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13.09.2019

Behringer und TC fragen: Quadra für alle vs. Effektpedal-Haptik-Check – Eine kleine Betrachtung aus Kundensicht

Behringer hat mit einem streitbaren Bildchen und dem ARP Quadra die Frage in den Raum gestellt: Wollt ihr so etwas? Das machen sie gern, bevor sie beginnen einen Prototypen zu bauen oder überhaupt ein Rendering zu machen, wie so etwas heute aussehen könnte. Dasselbe passiert gerade bei TC Electronic, die ebenfalls zu Music Tribe gehören – „wollt ihr das so“?

Der ARP Quadra war damals eine Art Workstation. Man hatte vier einfachste Synthesizer an Bord mit Spezialgebieten, um auch vier verschiedene Soundtypen spielen zu können. Heute hätte man Multitimbralität, die allerdings viele Hersteller aktuell nicht oft berücksichtigen. Lediglich Roland ist von den neueren Herstellern bereit gewesen, ihn mit 5 gleichzeitig spielbaren verschiedenen Sounds auszustatten. Nur dies macht so ein Angebot attraktiv.

Was damals in den Siebzigern technisch nicht möglich war, wurde durch starken Minimalismus ausgeglichen: Stringsynth brauchen wenig Bedienelemente, dann ein Bass und einen „Polysynth“ für einfache Pads. Der vierte Synth ist ein monophoner Lead-Synth mit immerhin zwei Oszillatoren, aber ohne FM, Sync und Ringmodulation. So etwas ist primär analog, aber braucht man das? Das fragt Behringer. Beim Solina String mit eingebautem Phaser waren es offenbar bereits zu wenig Ja-Sager. Wie mag es hier aussehen?

Technisch und musikalisch wäre es hier reine Vintage-Begeisterung als Antrieb, denn es gibt jede Menge bessere Alternativen – gerade heute und jede Workstation kann wesentlich mehr, jedoch ohne analog zu sein. Wie wichtig es ist, einen analogen „Nichts richtig-„Könner zu besitzen? Das ist so gesehen auch schon mit diesem Gesichtsbild dazu vielleicht auch nicht so ernst gemeint. Sie versuchen es eben einfach mal.

Beim TC Delay Effekt ist das schon ganz anders. Das ist konkret und hat bereits ein Design, welches eine attraktive Bedienoberfläche hat. Man wird informiert über Parameter und kann sie auch schnell einstellen. Es erinnert zwar an die Delays der frühen Achtziger, jedoch kann man hier durchaus viel musikalisches Potential erkennen. Music Tribes Entwicklerteam in Dänemark möchte vermutlich wissen, ob das zu konzentriert ist oder ob neben dem Delay da auch anderes in so eine recht große Box mit verbaut werden sollte. Das Bodengerät braucht schließlich mehr als andere an Platz.

Die Variante mit den Einstellern dürfte das Rennen gewinnen, denn nur anzeigen und nicht einstellen dürfte etwas zu wenig sein. Sicher möchten sie wissen, wie viel Bedienung und wie viel Menü sein soll. Gitarristen und Synthesizernutzer würden hier sicher sehr unterschiedliche Antworten geben, anhand der Anzahl der noch freien Hände. Viel Kontrolle oder weniger fragt TC. Aber was man von diesem Bild hält, was Behringer da liefert? Ehm.

Weitere Information

Aktuell gibt es beide Produkte noch nicht von Music Tribe. Aber auf deren Facebook-Präsenzen findet man beide Vorschläge zum TC und dieses Gesicht mit dem ARP Quadra als Frage.

Eine Methode, die jetzt hier auf eure Bewertung wartet und auch, ob ihr einen ARP Quadra in ggf. anderer Form haben wolltet? Ob ein Delay mehr oder weniger Taster braucht oder ob die Hersteller sowas direkt vorlegen sollen und nicht fragen sollten? Was meint ihr dazu?

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