Test
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18.01.2010

Daking FET III Stereo Compressor/Limiter Test

Die grün-graue Maus im Rampenlicht

Es gibt sie ja zuhauf, die Stereokompressoren in zwei Höheneinheiten, die oft den Anschein haben, als ginge es ihnen in erster Linie darum, Eindruck zu schinden. Geoff Daking allerdings hat sich bislang an diesem ganz speziellen Showbusiness nicht beteiligt. Stattdessen steckte der Entwickler und Hersteller aus Kalifornien seine Energien vor allem in – zumindest äußerlich – eher unauffällige Tontechnikgeräte, die in der Recordingwelt aber allesamt hohes Ansehen genießen. Was ihn nun dazu bewog, eines seiner Geräte durch eine farbige Gehäusefront zu einem optischen Exoten im Studiorack zu küren, ist nicht bekannt. Doch glücklicherweise entscheiden Tontechniker in der Regel nach Gehör, weshalb sich auch die Mikrofon-Vorverstärker, Kompressoren und die anderen “No-Frills”-Geräte aus Geoff Dakings Werkstätten einen hervorragenden Ruf erarbeiten konnten.

Eigentlich steht Grün in der Recordingwelt für eine von Altec begründete Tradition, die vor allem durch die Arbeit Ted Fletchers für Joemeek lebendig gehalten wurde. Aber auch ein anderes Ausstattungsmerkmal des FET III lässt aufhorchen: Der im Vergleich zum FET II zweikanalige Kompressor verfügt als einziges mir bekanntes Gerät dieser Art nicht nur über einen Schalter, der die Detektorwege beider Seiten miteinander verschaltet, sonder über ein Poti. Ob dies eine sinnvolle Erweiterung ist oder nur ein Marketing-Gimmick, mit dem ein „Alleinstellungsmerkmal” geschaffen werden soll? Das war nur einer der Punkte, die mir durch den Kopf gingen, als ich mit dem unscheinbaren Karton den deutschen Vertrieb “Masteringworks” in Köln verließ.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Klangqualität
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Stereo-Link als Regler ausgeführt

  • minimaler Threshold mit -10 dB recht hoch angesetzt

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