Hersteller_Ashdown Bass
Test
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03.03.2015

Ashdown Toneman 600 Evo III und Ashdown Toneman 410T Deep Test

Basstopteil und 4x10"-Box

Gutes muss nicht teuer sein!

Das Musikhaus Thomann und der deutschen Ashdown-Vertrieb M&T haben gemeinsam eine neue Ashdown-Serie ins Leben gerufen, die auf den beliebten MAG-Modellen basiert, jedoch abermals deutlich preiswerter angeboten werden kann. Frisch im Testlabor eingetroffen ist der Ashdown Toneman 600, ein 600 Watt starkes Transistor-Basstop, sowie eine passende Box mit vier Zehnzöllern: die Ashdown Toneman 410T Deep.

Die MAG-Serie von Ashdown steht ja bereits seit vielen Jahren für robuste, leistungsstarke Verstärker und Boxen, die den amtlichen Ashdown-Sound auch für kleinere Budgets erschwinglich machen und deshalb (in der nunmehr bereits dritten Generation!) bei vielen Bassisten außerordentlich beliebt sind. Nun kann der attraktive Preis für dieses leistungsstarke Equipment nochmals unterboten werden.

Details

Toneman 600

Der Ashdown Toneman 600 kommt in der klassischen Bauform mit einem stabilen Tolex-überzogenen Holzgehäuse, robusten Metallecken an allen Ecken und einem Koffergriff an der linken Seite. Dicke Gummifüße sorgen bei dem 10 kg schweren Verstärker außerdem für einen sicheren Stand auf der Lautsprecherbox. Die markante Metallfront beherbergt alle Regler und Features des 600 Watt starken Verstärkers, die wir uns nun im Detail von links nach rechts ansehen werden: Zum Anschluss eines Basses hält der Toneman zwei Klinkenbuchsen bereit, die den Preamp mit aktiven und passiven Bässen kompatibel macht. Die Buchsen sind logischerweise mit den Bezeichnungen "Passive" und "Active" versehen. Direkt darüber parkt der obligatorische Gainregler zum Einpegeln der Signalstärke. Für das optische Feedback über den korrekten Pegel ist das Ashdown-typische VU-Meter zuständig - klar darf der zum Markenzeichen von Ashdown gewordene Drehzahlmesser auch beim Toneman nicht fehlen!

Mittig auf der Front sitzen alle Tools zum Bearbeiten des Klanges, die wir schon von der MAG-Serie kennen. Den Anfang machen zwei EQ-Presets mit den Bezeichnungen "Deep" (+ 8 dB @ 50 Hz) und "Bright" (+ 10 dB @ 10 kHz), gefolgt von einem 5-Band Equalizer mit einem Regler für Bässe, drei Mittenreglern, die ein breites Frequenzspektrum von 340 Hz bis 1,6 kHz abdecken, und schließlich einem weiteren für die Justierung des Höhenanteils. Der gesamte 5-Band EQ kann mit einem kleinen Switch ein- oder ausgeschaltet werden. Der Amp hält also auf Knopfdruck einen zweiten Sound bereit. Das ist eine schöne Sache, aber etwas schade finde ich es doch, dass es dafür keine Fußschalter-Option gibt.

Freunde von Effekten kommen beim Toneman dafür voll auf ihre Kosten, verfügt er doch über einen eigenen Kompressor, einen Verzerrer und das von anderen Ashdown-Amps schon bekannte Sub-Harmonics Feature: eine Art Octaver. Alle drei Effekte können, genau wie der EQ, mit einem kleinen Switch aktiviert werden - der Overdrive ist sogar mit jener Fußschalter-Option, die ich mir für den EQ gewünscht hätte, bedacht worden! Die Buchse dafür sitzt auf der Rückseite des Amps, der Schalter muss jedoch gesondert erworben werden.

Außer den bisher angesprochenen Features und dem noch nicht erwähnten Output-Regler für die Endlautstärke ganz rechts auf der Front hat Ashdown außerdem ein paar Anschlüsse, die normalerweise eher auf der Rückseite von Verstärkern zu finden sind, auf die Frontplatte gelegt. Leicht von vorne zugänglich sind der symmetrische Line-Out in Form einer XLR-Buchse (immer Post-EQ), der Effektweg mit seinen typischen Send- und Return-Klinkenbuchsen und ein weiterer Klinkenausgang für ein Stimmgerät. Die restlichen Anschlüsse, nämlich zwei Speakonbuchsen für die Lautsprecherboxen, den Netzanschluss und die oben bereits erwähnte Fußschalter-Klinkenbuchse, hat man wie gewohnt auf die Rückseite verbannt. Hier sitzen außerdem noch zwei dicke Lüfter, die direkt nach dem Einschalten des Amps ihren Dienst verrichten und dafür sorgen, dass beim Toneman 600 keine thermischen Probleme auftreten.

Toneman 410T Deep

Die Toneman 410T Deep kommt mit der Optik einer lupenreinen Vintage-Box und sieht mit dem weiß umrandeten Gewebegrill, auf dem das stylische Ashdown-Logo prangt, wirklich elegant aus. Komplettiert wird der schlichte Retro-Look mit kleinen Chromecken, die das Tolex-überzogene Holzgehäuse vor Beschädigungen schützen. Gummifüße an der Bodenplatte sorgen für einen sicheren Stand der Box. Das Anschluss-Panel liegt natürlich auf der Rückseite und hält eine Klinken- und eine Speakonbuchse zur Verkabelung bereit. Auf der Waage macht sich die Toneman 410T mit 37 kg bemerkbar. Damit ist sie nicht gerade leicht, doch mit den großen Griffschalen an den Seiten lässt sich die Box zu zweit relativ angenehm zum Einsatzort bewegen. Im Inneren des Gehäuses verrichten vier 10"-Lautsprecher von Ashdown und ein zusätzlicher Tweeter für den Höhenbereich ihren Dienst. Zudem besitzt das Gehäuse auf der Rückseite zwei Bassreflexöffnungen zur Unterstützung der Basswiedergabe.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • solider Sound
  • Flexiblität, guter EQ, Effekte
  • gute Verarbeitung
  • gutes Preis/Leistungsverhältnis

  • laute Lüfter
  • Box ziemlich schwer
  • Sub-Harmonics-Feature hat keinen großen Nutzwert

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