Gitarre Hersteller_Artec
Test
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04.07.2012

Artec Echo Sweller Test

Delay-Pedal

Echo wie anno dazumal

Noch nicht sehr lange präsentiert sich unter dem Namen Artec ein koreanisches Unternehmen auf dem europäischen Markt, das sich auf die Herstellung von Gitarrenelektronik vom Stimmgerät über Tonabnehmer bis hin zu Effektpedalen und Verstärkern spezialisiert hat. Auch wenn Firmen aus dem Fernen Osten schon lange nicht mehr das Stigma anhaftet, zwar billig, dafür aber uninspiriert und qualitativ nicht unbedingt erste Wahl zu sein, werden Neulinge auf dem Markt zuerst einmal misstrauisch beäugt. Dass Zweifel an Qualität und Performance bei Artec nicht angebracht sind, haben unsere vorhergegangenen Tests gezeigt.

Entsprechend hoch wachsen natürlich auch die Erwartungen und mit jedem Test muss sich eine Marke neu beweisen. Beim Artec Echo Sweller handelt es sich um ein Delay-Pedal und um das zweite Mitglied der Legend Serie, das sich einem bonedo Test stellt. Diese Serie ist die Heimat hochwertigerer Pedale, die alle mit analoger Schaltung und True Bypass ausgestattet sind. Und wenn jetzt die Freunde des guten alten Vintage-Sounds aufhorchen, dann zu Recht, denn diese soll das Gerät bedienen, und das zu einem mehr als moderaten Preis von knapp unter 100 Euro.

DETAILS

Unser Proband kommt im stabilen, leichten Aluminiumgehäuse, das allen Pedalen der Legend-Serie eigen ist. Geliefert wird der Silberling mit der matt spiegelnden Oberfläche in einer auf edel getrimmten braunen Pappschachtel und mit einem großen Putztuch im Lieferumfang. Der Echo Sweller bringt 310 Gramm auf die Waage, ist also ein Leichtgewicht, das im Pedalboard nicht weiter auffallen sollte. Auch in seinen Abmessungen zeigt sich der analoge Bodentreter sehr bescheiden und besetzt mit 67 x 115 x 43 mm (B x T x H) auch nur den Platz, den man für drei Regler und einen Schalter braucht.

Die Potis sind im Dreieck angeordnet, zwei oben, einer unten, darunter der Standard-Fußschalter. Das Pedal hat eine komplett analoge Schaltung, ist mono ausgelegt und natürlich mit einem True Bypass ausgestattet. Es reicht also die Standardbestückung an Anschlüssen, nämlich Input rechts und Output links. Rechts wartet zusätzlich eine 9V-DC-Buchse auf den Anschluss eines Netzadapters. Es besteht zwar auch die Möglichkeit, den Echo Sweller mit einer 9V-Batterie zu betreiben, aber angesichts des höheren Stromverbrauchs, der dieser Effektgerätegattung üblicherweise eigen ist, sollte man besser auf einen Netzadapter zurückgreifen. Überdies ist das Batteriefach nicht besonders leicht zugänglich, immerhin muss man die Bodenplatte mit vier Schrauben lösen, und das ist beim Gig der Stimmung nicht unbedingt förderlich. Damit das Pedal auf glattem Untergrund nicht rutscht, liegen vier kleine Gummifüße bei, die man auf die Unterseite kleben kann.

Der Echo Sweller kann nicht mit langen Verzögerungszeiten aufwarten. Mit Reichweiten zwischen 30 ms und 450 ms liegt er in dieser Disziplin sogar noch hinter dem EHX Memory Man, der 550 ms maximale Verzögerungszeit bietet. Hier geht es also offensichtlich back to the roots, ganz nach dem Motto, weniger ist mehr. Für die Anpassung des Effekts sind die drei Regler Level, Time und Repeat zuständig, also die Standardbesetzung für Delay-Effekte:

Level - Lautstärke des Echo-Signals

Time - Verzögerungszeit

Repeat - Anzahl der Echo-Wiederholungen

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Vintage Delay Sound
  • True Bypass
  • Optik

  • Rauschen beim Echosignal
  • Schalter nicht knackfrei

Gehört zu dieser Serie

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