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Test
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21.09.2013

CME X-Key Test

USB-Controllerkeyboard

Wenn's gut aussehen soll

Mit dem X-Key hat CME ein kompaktes Controllerkeyboard mit zwei Oktaven auf den Markt gebracht, das aussieht wie aus dem Apple Store: Nicht nur das abgerundete Aluminium-Chassis erinnert an die Optik der Computer aus Cupertino, es ist auch extrem flach. Und zwar so flach, dass die schwarzen Tasten auch gleich mit eingedampft worden sind. Sie sind zwar noch schwarz, aber sie sind genauso hoch – oder besser flach – wie die weißen.

Die chinesische "Central Music Company" ist hier mal ganz neue Wege gegangen und hat für das X-Key nicht nur eine andere Tastatur-Technik verwendet, sondern dem Keyboard auch gleich noch polyphonen Aftertouch spendiert. Das ist ja nun mal wirklich eine Seltenheit und Grund genug, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Details

Das CME X-Key ist ein extrem transportables Keyboard und beschränkt sich deshalb auf das Nötigste: keine Pedal-Anschlüsse, keine Drehregler, keine LEDs. Ah, falsch, eine LED gibt es, die sieht der Spieler aber nicht: Eine Leuchte an der Rückseite zeigt an, dass sich das X-Key in Betrieb befindet. Übrigens ganz besonders schick in fast der gleichen Farbe wie das mitgelieferte USB-Anschlusskabel, das in einem leuchtenden Orange mit weißen Anschlüssen daher kommt. Ich habe mir ja mal einen Staubsauger gekauft, weil mich das grüne Stromkabel begeistert hat. So geht das, und damit sind wir schon beim ersten Alleinstellungsmerkmal des X-Key: Es sieht gut aus. Wer auf Apple-Design steht: Hier ist die Tastatur, die aussieht, als sei sie von Apple. 

Das Gehäuse ist nicht aus Plastik, sondern tatsächlich aus Aluminium (was den Rucksack dann auch 600 Gramm schwerer werden lässt) und vorne abgerundet. Auf der Oberseite gibt's die besagte 2-Oktaven-Tastatur, auf die später noch eingegangen wird, sowie links davon sechs Taster: zwei für die Oktavierung, zwei als Pitchbend-Ersatz (eine Taste geht nach oben, die andere nach unten), eine Halte-Taste (MIDI-CC #64, also Sustain-Pedal) und eine Modulations-Taste (MIDI-CC #1, das Modulationsrad). Die Sustain-Taste sendet on/off, Pitchbend und Modulation mit fein aufgelösten Werten und die Oktavierungstaster schalten die Notenwerte eine Okave höher oder tiefer. LED-Anzeige dazu: Schnickschnack. Editor: Schnickschnack. Das X-Key lässt sich nicht weiter programmieren bzw. konfigurieren, auch der Funktionsumfang beschränkt sich damit auf das Wesentliche.

Angeschlossen wird das Keyboard per Micro-B-USB-Stecker. Das sind die kleinen, flachen USB-Stecker, die gerne für Smartphones verwendet werden (es sei denn, sie sind von Apple...). Mit Strom wird das Keyboard über die gleiche Verbindung versorgt. Habe ich schon erwähnt, dass ein orangefarbenes USB-Kabel mitgeliefert wird? Auf dem Tisch steht das Keyboard dann rutschfest, das Eigengewicht und drei Gumminoppen sorgen für einen soliden Stand. Die MIDI-Daten werden über das übliche Protokoll geliefert und so kann man das X-Key an so gut wie jedes Gerät anschließen. Da CME aber so viel Wert auf die iOS-Unterstützung legt: Ohne das optional von Apple erhältliche Camera-Connection-Kit geht da natürlich nichts, aber mit geht's auch mit der neuen Lightning-Schnittstelle, die ja immer noch keine MIDI-Funktionalität spendiert bekommen hat. In diesem Sinne können wir jetzt zum entscheidenden Teil des Tests kommen: die Tastatur. Diese unglaublich flache Tastatur mit polyphonem Aftertouch, kann man darauf überhaupt spielen?

Pro & Contra

  • neues Konzept
  • polyphoner Aftertouch
  • sehr solides Aluminiumchassis
  • klein, aber nicht zu leicht
  • Designerstück

  • Tastatur gewöhnungsbedürftig
  • keine Einstellmöglichkeiten
  • Website und Anleitung noch sehr spartanisch

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