Test
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12.01.2012

ADAM Audio A5X Test

Aktiver Nahfeldmonitor

Pragmatischer Avantgardist

Mit der A5X schickt Adam seinen ersten Kandidaten in den Ring, wenn es um den Titel "Budget-König" im Rahmen unseres Testmarathons Studiomonitore bis 1000 Euro geht. Und zumindest mit einem unverbindlichen Paarpreis von unter 800 Euro sieht die B-Note schon mal recht gut aus.

Was hat die A5X also alles zu bieten, und was kann die schnieke Schwester ARTist 5 mehr? Wir finden es heraus!

DETAILS

Die A5X ist ein aktiver Zwei-Wege-Nahfeldmonitor mit 5,5 Zoll Tieftöner und typischem ADAM X-ART Hochtöner. Beide werden mit jeweils 50 Watt Endstufenleistung versorgt, die Trennfrequenz liegt bei 2,5 kHz. Das Gehäuse in Bassreflexausführung verspricht Tiefgang bis 50 Hz. Allerdings fehlt die Angabe der Eckfrequenzen, und ohne die ist eine solche Aussage nicht unbedingt viel wert.

Das Gehäuse ist aus MDF mit schwarzer Folienkaschierung und nüchtern funktional gehalten. Komplett bringt die Box runde 6,4 Kilo auf die Waage und ist mit 280 x 170 x 220 mm (HxBxT) größenmäßig im Mittelfeld positioniert. Alles in etwa identisch mit der in Hochglanzlack gehaltenen Artist 5 aus gleichem Hause.

Die auffälligsten Unterschiede finden sich in der Gehäuseform. Im oberen Bereich sind die Flanken zunehmend bis auf etwa je ein Viertel der gesamten Breite abgeschrägt, und im Gegensatz zum rückseitigen "Bassschlitz" der Artist 5 setzt die A5X auf zwei Basstunnel in der Front. 

Weitere Informationen zu Unterschieden wie dem bei der Artist 5 eingebauten USB-Interface und dem zusätzlichen Miniklinken-Eingang findet ihr hier. Die Kurzfassung: Für professionelle Anwender lohnt die Alternativ-Anschaffung nur wegen des USB-Anschlusses nicht.

Apropos Eingänge: Die A5X bietet zwei davon, einen symmetrischen XLR- und einen unsymmetrischen RCA (Cinch) -Anschluss. Die weiteren Cinchbuchsen dienen der Verkabelung der Stereo-Link Funktion, mit deren Hilfe dann die Lautstärke beider Speaker mit dem Levelpoti nur einer Box geregelt werden kann. Ein zwei Meter langes Mono-Cinch-Kabel zur Verbindung der Monitore untereinander liegt bei. 

Der Stereo-Link funktioniert allerdings nicht bei Benutzung des XLR-Eingangs, wobei dieser an Videoschnitt- und Multimediaarbeitsplätzen auch nicht unbedingt extrem gefragt ist. Nicht weiter tragisch also, man muss es nur wissen.

Neben dem Level-Poti, das von "minus unendlich" über die gerasterte 0 dB Mitten-Position, bis hin zu +14 dB reicht, findet sich auch der Power-Schalter mit den Status LEDs. 

Das rechte Lämpchen dient der Betriebsanzeige, ist also bei Aktivität grün. Die linke LED zeigt wiederum den Stereo-Link Betrieb an bzw., ob das Cinch-Kabel in den Stereo-Link-Out gesteckt wurde. Entgegen der "weis(s)en" Behauptung des Handbuches leuchtet auch diese grün.

Konträr zur Artist 5 muss also keine Unterscheidung zwischen linkem und rechtem Speaker getroffen werden, sollte man den auf Cinch limitierten Stereo-Link effektiv nutzen wollen. Man kann also entweder beide Speaker mit dem linken ODER dem rechten Poti steuern, je nach vorhergehender Verkabelung. Weiterer Unterschied zur Artist 5: Die Abschaltautomatik nach 15 Minuten Leerlauf gibt es hier leider nicht.

Doch wieder zurück zu den Gemeinsamkeiten und auf die Rückseite geblickt: Hier finden sich die Entzerrungsfilter für den Bass (300 Hz) und die Höhen (5 kHz), jeweils mit +/- 6 dB und in Shelving-Charakteristik. Das zusätzliche Level-Poti für den Tweeter bietet eine +/- 4 dB Anpassung.

Weitere spezielle Schutzschaltungen konnte ich nicht vorfinden. Eine magnetische Streufeldkompensation wird indes definitiv nicht angeboten. Nun gut, Röhrenmonitore gehören, außer bei Video-Leuten vielleicht, mittlerweile eher zu einer vom Aussterben bedrohten Art.

Pro & Contra

  • Analytischer Klang
  • Gute Verarbeitung
  • Günstiger Preis

  • Gehäuseresonanzen

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