Software KC_Keyboard_Controller KC_Minitasten
Test
10
17.12.2018

Praxis

Keyboard-Funktion

Wem es noch nicht aufgefallen ist: Das MPK Mini Play ist ein Hybrid aus MIDI-Controller und Keyboard mit Soundmodul. Soweit zu gehen und es als Synthesizer zu bezeichnen würde ich nicht. Die 128 Sounds und 10 Drum-Kits können entweder über den kleinen eingebauten Speaker wiedergegeben werden, oder man schließt das Gerät über den Kopfhörer-Ausgang an. Die Sounds sind nach General-Midi-Standard in folgende Kategorien eingeteilt, die dann meist aus acht Sounds bestehen:

  1. Piano
  2. Chromatic Percussion
  3. Organ
  4. Guitar
  5. Bass
  6. Strings
  7. Brass
  8. Reed 
  9. Pipe
  10. Synth Lead
  11. Synth Pad
  12. Synth Effects
  13. Ethnic
  14. Percussive
  15. Sound Effects

Außerdem kommen folgende zehn Drum Kits hinzu:

  1. Studio Set
  2. Room Set
  3. Power Set
  4. Electric Set
  5. Tr808 Set
  6. Jazz
  7. Brush
  8. Orchestra
  9. SFX Set
  10. CM-64/32

Somit kann man – auch dank Batteriebetrieb – direkt "out-the-box" loslegen und musizieren. Leider klingen die Sounds aber nicht besonders und erinnern mich stark an die GM-Module von Soundkarten eines 90er Jahre PCs. Schade. Hier ein paar Beispiele:

Grundsätzlich ist die Idee, auch Sounds in einen so kleinen MIDI-Controller einzubauen nicht schlecht und aufgrund des geringen Platzes wahrscheinlich auch nicht ganz leicht umzusetzen. Allerdings lässt die Soundqualität nicht allzu viele Einsatzmöglichkeiten offen, dafür hat sich soundtechnisch gerade im Bereich der Software in den letzten Jahren einfach zu viel getan. Zumal man sich beim Aufnehmen auch noch das ein oder andere Störgeräusch einfängt.   

Außerdem ist hier noch zu erwähnen, dass man über die beiden Knöpfe Pad- und Knob-Bank auf weitere Pad- und Knopf-Belegungen umschalten kann. So sind dann zum Beispiel alle 16 Sounds eines Drum Kits tatsächlich spielbar. Das Gleiche gilt für die Drehregler. Darüber hinaus ist Akai das kleine Display sehr gut gelungen. Die angezeigte Schrift ist klar zu erkennen und zudem sehr ansehnlich. Manch größeres Display sieht nicht so gut aus. Ebenfalls gut: Die anschlagsdynamische Tastatur springt gut auf verschiedenste Anschläge an und überträgt diese Daten sehr musikalisch auf die internen Sounds.

Controller-Funktion

Um Zugang zum Support mit zahlreichen Hilfestellungen und verschiedenster Software, auch von anderen Herstellern, zu erhalten muss man sich zuerst auf der Homepage des Herstellers ein Account anlegen. Anschließend registriert man seine Hardware über den beigelegten Code. Im Lieferumfang ebenfalls enthalten sind Pro Tools First, AIR Hybrid, Sonnivox Wobble noch vielen andere.

Ich teste den Controller in Studio One. Dafür gehe ich in die Optionen und auf „externe Geräte“, dann auf „hinzufügen“. Angenehmerweise gibt es für den MPK Mini Controller bereits ein Preset. Ich wähle dieses an und stelle unter „Empfangen von“ und „Senden an“ jeweils das MPK Mini Play ein, damit sind das Keyboard, die Drum Pads und das Pitch Wheel angemeldet und alles funktioniert. 

Studio One ist in solchen Dingen aber immer etwas komplizierter, deshalb muss ich nun noch eine „neue Bedienoberfläche“ erstellen, wiederum mit dem Mini Play als Sender und Empfänger, damit auch die Drehregler von der DAW erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt funktionieren dann alle Features einwandfrei und können über MIDI Learn auch anderen Funktionen in der DAW oder in Plugins zugewiesen werden. Das Display zeigt beim Betätigen eines Drehreglers außer dem Wert auch noch den Namen des Reglers sowie seinen zugeordneten MIDI-Channel und dessen CC-Wert. 

Auch die Oktave-Up- und Oktave-Down-Tasten versagen nicht den Dienst. Der Arpeggiator und die Note-Repeat-Funktion müssen für einen mit Studio One synchronisierten Einsatz noch zusätzlich als „Neues Instrument“ angemeldet werden, damit die dafür nötigen MIDI-Clock-Informationen zwischen Hard- und Software ausgetauscht werden können. Dieser Vorgang wird im Support-Bereich aber umfangreich beschrieben.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Gute Verarbeitung
  • Kompaktes, transportables Design
  • Tastatur und Drum Pads erzeugen wenig Nutzgeräusche

  • verhältnismäßig hoher Preis
  • Keyboard-Sounds und Drum Kits
  • Qualität des integrierten Lautsprechers

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