch veranlagten Zeitgenossen synthetisch anmutende Klänge, die allesamt natürlichen Klangquellen entstammen: So werden aus Objekten wie Gläsern, Sägeblättern, Metallstangen und/oder Sicherungskästen einzigartige Klangtexturen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Baukastenprinzip des Licensing-Modells zum Erwerb einzelner Instrumente
  • Preis
  • Qualität der Instrumente

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