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Test
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19.08.2020

AKAI Professional MPK Mini MK3 Test

USB/MIDI Keyboard Controller

Klein, aber oho?

AKAI Professional schickt deren kleinen USB/MIDI Keyboard Controller in die dritte Runde. Der MPK Mini MK3 kommt mit einer modernisierten Bedienoberfläche, OLED-Display, einer neu entwickelten Tastatur, neuen Pads im aktuellen MPC-One-Style und lässt sich ohne Treiber-Installation direkt ins Setup einbinden.

Mit dabei sind außerdem Presets zur Steuerung vieler DAW-Softwares, wie Ableton Live, Apple Logic Pro und FL Studio. Um gleich mit der Beatproduktion starten zu können, legt AKAI noch ein Sound- und Software-Paket dazu. Darunter die Software MPC Beats sowie zahlreiche Sounds der großen MPCs. Was AKAIs kleinste MPK noch zu bieten hat und für wen sich das Starter-Set lohnt, erfahrt ihr im Test.

Details

Äußere Erscheinung und Anschlüsse

Der Controller ist den Farbvarianten schwarz/rot (Standard), schwarz oder weiß erhältlich. Besonders die Variante mit den roten Seitenteilen und der in matt schwarz gehaltenen Oberfläche (Testobjekt) passt optisch toll zur MPC One, MPC Live und MPC X. Die Hardware bringt nur 750 g auf die Waage und ist mit ihren Abmessungen von nur (B x T x H): 318 x 181 x 44 mm ein idealer Reisebegleiter. Der ehemals rechts platzierte USB-Port der vorigen Modelle befindet sich nun direkt neben dem 6,3 mm Sustainpedal-Anschluss auf der Rückseite des Controllers. 

Erneuerte Bedienoberfläche

Die Hardware sieht aber nicht nur moderner aus als ihre Vorgänger, sondern kommt mit neuen Bedienelementen, die einen hochwertigeren Eindruck vermitteln. Besonders die acht Endlosdrehregler machen einen solideren Eindruck und orientieren sich optisch ebenfalls an den neuen MPCs. Direkt darüber befindet sich das neue OLED-Display, mit dem sich Funktionen und Parameterwerte in zwei Zeilen dargestellt werden. Das erlaubt gegenüber den Vorgängern eine komfortablere Bedienung.

Links des Displays fallen sofort die neuen hintergrundbeleuchteten Pads auf, die mich in puncto Größe und Qualität an die der MPC One erinnern. Sie fühlen sich sehr hochwertig an und lassen sich hervorragend gut spielen. Die acht Pads und Regler sind über zwei Bänke (A und B) aufrufbar. Somit lassen sich beispielsweise mit den acht Pads ohne Weiteres 16 Samples bzw. MIDI-Noten in der Software ansteuern.

Die Controller Keyboards der MPK-Serie sind in verschiedenen Größen und Ausstattungen erhältlich. Die Tasten der 25er-, 49er- und 61er-Varianten sind halbgewichtet und bedienen sich „herkömmlicher“ Größe. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich beim MPK Mini dagegen um einen Keyboard Controller mit deutlich kleinen Tasten. Dadurch fällt der Controller selbst ebenfalls entsprechend kompakt aus und eignet sich dadurch hervorragend für den mobilen Einsatz, oder auf wenig Platz bietenden Arbeitsflächen für „Laptop-Musiker".

Die Tasten des MPK Mini sind zwar nicht halbgewichtet, jedoch anschlagdynamisch, wodurch sie sich immerhin dynamisch spielen lassen. An die Größe der Tasten muss man sich zwar erst gewöhnen, doch für ein Mini-Keyboard mit 25 Tasten dieser Preiskategorie hinterlassen sie qualitativ einen bemerkenswerten Eindruck und sind im Spielbetrieb erstaunlich leise – es „klappert“ also nichts.

Die weiteren Bedienelemente unterscheiden sich nicht sonderlich von den Vorgängern. Statt eines Pitch- und Mod-Wheels verfügt die Hardware – wie auch das vorige Modell –  über den 4-Wege Joystick, mit dem sich beide Parameter gleichzeitig bedienen lassen. In Anbetracht der Baugröße des Controllers ganz sicher eine gute Lösung – beim Spielen dennoch etwas gewöhnungsbedürftig, da der Regelweg des Joysticks doch recht kurz ist. 

Darunter befinden sich der Arpeggiator inklusive Tap Tempo und die Oktaven-Buttons, um mit der Tastatur im Umfang von insgesamt zehn Oktaven spielen zu können. Hinzu kommen die aus den MPCs bekannten Pad-Funktionen Full-Level und Note-Repeat. Die Pad Controls Bank A/B, CC Program Change und Program Select, die bereits seit der ersten Generation mit dabei sind, wurden rechts des Displays platziert. Die zuvor gummierten Buttons der älteren Generationen sind nun allesamt durch dedizierte Buttons ersetzt worden.

Mitgelieferte Software und Sounds

Der Controller ist Class Compliant und somit ohne Treiberinstallation sofort mit einer DAW-Software, wie beispielsweise FL Studio, Logic, Cubase oder Ableton bzw. einer Musik-App auf iOS oder Android einsetzbar.

Als Starter-Set zur Beatproduktion legt AKAI zum Lieferumfang die kostenlose Software MPC Beats‘ hinzu. MPC Beats kommt mit einer 2 GB großen Klangbibliothek, die sowohl Sounds und Kits der großen MPCs, als auch die drei Plug-Ins Bassline, Tubesynth und Electric enthält. Die Software lässt sich stand-alone oder als VST/AU-Plug-In in einer DAW-Software nutzen. MPC Beats ist zwar auch ohne den MPK Mini kostenlos als Download erhältlich, doch AKAI rundet das Starter-Paket mit weiteren Klangerzeugern und Sounds ab. Um das Paket aufzustocken, erhalten MPK Mini-Besitzer nämlich zusätzlich die Software-Instrumente Hybrid 3, Mini Grand und Velvet sowie vier weitere Expansions für MPC Beats mit dazu.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Hervorragende Pads
  • Moderne Bedienoberfläche
  • Mitgelieferte Klangerzeuger und Sounds
  • Einfach zu bedienen
  • OLED-Display erleichtert die Steuerung
  • Vereinfachte Softwareinstallation
  • Solides Starter-Set
  • Preis-/Leistungsverhältnis

  • Arpeggio-Raten umständlich einstellbar

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