Software PlugIn Effekte Freeware
Test
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08.11.2019

Black Rooster The Canary Test

Freeware-Drum-Enhancer-Plugin für Win und Mac

Fette Drums für jedermann

Wer schon einmal akustische Drums recorded hat, kennt das Problem, dass sich die Aufnahme beim späteren Hören nicht mehr so spektakulär anhört wie die Liveperformance während der Aufnahme.

Abhilfe bei diesem Problem will Black Rooster mit seinem Freeware-Tool „The Canary“ schaffen. Der Name ist natürlich nicht zufällig gewählt worden. The Canary soll Drums zum Singen bringen können. Das sollte gerade auch für Drums aus der Konserve interessant sein, denn Drum-Plugins wie Superior Drummer haben ja im Prinzip ebenfalls das Problem, sich nicht unbedingt immer so originalgetreu anzuhören.

Wie der Effekt mit elektronischen Drums zurechtkommt, werden wir uns deshalb natürlich auch noch anhören.

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Details & Praxis

Allgemeines

The Canary ist für Windows und MacOS in den Formaten VST2, AU und AAX, jeweils in 32 und 64 Bit erhältlich. Das Plugin ist kostenlos und kann direkt auf der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Die 208 MB große Zip-Datei enthält neben der Freeware aber noch viel mehr, nämlich die Installer aller Plugins aus dem Hause Black Rooster. Da die kostenpflichtigen Plugins der Firma allerdings erst freigeschaltet werden müssen und somit ohne Lizenz nicht nutzbar sind, kann man mit diesem Paket auch nur die drei enthaltenen Freeware-Tools installieren.

The Canary hat sechs verschiedene Parameter, durch sechs Regler repräsentiert. Auf der rechten Seite des GUIs finden wir die Hauptfunktionen. Attack und Sustain funktionieren wie bei einem Transienten Designer und können das Ein- und Ausschwingverhalten des Signals anheben oder absenken. Das Filter bezieht sich nur auf das bearbeitete Signal und lässt das Original somit unberührt. „Mix“ mischt bei Signalen. Der große Regler namens Tune ganz links verändert die Tonhöhe, während Power das Plugin logischerweise an- und ausschaltet. 

Sound

Beispiel eins ist eine herkömmliche Drum-Aufnahme. Die Kick geht etwas unter und die Snare hat extrem viel Raum. Beispiel zwei zeigt den gleichen Groove dann mit Canary. Insgesamt ist der Effekt etwas zu deutlich für Drums dieser Art, aber umso besser ist er eben auch zu hören. Die Kick ploppt jetzt schön und auch die Snare kommt viel besser durch den Mix. Über den Sustain-Regler ist es außerdem gelungen, der Snare viel von ihrem Raum zu nehmen. 

Der zweite Drum-Groove stammt aus einem Drum-Plugin und ist völlig unbearbeitet. Auch hier (Beispiel vier) holt Canary die Kick und die Snare in den Vordergrund und schon haben beide Elemente viel mehr Punch.  

Das gleiche Bild dann beim dritten Drum-Groove, einem elektronischen Beat: Kick und Snare sind wesentlich besser zu hören und haben wie durch einen Transienten Designer wesentlich mehr Attack. Außerdem habe ich im zweiten Teil des Beispiels mit dem Tune-Regler verschiedene tonale Effekte erzeugt.

Fazit

Mit The Canary von Black Rooster Audio lassen sich Drums schnell und leicht aufpeppen. Das richtige Mixverhältnis ist nicht immer leicht zu erreichen, aber mit etwas Übung geht auch das. Die Funktionen Attack und Sustain eines herkömmlichen Transienten Designers werden durch den Filter und die Tune-Funktion ergänzt. Damit lässt sich allen Drums, egal ob akustisch oder elektronisch, ein bisschen mehr Punch entlocken. 

  • Pro
  • verleiht Drums Punch und Durchsetzungskraft
  • mit Tune lassen sich interessante Effekte erzielen
  • skalierbares und farbenfrohes GUI
  • Contra
  • Kein Contra
Veröffentlicht am 08.11.2019

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • verleiht Drums Punch und Durchsetzungskraft
  • mit Tune lassen sich interessante Effekte erzielen
  • skalierbares und farbenfrohes GUI

  • Kein Contra

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