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13.09.2019

Achtung Leute, nicht auf macOS 10.15 Catalina updaten!

Catalina bringt neue Herausforderungen für DJ- und Musik-Apps

Apple veröffentlicht regelmäßig ein neues Betriebssystem für ihre Rechner. Im Oktober ist es wieder soweit und macOS 10.15 Catalina erscheint. Wie so oft, ist ein sofortiges Update mit Schwierigkeiten für die Anwender verbunden. Gerade das Zusammenspiel mit spezieller Hardware gestaltet sich zu Beginn nicht gerade problemlos. Und DJs, Producer und Mukker gehören meist zu genau dieser Gruppe von Nutzern, die auf Interfaces und Controller angewiesen sind – von der Software ganz zu schweigen. Diesmal gibt es gleich drei Gründe, warum ihr euch das sofortige Update verkneifen solltet.

1) 32 Bit Anwendungen laufen nicht mehr

Auf macOS Catalina werden definitiv keine 32-Bit-Apps mehr funktionieren. Ihr solltet also unbedingt checken, ob die Software kompatibel mit 64-Bit ist. Ableton Live 9 funktioniert beispielsweise nicht mehr. Ihr könnt eure Apps daraufhin überprüfen, indem ihr unter dem Apfel-Symbol in der oberen Leiste auf „Über diesen Mac“ klickt, dann „Systembericht“ anwählt und danach auf „Programme“ in der linken Leiste klickt. Dann erschein eine Tabelle, die eure Software aufführt und mit „Ja“ oder „Nein“ die 64-Bit-Kompatibilität anzeigt.

2) iTunes wird durch die App „Musik“ ersetzt

Dass iTunes abgeschafft wird, ist ja bereits bekannt. Anscheinend gestaltet sich die Umstellung für DJ-Apps aber doch aufwendiger, als erwartet. Ein Problem scheint dabei der Export von Playlisten über XML zu sein. Wir können davon ausgehen, dass die Integration des Nachfolgers in die gängigen DJ-Apps trotzdem zügig umgesetzt wird – aber es ist gut möglich, dass dieser Schritt zur Veröffentlichung von Catalina noch nicht abgeschlossen ist. Auf jeden Fall ein Grund abzuwarten und die Lage genau zu beobachten.

3) Kompatibilität von Software, Hardware und Treibern

Das ist eigentlich die übliche Geschichte, die sich bei jedem neuen Betriebssystem ergibt. Catalina will die Sicherheit verbessern, das betrifft das Ausführen von nicht zertifizierter Software, aber auch das Zusammenspiel mit externer Hardware. Außerdem muss der Zugriff auf Dateien und Ordner in Zukunft teilweise erst von den Nutzern genehmigt werden. Man kann sich vorstellen, dass gerade DJ-Anwendungen darunter leiden könnten. In fast allen Fällen ist da externe Hardware im Spiel und es erfolgt permanenter Zugriff auf Daten aus unterschiedlichen Quellen. Die Hersteller werden mit Sicherheit einige Anpassungen vornehmen müssen. Ob das pünktlich zum Start abgeschlossen ist, wird sich in ein paar Wochen zeigen.

Bis zum Start im Oktober haben die Entwickler noch etwas Zeit, um sich auf das neue Betriebssystem vorzubereiten. Trotzdem haben bereits jetzt einige Hersteller die Empfehlung ausgesprochen, noch nicht umzusteigen. Das kann bedeuten, dass die Programmierer jetzt schon wissen, zum Start noch nicht alle Probleme beseitigt zu haben. Davon ist auch eigentlich auszugehen, bisher wurde fast jedes Update von anfänglichen Schwierigkeiten begleitet.

Aktuell haben sich die meisten Hersteller noch nicht dazu geäußert, ob die Hard- oder Software kompatibel mit macOS 10.15 Catalina ist. Lediglich von Serato, Pioneer DJ und Native Instruments gibt es im Augenblick diesbezüglich ein Statement. Sowohl Serato DJ, als auch Rekordbox und Traktor Pro 3 funktionieren zum jetzigen Zeitpunkt definitiv nicht! Ableton hat für Live 9 und 10 ebenfalls keine Empfehlung für ein OS-Update ausgesprochen.

Also bitte nicht sofort updaten und abwarten! Wir werden pünktlich zur Veröffentlichung dieses Thema bestimmt nochmal aufnehmen und gezielt auf Probleme mit einzelnen Apps und Hardware eingehen.

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