Gitarre
Test
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31.07.2012

Artec Black Battle Test

Overdrive-Pedal

Glänzender Auftritt!

Gitarristen sind schon ein merkwürdiges Völkchen. Erst werden Edelholzinstrumente gekauft und mit sündhaft teuren und mit äußerster Akribie hergestellten Pickups bestückt, um den daraus resultierenden Klang anschließend mit kleinen Geräten völlig zu verzerren. Ich bin da keine Ausnahme und sogar leidenschaftlicher Sammler von Verzerrern. Im Laufe der Zeit wurden die Schaltungen der angebotenen Tretminen immer aufwendiger. Dass es hier schon lange nicht mehr einfach nur um das Anblasen von zwei Dioden geht, zeigen Ausnahmegeräte, wie die neueste Generation von Hightech-Pedalen aus dem Hause Baldringer, Zvex und Co.

Manchmal kommt einem Tester aber auch unverhofft ein Pedal unter die Füße, das einen völlig anderen Weg geht und klassische Sounds im modernen Gewand präsentiert. Ob der Artec Black Battle so gut klingt, wie er aussieht, sagt euch unser Test.

DETAILS

Konstruktion und Aufbau

Um den Eindruck eines etwas "besseren" Boutique-Bodentreters zu vermitteln, hat Artec das edle, matt spiegelnde Aluminiumpedal in ein feines Tuch eingehüllt und anschließend in einem wertigen, braunen Kästchen verpackt. Wow, so etwas sieht man sonst nur bei teuren Herstellern, wie beispielsweise Zvex, oder Analogman.

Die Bedienelemente des Pedals bestehen aus den üblichen Verdächtigen, die wir uns jetzt einmal genauer ansehen wollen: Der Volumeregler bestimmt die Ausgangslautstärke. Das Gerät kann also auch als Booster verwendet werden, um die Vorstufe des nachgeschalteten Amps zusätzlich anzufeuern. Dreh- und Angelpunkt des Black Battle ist natürlich der Gainregler, der den Verzerrungsgrad des Pedals steuert. Man benötigt übrigens keinen bereits kachelnden Amp, um mit dem Teil einen wirklich brauchbaren Sound zu erzeugen. Ganz im Gegenteil: der Black Battle ist so konstruiert, dass ein clean eingestellter Amp für authentische Ergebnisse völlig ausreicht.

Kommen wir zur Klangregelung des Pedals. Wie bei fast allen Verzerrerpedalen steht auch hier ein einzelner Regler für die Steuerung der Frequenzen zur Verfügung. Dieses Prinzip kennt man ja von vielen klassischen Pedalen, angefangen beim Big Muff, bis hin zum Tubescreamer. Der Black Battle besitzt aber noch eine Besonderheit. Mittels eines 3-Wege-Toggle-Switch lassen sich, ähnlich wie mit dem Mäuseklavier des Analogman "King Of Tone" , die Zerrstruktur und die Kompression des Sounds verändern. Man kann zwischen Normal, High-Gain und Comp Cut wählen, wobei der Sound je nach Zerrgrad mehr oder weniger intensiv auf die Stellung des Schalters reagiert.

Wer einen Blick ins Innere des Pedals erhaschen möchte, kann dies übrigens gleichzeitig mit dem Batteriewechsel tun. Nach dem Abschrauben der Bodenplatte offenbart sich eine über jeden Zweifel erhabene Verarbeitung.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Verarbeitung
  • Preis/Leistung
  • Sound

  • Low Gain Sounds

Gehört zu dieser Serie

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