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Test
3
28.04.2020

Fazit
(4.5 / 5)

Der geschätzte Leser wird es zwischen den Zeilen vielleicht schon herausgehört haben: Der Keystep Pro von Arturia hat mir wirklich gut gefallen. Und das, obwohl man gar nicht richtig sagen kann, wozu man ihn jetzt eigentlich vorrangig verwenden soll – so vielfältig sind seine Möglichkeiten: Vom Einsatz als simples Einspielkeyboard und Controller (mit der prinzipiellen Einschränkung, dass die gerasterten Potis nicht ideal für kontinuierliche Bewegungen sind), über die umfassenden Möglichkeiten als poly- und monophoner 4-Spur-Realtime/Step-Sequenzer bis hin zur Synchronisationsschnittstelle zwischen den Welten (USB-/Din-MIDI, Steuerspannung) im Bereich Clock, Trigger und Gate fallen einem fast automatisch zig Szenarien ein, wo sich der Keystep Pro gewinnbringend einsetzen lässt - egal ob live oder im Studio (die Grenzen sind hier in der elektronischen Musik ja ohnehin fließend). Gerade im Live-Einsatz fallen dann die vielen klugen Details positiv auf: Vom separaten Metronom-Ausgang (wer mal erlebt hat, wie plötzlich ein Drummer mitjammen will und alle sich fragen, wo zur Hölle man jetzt einen einfachen Klick herbekommt, wird wissen, wovon ich spreche), über die unzähligen Echtzeit-Permutationsmöglichkeiten, bis hin zum zweiten MIDI-Ausgang. Und dann ist da noch so ein gewisses Etwa, was im Workflow selber liegt: Durch die Konzeption als interaktiver Step-/Drum-Sequenzer, mit entsprechend simplen, aber effektiven Optionen zur Modifikation von Sequenzen (u. a. Verschieben, Laufrichtung ändern, Zufallsoperationen), und die naheliegende Integration analoger Synthesizer, kommt man mit dem Keystep Pro sehr leicht in einen speziellen „Hardware-Flow“, der sich bei der Arbeit mit Maus und DAW nicht unbedingt einstellt.

  • Pro
  • Sehr vielfältig einsetzbar
  • Solide Verarbeitung
  • Gelungenes und eigenständiges Bedienkonzept
  • Logisches visuelles Feedback der meisten Steuersignale (Noten/Modulation) am Gerät
  • Contra
  • Roller-Effekt-Taster sehr empfindlich
  • Keine Ableton-Link Integration
  • Features
  • 37 Mini-Tasten mit Anschlagdynamik und Aftertouch
  • LED über jeder Taste für visuelles Feedback
  • 4-Spur Step-Sequenzer mit 16 Step-Tastern, bis zu 64 Steps pro Sequenz, bis zu 16 Noten Polyphonie pro Step
  • 24-Part Polyrythm Drum Sequenzer
  • Melodie Sequenzer mit Echtzeitaufnahme, Step Aufnahme und Step Editierung (Tonhöhe, Anschlagstärke, Gate-Länge und time shift)
  • Performance-orientierter Sequenzer
  • Arpeggiator
  • Chord Modus
  • Controller Modus
  • OLED Display
  • Anschlüsse
  • Metronom Ausgang: 6,3 mm Klinke
  • 4 CV/Gate/Mod Ausgänge: 3,5 mm Miniklinke
  • 8 Drum Gate Ausgänge: 3,5 mm Miniklinke
  • 1 MIDI Eingang
  • 2 MIDI-Ausgänge
  • USB
  • Clock Sync
  • Sustain-Pedal Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Abmessungen (B x H x T): 589 x 38 x 208 mm
  • Gewicht: 2,7 kg
  • Inkl. externem Netzteil und USB-Kabel
  • Preis
  • Arturia Keystep Pro: Ca. 399 € (Straßenpreis, Stand 28.04.2020)
Veröffentlicht am 28.04.2020

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Sehr vielfältig einsetzbar
  • Solide Verarbeitung
  • Gelungenes und eigenständiges Bedienkonzept
  • Logisches visuelles Feedback der meisten Steuersignale (Noten/Modulation) am Gerät

  • Roller-Effekt-Taster sehr empfindlich
  • Keine Ableton-Link Integration

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