Gitarre Bass Hersteller_Boss
Test
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23.11.2020

Boss OC-5 Octaver Test

Octaver-Effektpedal für Gitarre und Bass

Perfekt drunter und drüber - die Octaver-Legende

Der Boss OC-5 Octaver gilt, was seine Herkunft angeht, als Nachkömmling des OC-2, das für viele schlichtweg das Octaver-Pedal schlechthin verkörpert. Seit dem Erscheinen des Pedals im Jahre 1982 hat sich unter der Haube einiges getan – der Version 3 beispielsweise wurde ein Poly-Modus implantiert.
Mit der Version Nummer 5 vereint Boss nun quasi die Eigenschaften des OC-2 und des OC-3 zur aktuellen Ausgabe, die darüber hinaus noch mit einigen weiteren Features auftrumpfen kann. Was das Pedal kann, ob es immer noch Maßstab ist, wenn es um Octaver geht, und wie es sich anhört, das soll dieser Test herausfinden.

Details

Boss hat mit seinem Pedaldesign Geschichte geschrieben und setzt seither zusammen mit Ibanez die Standards auf dem Pedalboard. Das hat mehrere Gründe, denn die Gehäuse sind ultrastabil gefertigt, die Effekte arbeiten auch nach Jahrzehnten zuverlässig und sind quasi überall erhältlich.
Wie alle Pedale der OC-Serie kommt auch dieses im braunen Metallgehäuse und dem typischen Boss-Design mit Abmessungen von 73 x 129 x 59 mm und einem Gewicht von 375 Gramm ohne eingelegte Batterie. Die Unterseite des Pedals besitzt eine Gummierung, die ein Verselbständigen auf glatten Oberflächen verhindert. Die Regler sind wie gehabt im vorderen Drittel der Oberseite versenkt angebracht, was beim Transport einen gewissen Schutz bietet.
Der Fußschalter mit der gummierten Oberfläche lässt sich mithilfe einer Rändelschraube kinderleicht öffnen, um unter ihm bei Bedarf einen 9-Volt-Block zu verstauen. Ein weiterer Vorteil, denn außer den eigenen Fingern wird dazu kein Werkzeug benötigt. Geliefert wird der Octaver übrigens mit bereits eingelegter Batterie. Wird das Pedal ohne Netzteil betrieben, zeigt die Status-LED im aktiven Zustand mit ihrer Helligkeit auch den Ladezustand der Batterie an.

Die Ein-und Ausgangsbuchsen befinden sich an der rechten und linken Gehäuseseite, der Netzteilanschluss wie gewohnt an der Front. Hier werden die üblichen 9-Volt-Gleichstrom benötigt, die jede Boss-Wandwarze und die meisten zentralen Spannungsversorgungen liefern. An der linken Gehäuseseite stehen zwei Ausgangsbuchsen bereit, ein Output und ein Direct Out. Wird nur die Output-Buchse genutzt, werden Direktsignal und Effektsound gemischt ausgegeben. Sind die Output- und Direct Out-Buchsen verkabelt, wird über die Output-Buchse der Oktavsound und das Direktsignal über die Direct Out-Buchse ausgegeben. Wenn der Effekt ausgeschaltet ist, führt so verkabelt nur die Direct Out-Buchse ein Signal aus. Wird das Pedal nicht benutzt, schaltet es in einen Buffered-Bypass. An der Stirnseite befindet sich auch ein Guitar/Bass-Wahlschalter, der die Auswahl der Einstellungen für eine E-Gitarre oder einen E-Bass bestimmt.

Schauen wir uns die Bedienfläche einmal etwas genauer an:

Es stehen vier Regler bereit, und los geht es ganz links mit dem Direct Level-Regler, der die Lautstärke des Direktsignals bestimmt. Es folgt der +1 Oct Level-Regler, der die Lautstärke des Signals bestimmt, das eine Oktave über dem Direktsignal liegt. Und genau hier unterscheidet sich das OC-5 von seinen Vorgängern, die nur ein Oktavieren nach unten ermöglichten. Der -1 Oct Level Regler erzeugt, wie sich anhand der Beschriftung ersehen lässt, die Oktave unter dem Direktsignal. Und last, but not least folgt der -2 Oct Range-Regler, dessen Arbeitsweise abhängig vom Vintage/Poly Wahlschalter ist. Platziert man diesen Schalter in die Vintage-Stellung, liefert das Pedal den Sound des OC-2 und erlaubt nur das Spielen einzelner Noten. Im Poly-Mode wird das Spielen von Akkorden ermöglicht.

Im Vintage-Mode bestimmt der -2 Oct Level-Regler die Lautstärke des entsprechenden Effektsignals. Im Poly-Mode arbeitet der -2 Oct Level Regler als Range-Regler und bestimmt die Bandbreite des -1 Oct-Effektes. Je weiter der Regler nach rechts gedreht wird, desto größer ist der Frequenzbereich, auf den der Effekt wirkt. Wird er nach links gedreht, wirkt der Effekt mehr und mehr nur auf die tiefen Frequenzen. Ganz nach links bezieht er sich nur auf die tiefste Note des gespielten Akkords.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • PRO - GITARRE:
  • überzeugende Octaver-Sounds
  • tadellose, solide Verarbeitung
  • keine spürbare Latenz
  • hohe Klangqualität
  • schaltbarer Monophon/Polyphon-Mode
  • Buffered-Bypass
  • PRO - BASS:
  • authentischer OC-2-Sound
  • 1a Tracking
  • „+1 Octave“-Feature
  • tadellose Verarbeitung
  • attraktiver Preis

  • CONTRA - GITARRE:
  • winzige Schwächen bei der Notenerkennung im Polymode
  • CONTRA - BASS:
  • Poly-Mode für Bass eher unbrauchbar

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