Bass Hersteller_Ampeg
Test
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13.07.2017

Ampeg Scrambler Bass Overdrive Test

Verzerrer-Pedal für E-Bass

Darf’s ein bisschen heavy sein?

Die Scrambler-Overdrive-Schaltung feierte ihr Debüt in der BA-Serie von Ampeg und ist seitdem bei den beliebten Combos für die rauen Zerrsounds im Stil der großen SVT-Tops zuständig. Im Jahre 2015 verfrachtete Ampeg das Front End der BA-Combos samt dem Scrambler-Overdrive in eine Di-Box mit der nüchternen Bezeichnung "SCR-DI" und begeisterte damit viele Ampeg-Fans - der markante Ampeg-Sound war nun endlich in einer super kompakten Lösung erhältlich und ohne Transportaufwand im Studio und auf der Bühne abrufbar!

Zwei Jahre ging später gingen Ampeg noch einen Schritt weiter und präsentierten auf der Namm 2017 ihren Scrambler Overdrive und den analogen Preamp aus der SCRI-DI-Box als separate Bodentreter, die inzwischen zu einem erfreulich günstigen Kurs in den Geschäften erhältlich sind. In diesem Test schauen wir dem Scrambler-Overdrive-Pedal unter die Haube.

Details

Das Scrambler-Pedal tritt als kompakte Verzerrer-Lösung für das Pedalboard an und macht sich mit seinen Maßen von 56 x 66 x 114 mm darauf auch nicht allzu breit. Es ist ungefähr so groß wie ein Standard-Pedal von MXR oder BOSS. Der Aufbau des neuen Ampeg-Treters ist super simpel und die Konstruktion des Gerätes macht einen überaus soliden und roadtauglichen Eindruck.

Im stabilen, mattschwarze Metallgehäuse sitzen insgesamt drei Anschlüsse: In die Input-Klinke auf der rechten Seite wird der Bass gesteckt, die Output-Klinke auf der linken Seite führt das Signal zum Amp weiter, und auf der Stirnseite parkt schließlich der Netzanschluss.

Das Scrambler-Pedal begnügt sich mit einem standardmäßigen 9V-Netzteil mit innen liegendem Minuspol, welches leider extra gekauft werden muss, da es nicht zum Lieferumfang gehört. Mit Batterie funktioniert das Pedal erfreulicherweise aber auch. Nach dem Entfernen der Bodenplatte mit vier Schrauben kann der Stromlieferant in ein gummiertes Fach im Gehäuseinneren eingelegt werden.

Bei der Gelegenheit bietet es sich an, auch die Eingangsempfindlichkeit des Scramblers an den eigenen Bass anzupassen. Auf der Platine sitzt nämlich ein Jumper, mit dem das Signal um 15dB reduziert werden kann, falls der (pegelstarke Aktiv-)Bass das Pedal permanent überfordern sollte.

Prinzipiell muss man dafür den Jumper nur um eine Position umsetzen - der Vorgang erfordert allerdings etwas Geduld und Fingerspitzengefühl. Die Anpassung ist anscheinend als einmalige Maßnahme gedacht, ansonsten hätten Ampeg sicherlich eine bequemere Lösung mit einem simplen Schalter installiert.

Alle anderen Regler und Schalter des Scrambler-Overdrive sitzen logischerweise auf der Oberseite und sind dementsprechend leicht zugänglich. Im oberen Bereich finden wir vier kleine Chickenhead-Regler, mit denen sämtliche Parameter des Pedals eingestellt werden: der Drive-Regler ist für den Grad der Verzerrung zuständig, mit dem Treble-Regler ( +17/-14 dB @ 4 kHz) können die Höhen angehoben oder abgesenkt werden, und der Blend-Regler sorgt für das richtige Mischverhältnis zwischen dem verzerrten und dem sauberen Signal.

Mit dem Volume-Regler kann schließlich die Lautstärke des Zerrsounds an die des Bypass-Signals angepasst werden. Im unteren Bereich parkt natürlich der obligatorische Fußtaster für die Aktivierung des Effekts und eine LED, die den Betriebszustand des Pedals signalisiert.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • überzeugender authentischer Sound
  • gute Kontrolle über den Sound durch Mischmöglichkeit
  • stabile und hochwertige Konstruktion
  • kinderleichte Bedienung
  • günstiger Preis

  • umständliche Pegelabsenkung im Gehäuse

Gehört zu dieser Serie

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