Bass Hersteller_Ampeg
Test
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07.09.2009

Ampeg BA300 Test

Keine Angst vor Ampeg-Ost

Eine turbulente neuere Vergangenheit und viele Gerüchte sind mit der Traditionsmarke Ampeg verknüpft, die wie kaum ein anderer Hersteller von Bassverstärkern mit Assoziationen wie Tradition, Lautstärke, Kraft, Sound, Urgewalt und Rock ’n Roll verbunden ist. Nicht zuletzt verstand man zumindest als Europäer auch das „Made in USA“ als zuverlässiges Gütesiegel für Qualität und Service. 2005 gelangte Ampeg in die Hände des Finanz- und Investorenkonsortiums Loud Technologies Inc., auch Eigner von Firmen wie Mackie, Crate, EAW, Tapco, Alvarez und Weiteren. Und schon kurze Zeit später geschah das, was oft geschieht, wenn plötzlich ausschließlich Zahlen die Welt regieren: Die Produktion wurde nach Fernost verlegt, einige der besten und innovativsten Entwicklungen eingestampft und Verträge mit internationalen Partnern gekündigt, um weiter Kosten einzusparen. Hinzu kommen geschäftliche Tücken wie der strategische Rückzug Loud Technologies‘ von der Börse NASDAQ im März 2009 und Gerüchte über eine hohe Verschuldung.

 

In Zeiten wie diesen sind gute Ideen gefragt. Ob es letztlich eine gute Idee war, die Produkte mit dem legendären Namen ausschließlich in China oder Vietnam fertigen zu lassen, sei dahingestellt - auch USA-Ampegs gaben in der Vergangenheit hin und wieder den Geist auf, nachdem sie den Laden verlassen hatten. Tatsache ist: Ampeg existiert nach wie vor und noch immer werden neue Produkte entworfen und produziert. Was bislang stets überzeugte, war der Sound. Deshalb sind wir umso mehr gespannt, wie sich der Bass-Comboverstärker BA300 von Ampeg „Made in China“ bewährt und was ihn von seinen älteren Geschwister aus den Vereinigten Staaten unterscheidet.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • klassischer, warmer Ampeg Röhrensound
  • Röhren-DI-Out
  • regelbarer Hochtöner
  • 5-fach Style-Schalter (fest eingestellte EQ-Presets)
  • Tragegriffe oben und seitlich
  • mitgelieferte, steckbare Transportrollen
  • (Threshold) regelbarer Optokompressor
  • simple, effektive Bedienung
  • Tunerausgang
  • hohe Leistung

  • keine Möglichkeit, eine externe Box anzuschließen
  • teilweise sehr schwache Verschraubungen

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