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Test
10
25.03.2013

Algoriddim DJAY for iPad Test

DJ-Software für iPad

iPadriddim!

Algoriddim DJAY ist eine DJ-Mix-App für das iPad. Wie geschaffen für den Partykeller, für die Mixsession während der Bus- oder Bahnfahrt, die nächste Beachparty oder den bunten Grillabend. Sie serviert dem DJ Basiswerkzeuge wie Equalizing und Überblendungen, hilft Einsteigern mit automatischer Tempoermittlung und computergestützter Synchronisation. Für kreative Köpfe hat sie Cuepoints, Loops und Effekte im Gepäck. Dazu gesellen sich Multitouch-Manöver, Automixer, Scratch-Autocut, Airplay, iCloud-Sync, Multi-Audio und Controllerunterstützung für kompatible Geräte. Das sind eine Menge Schlagwörter und das hört sich ziemlich vielversprechend an, doch muss der geneigte Käufer auch knapp 15 Euronen für die App berappen, was im Gegensatz zur iPhone-Version (0,89 Cent) doch ein ordentlicher Preisaufschlag ist. Was das Programm kann und wie es gegenüber der Konkurrenz abschneidet, soll dieser Artikel aufzeigen.

DETAILS

Algoriddim DJAY gehört zu den beliebtesten DJ-Programmen auf dem Mac und konnte auch in der Testredaktion schon öfters beeindrucken. Für gerade mal 17,99 Euro im App Store zu beziehen, kann das Programm mit cooler Optik, nahtloser iTunes Unterstützung und einigen kreativen Features gerade denjenigen Anwendern eine preiswerte Alternative zu Traktor, VDJ und Serato stellen, die keine Scratch-Attacken via Timecode und intensive verfrickelte Effektfeuerwerke auf Multiplayer-Level abfeuern wollen. Stattdessen wird der klassische Mix mit zwei virtuellen Turntables in den Fokus gerückt, von einem leicht zu adaptierenden grafischen Benutzerinterface begleitet, und um moderne Mixhilfen und einige kreativen Sonderfunktionen erweitert. Die Voraussetzungen auf dem Mac sind anders als auf dem iPad, und natürlich fragt man sich, wie viel Charme DJAY bei einer Konvertierung auf die Apfeltablette einbüßen wird. Aber auch hier stehen gemäß Featurelist spannende Komponenten bereit, die so schnell keine Langeweile aufkommen lassen sollten. Zudem funktioniert das Programm stand-alone, ist also nicht wie mancher Konkurrent nur als Fernsteuerung für die DJ-Software einzusetzen, unterstützt obendrein die iCloud-Synchronisation von Metadaten oder spielt den Master-Output auf Wunsch via Audiobus in eine weitere App, zum Beispiel Sugarbytes Turnado.

DJAY for iPad

... macht bereits vom ersten Start an einen sehr aufgeräumten Eindruck. Wer jemals mit einem DJ-Programm oder Plattenspielern aufgelegt hat, sollte sich sofort zurechtfinden. Der Bildschirm ist in drei unterschiedliche Funktionsbereiche aufgeteilt. Zentrales Element sind die beiden virtuellen Platter mit Slipmat und Algoriddim Schriftzug. Das virtuelle Vinyl rotiert aber alternativ auch mit Platten-Cover und Klebestreifen. Beide Decksektionen sind mit einem Pitchfader zur manuellen Tempoanpassung, Pitch-Bend Buttons, einer Autosync- und Cue-Taste ausgestattet. Ferner stehen dem Protagonisten eine BPM-Anzeige, eine Power-Off Funktion, ein Keylock sowie eine Schaltfläche zum Einblenden der Kreativabteilungen und der iTunes-Library zur Seite.

Der untere Teil beherbergt Abspielbuttons und Schaltflächen zum Anlegen und Abspielen eines Cuepoints. Dazwischen ist der Überblendregler positioniert. Die Kopfzeile hingegen zeigt Titelinformationen mit Laufzeiten (Elapsed/Remain) und eine sensitive Wellenübersicht an. An den Außenseiten sind zwei Channelfader positioniert, die die Lautstärke der Abspieleinheiten setzen. Ein achtschrittiger Pegelmeter dient als optische Kontrolle. Zu meinem Bedauern ist jedoch keine LED-Anzeige für den Mix-Out implementiert. Möchte der DJ seine Session für die Nachwelt festhalten, genügt ein Tastendruck auf den Record-Button. Darunter ist noch ein kleines Zahnrad platziert, das ein Konfigurationsmenü für benutzerspezifische Anpassungen öffnet.

Pro & Contra

  • Übersichtlicher Aufbau
  • Einsteigerfreundliches Handling
  • Interessante Kreativabteilungen
  • Automix- und BPM-Sync
  • Multi-Audio-Support
  • Audiobus kompatibel
  • Recording-Funktion
  • Wellenformanzeige vorhanden

  • Keine eigene Playlist, keine History
  • Wellenform nicht manuell zoombar
  • Keine LED-Anzeige für den Mix-Out
  • Keine getrennte Deckausgabe
  • Library-Analyse im Vorfeld nicht möglich

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