Gitarre Hersteller_Crazy_Tube_Circuits
Test
1
14.07.2020

Praxis

Für den Praxisteil wird das Killer V Pedal vor einen unverzerrt eingestellten Sovtek MIG-50 geschaltet. Der Amp läuft über eine Marshall 4x12 Box, die mit einem Neumann TLM-103 abgenommen wird. Der interne Gain-Switch steht auf Normal und zuerst wird der Sound des Preamp-Schaltkreises abgeklopft. Für die erste Bestandsaufnahme werden die vier Regler für den Preamp-Schaltkreis in die mittlere Position verfrachtet und ihr hört die drei unterschiedlichen Grundsounds Normal, Mellow und Bright, davor gibt es noch das Bypass Signal, damit man hören kann, in welche Richtung der Sound beim Aktivieren des Killer V verändert wird.

Der Klangcharakter ändert sich klar, wenn das Pedal aktiviert wird. Es gibt ein gutes Pfund unterer Mitten mehr, der Klang ist etwas komprimierter und mit den drei Grundsounds, die sich klar unterscheiden, lässt sich eine Menge anstellen. Generell wird bei den drei Grundsounds der Höhen- und obere Mittenbereich verändert, sodass man den Basis-Sound sehr gut auf Gitarre und Amp abstimmen kann. Von der Gain-Bandbreite her sind unverzerrte Sounds bei minimaler Einstellung des Volume-Reglers möglich, beim Maximalwert erhält man eine saftige Mid-Gain-Zerre. Alles schön dreckig und wenig High-Fidelity, und dazu mit einer guten Portion Kompression bei höheren Zerrgraden. Mit dem Master-Regler wird der Pegel präzise angeglichen. Hier sind die Minimal- und die Maximaleinstellungen des Volume-Reglers.

Nun wird der Vibrato-Effekt hinzugenommen, und der kommt nicht nur mit einer amtlichen Tonhöhenverschiebung, sondern versprüht auch tatsächlich einen angenehm warm klingenden Vintage-Vibe. Die Bandbreite von Depth und Speed ist recht hoch, los geht es mit einer sehr dezenten Tonhöhenverschiebung bei minimalem Depth-Wert. Dreht man den Regler voll auf, eiert das Ganze schon recht stark. Beim Speed-Regler sieht es ähnlich aus, hier gibt es eine absolut langsame Effektbewegung beim Minimalwert, beim Maximalwert beträgt das Effekttempo Sechzehntel bei ca. 108 BPM. Es klingt alles schön weich und harmonisch, sodass man den Effekt auch hohe Settings ausreizen kann, ohne dass er nervt. Mit der Möglichkeit, das Originalsignal noch parallel hinzuzufügen, ist der Effekt in einer etwas abgeschwächten Dosierung vorhanden und man kann damit Sounds erzeugen, die in Richtung Uni Vibe gehen. In den nächsten Beispielen hört ihr verschiedene Einstellungen von Depth und Speed sowie den Unterschied zwischen Wet und Wet/Dry.

Trotz des verstärkten Kompressionsverhaltens bei höheren Zerrgraden ist das Pedal kein Plattmacher und reagiert immer noch gut auf die Aktionen an der Gitarre. Für das Quäntchen mehr Zerrgrad empfiehlt es sich auf jeden Fall, das Pedal mal kurz aufzuschrauben und den Schalter auf "More Gain" umzulegen, denn damit lassen sich auch satte Leadsounds erzeugen. Ansonsten kann das Killer V aber auch mit einem vorgeschalteten Booster etwas angefeuert werden. Hier kommen einige Beispiele mit unterschiedlichen Einstellungen.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr gute Verarbeitung, solide Bauteile
  • Zerrsound mit Charakter
  • gute dynamische Ansprache
  • gute Klangqualität des Vibratoeffekts
  • Variationen des Grundsounds - gute Anpassung an Amp und Gitarre
  • Dry/Wet-Schalter

  • keins

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