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Test
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14.07.2020

Crazy Tube Circuits Killer V Test

Preamp/Vibrato Effektpedal

Back to the Fifties Vibe

Das Crazy Tube Circuits Killer V Preamp/Vibrato-Effektpedal lässt die goldenen Fünfzigerjahre wieder aufleben. Und zwar aus Sicht der Gitarrenverstärker, denn in dieser Zeit wurden in den Vereinigten Staaten einige Klassiker hergestellt, deren Sound bis in die heutige Zeit auf unzähligen Aufnahmen verewigt wurde. Im Fokus steht dabei der Vibratoeffekt und zwar der authentische, der mit Tonhöhenverschiebung erzeugt wird.
Vorreiter waren in dieser Hinsicht die Magnatone Amps aus den 1950er und 1960er Jahren, die mit einer solchen patentierte Vibratoschaltung bestückt waren. Kombi-Pedale sind angesagt und deshalb hat man hier einerseits den Preamp-Schaltkreis der Magnatone Amps verewigt und als Bonbon obendrauf gibt es natürlich die Vibrato-Schaltung. Bekannte Magnatone-User sind unter anderem Billy Gibbons und Neil Young, und bei diesen Namen weiß man ungefähr wohin die Reise gehen kann. Wie das mit dem Killer V funktioniert, erfahrt ihr in diesem Test.

Details

Das Killer V Pedal kommt im Standardformat im grau lackierten Druckgussgehäuse mit den Maßen 65 x 124 x 55 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 350 Gramm. Auf der Oberseite ist der stilisierte Kühlergrill eines Autos aus der damaligen Zeit dargestellt. Darüber hinaus sind hier natürlich sämtliche Bedien- und Regelmöglichkeiten platziert. Das sind sechs Regler, zwei Kippschalter, zwei Fußschalter und die dazugehörigen Status-LEDs. Allesamt mit soliden Bauteilen bestückt, die den Eindruck machen, dass sie auch eine längere Einsatzzeit im Pedalboard schadlos überstehen. Davon ist auch der Hersteller deutlich überzeugt. Das Killer V wird, wie alle Pedale von Crazy Tube Circuits, in Handarbeit in Athen produziert und hat eine Garantie von fünf Jahren auf alle Bauteile und Funktion. Die Anschlüsse sind komplett auf der Stirnseite geparkt, es gibt Input, Output mit Klinkenanschluss und dazwischen liegt die Buchse zum Anschluss für ein Standardnetzteil (nicht im Lieferumfang). Hier sind wie gewohnt 9V (Center Negativ) angesagt, die Stromaufnahme liegt bei moderaten 39 mA, im Bypass-Betrieb wurden 21 mA mit einem 1Spot mA Meter gemessen.

Bedienung

Der Preamp Sound wird mit vier Reglern eingestellt, hier stehen Bass und Treble für die Klangregelung zur Verfügung, mit Volume und Master wird der Zerrgrad und die Gesamtlautstärke eingestellt. Der Grundsound kann außerdem mit einem Kippschalter zwischen Bright (B), Normal (N) und Mellow (M) variiert werden. Diese Funktionen sind auch in manchen Modellen der Magnatone Amps aus dieser Ära vorzufinden. Der Vibrato-Effekt wird separat aktiviert, funktioniert aber nur mit dem Preamp zusammen, also nicht im Bypass-Mode. Hier stehen die Regler Depth (Effekttiefe - Intensität der Tonhöhenverschiebung) und Speed (Effektgeschwindigkeit) zur Verfügung. Auch hier gibt es einen Kippschalter, mit dem man zwischen Wet und Dry/Wet umschalten kann. Bei Wet durchläuft das Signal komplett den Effektschaltkreis, wenn man die untere Stellung Dry/Wet angewählt hat, wird das Direktsignal parallel hinzugemischt. Auch diese Variante ist in manchen Magnatone-Amps zu finden. Falls die Gainreserven nicht ausreichen, besteht die Möglichkeit, per internem Schalter das Ganze auf "more Gain" umzuschalten. Hierzu muss die Gehäuseplatte abgeschraubt werden und mit einem kleinen Schraubenzieher oder ähnlichem kann dann der kleine Schiebeschalter zwischen M (More Gain) und N (Normal Gain) gewechselt werden.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr gute Verarbeitung, solide Bauteile
  • Zerrsound mit Charakter
  • gute dynamische Ansprache
  • gute Klangqualität des Vibratoeffekts
  • Variationen des Grundsounds - gute Anpassung an Amp und Gitarre
  • Dry/Wet-Schalter

  • keins

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