Test
2
22.05.2020

Fazit
(4 / 5)

Arturia beweist mit dem AudioFuse Studio einmal mehr großes Geschick darin, einen Funktionsumfang zu bieten, der enorm viele Wünsche abdeckt, ohne unübersichtlich zu werden. Dabei scheint der Hersteller seinen Kunden aufmerksam zuzuhören, die Kinderkrankheiten der 2015 vorgestellten kleineren Version sind gewissenhaft ausgeräumt. Auch die Vorliebe für Knöpfe in großen Mengen, die wir vom Hersteller gewohnt sind, zahlt sich aus: auf kleinsten Raum entfaltet sich hier eine Haptik, die fast wie das Arbeiten in einem „richtigen“ Tonstudio anmutet. Der Klang der eingebauten Wandler wäre auch absolut studiotauglich, wenn die interne Clock etwas besser wäre – mit einer guten externen Masterclock ist der Sound des Interfaces über jeden Zweifel erhaben.

In Kombination mit einer ADAT-Wandlereinheit und einem Laptop bildet das Gerät eine komfortable Komplettlösung für Unterwegs, für kleine bis mittelgroße Produktionen bietet es alles, was man außer der eigentlichen DAW, Mikrophonen und Studiomonitoren braucht. Die Bauteilqualität macht einen belastbaren Eindruck. Das Arbeiten mit dem AudioFuse Studio ist allein schon deshalb eine Freude, weil jede Funktion, die im Studiobetrieb genutzt wird, ein eigenes Knöpfchen besitzt. Dafür ist ein Detail wie der Arturia-Knopf oben links, der ohne Herumgefummel am Rechner sofort die entsprechende Software startet ein gutes Beispiel.Das Gerät wäre also als Rundum-Sorglos-Paket zur Musikproduktion absolut empfehlenswert, wenn da nicht der absolut desaströse Noisefoor im Talkback wäre. Das scheint ein unwichtiges Detail zu sein, spätestens aber, wenn die ersten nervösen Musiker davon verunsichert sind, dass die Ansagen des Produzenten vor lauter Krach kaum zu verstehen sind, wird es ein Problem werden. Ich neige allein deswegen dazu, das Interface eher für das nicht absolut professionelle Umfeld zu empfehlen. Unterm Strich ist das Gerät dennoch eine ziemlich Wucht, was die Möglichkeiten, die extrem flüssige Handhabung und den Sound angeht, und – um das nebenbei zu erwähnen – seinen Preis wert.

  • Pro
  • enorme Vielfalt an Anschlussmöglichkeiten
  • gut durchdachtes Bedienkonzept
  • intuitive Handhabung durch viele Taster und Potis
  • Contra
  • sehr lautes Nebengeräusch auf dem Talkback-Kanal
  • ausbaufähige Qualität der internen Clock
  • Features und Spezifikationen
  • USB-C Audio Interface mit max. 24 Bit / 192 kHz
  • 16 Ein- und 20 Ausgänge (von offiziell 18 nur 16 Eingänge realistisch nutzbar)
  • 4 hochwertige Low Noise Mikrophonvorverstärker
  • 4x Mic / Line Input (XLR / TRS Combo-Buchsen) mit schaltbarer 48V Phantomspeisung und schaltbarem 20 dB Pad
  • 4x Line Input (6.3mm TRS)
  • 6x Line Output (6.3 mm TRS) - 2 davon für Reamping verwendbar
  • 2x Line / Phono Input (Cinch)
  • Eingänge 1 - 4 auf gitarrengerechte Impedanz schaltbar
  • Inserts für Eingänge 1 – 4 (6.3 mm TRS)
  • S/PDIF coaxial Ein- und Ausgang (Cinch) – auch als Word Clock Input verwendbar
  • 2 Kopfhörerausgänge (jeweils 6.3 mm TRS und 3.5 mm TRS)
  • 2 ADAT optical In / Out für maximal 8 Kanäle @ 96 kHz Sampling Rate
  • Bluetooth Audio-Empfänger, kompatibel mit AAC und aptX
  • Monitor-Controller mit Dim, Mute, Mono-Taster, Monitor- und Quellenwahl
  • eingebauter 3-fach USB-Hub für externe Geräte
  • MIDI-Schnittstelle in 3.5mm TRS
  • USB 2.0 kompatibel
  • Kensington Lock
  • läuft auf Windows, Mac OS X, Linux
  • solides Metallgehäuse
  • Abmessungen: 265 x 160 x 72 mm
  • inkl. AudioFuse Creative Suite
  • Preis: € 899,- (Straßenpreis vom 22.5.2020)

Auspackbilder findest du hier ->

Arturia AudioFuse Studio
Veröffentlicht am 22.05.2020

Pro & Contra

  • enorme Vielfalt an Anschlussmöglichkeiten
  • gut durchdachtes Bedienkonzept
  • intuitive Handhabung durch viele Taster und Potis

  • sehr lautes Nebengeräusch auf dem Talkback-Kanal
  • ausbaufähige Qualität der internen Clock

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