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Test
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09.12.2009

Details

Die Ähnlichkeit zu Korgs nano-Serie lässt sich nicht leugnen. Die beiden Mini-Controller LPD8 und LPK25 sind gerade einmal so breit und so hoch wie ein 12“ Notebook. Zur Stromaufnahme und Datenübertragung ist ein USB-Anschluss Typ Mini-B vorgesehen. Das LPK25 ist das etwas größere Gerät von beiden und mit einer anschlagsempfindlichen, transponierbaren Zwei-Oktaven Mini-Klaviatur ausgestattet. Die reicht für einfache Melodie- und Bassläufe. Pitchbend und Modulation wie das Korg nanoKey kann Akai nicht bieten, auch Aftertouch ist nicht vorhanden.

Lediglich die Sustaintaste bietet weitere Ausdrucksmöglichkeiten. Wer gerne Akkorde spielt, sollte sich nach einer größeren Alternative umschauen. Zusätzlich bietet das LPK25 aber einen einfachen Arpeggiator, dessen Tempo durch „Tap“ oder MIDI-Clock festgelegt werden kann. Die Klaviatur ist überraschend gut spielbar und mit der eines Micro Korg vergleichbar.

Wer gern Beats baut, sollte sich das LPD8 mit seinen acht druckempfindlichen 28*28 mm Gummipads und den acht MIDI-Potis (mit Anschlag) anschauen. Die Pads spielen sich angenehm und liefern ein gutes Feedback. An die Qualität einer MPC kommt das LPD8 dennoch nicht heran. Nettes Feature fürs Auge: Auf Druck reagieren ausgewählte Pads des LPD8 mit orangener Hintergrundilluminierung. Vier Programme im Schnellzugriff lassen bis zu 32 Pad- und Poti-Belegungen zu. Es können dabei nicht nur Noten gesendet, sondern auch MIDI-CC-Nachrichten verschickt werden. Mithilfe von „Prog Chng“ lassen sich sogar Program-Change-Befehle senden. Einziges Manko:  Die Drehregler sind relativ flach ausgeführt. Die Bedienung ist ein wenig fummelig und grobe Hände könnten hier an ihre Grenzen stoßen.

Beide Modelle sind trotz ihres geringen Preises sehr wertig aufgebaut und vermitteln eine beruhigende Stabilität und Verwindungssteife. Den einzigen Knackpunkt im wahrsten Sinne des Wortes sehe ich bei der Kommunikationsschnittstelle: Die kleinen USB-Buchsen in der Normung Mini-B und die weit herausstehenden steifen Kabel in Verbindung mit Partylaune könnten für den ein oder anderen defekten Controller sorgen. Mein letzter Akai Controller (MPD16) fand jedenfalls so sein jähes Ende.

Gut, dass Akai jetzt mit dem MPD18 den legitimen Nachfolger vorstellt! Das schnörkellose Drumpad bietet 16 velocity- und druckempfindliche Pads, die über drei Bänke 48 Ziele ansteuern können. Auch diesmal wieder dabei: „Full Level“, das die Anschlagsintensität auf 127 festlegt und „16 Level“, was die zuletzt gespielte Note in 16 verschiedenen Anschlagsstärken auf die 16 Pads verteilt. Neu hinzugekommen ist das Note-Repeat-Feature: Bei gedrückt gehaltenem Pad spielt der Akai durchgängig die gehaltene Note mit eingestellter Quantisierung. Dabei stehen 1/4, 1/8, 1/16, 1/32 und deren Triolen sowie ein Swing Parameter (52%, 54%,...,62%) zur Verfügung. Die Geschwindigkeit kann mittels Q-Link Fader eingestellt werden. Eine Synchronisation mit der DAW ist mittels MIDI-Clock über USB vorgesehen. Drum-Rolls und Hi-Hat-Figuren zeichnet man jetzt also per Pad-Druck auf!

Im Gegensatz zum Vorgänger kommt der MPD18 mit einem USB-Anschluss aus, eine MIDI-Buchse und ein Netzteilanschluss wie beim MPD16 finden sich nicht mehr. Dafür ist der Controller günstiger geworden und sieht bedeutend schicker aus. Insgesamt ein robustes Teil, einzig der USB-Anschluss ist mir zu locker.

Pro & Contra

  • Günstig
  • Kompakt
  • Robust verarbeitet

  • Editoren rudimentär
  • Potis (LPD8) fummelig
  • USB-Schnittstellen Mini B unpraktisch

Gehört zu dieser Serie

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