Gitarre Hersteller_Danelectro
Test
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20.11.2020

Danelectro 3699 Fuzz Test

Fuzz-Pedal für E-Gitarre

Fuzzlegende reloaded

Das Danelectro 3699 Fuzz aus der Vintage-Pedalserie ist ein Remake des gefragten Originals aus den Siebzigern, der legendären Foxx Tone Machine, die als Original sehr begehrt ist und zu hohen Liebhaberpreisen gehandelt wird.
Das erfolgreiche Zerrpedal steckte 1971 bei seinem Erscheinen in einem beflockten Metallgehäuse und passte mit seinem zuschaltbaren Octaver perfekt in die damalige Zeit. Leider steht mir kein Original zur Verfügung, aber ich bin trotzdem sehr gespannt, wie Danelectro die Wiedergeburt gelungen ist.

Details

Weil die sehr gefragten Originale leicht ein normales Gitarristenbudget sprengen können, kommt das 3699 Fuzz gerade recht – obwohl es mit knapp 200 Euro auch nicht gerade ein Schnäppchen ist.

Im Lieferkarton findet sich ein Ledersäckchen, das das Pedal umhüllt, dazu eine Bedienungsanleitung, die zahlreiche Einstelltipps gibt. Gummifüßchen konnte ich weder am Pedal noch im Karton entdecken, das sollte in der Preisklasse aber kein Thema sein.

Das 3699 macht einen ausgesprochen robusten Eindruck und steckt in einem rechteckigen Gehäuse. Das ist insofern erwähnenswert, als Danelectro eigentlich für seine eher “kreativen“ Designs bekannt ist, gegen die ein Gehäuse mit Ecken und Kanten fast schon langweilig wirkt. Es bringt 269 Gramm auf die Waage und misst 111 x 60 x 57 mm, dazu wurde das Pedal einem gelungenen “aging“ unterzogen, das nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Regler einschließt.
Die Ein- und Ausgangsbuchsen sind an der Stirnseite angebracht, ebenso der Netzteilanschluss, der auf einen 9-Volt Gleichstrom-Adapter mit innenliegendem Minuspol wartet. Den braucht es auf jeden Fall, denn anders lässt sich das Pedal nicht anwerfen – Batteriebetrieb ist nicht möglich.
Ein Blick auf die Oberseite zeigt drei Regler, einen Kipp- und zwei Fußschalter. Somit besitzt das 3369 einige Optionen für das Feintunen des Sounds. Die drei Regler mit den Bezeichnungen Volume, Fuzz und Tone erklären sich quasi selbst, mit dem Kippschalter lässt sich der Grundsound des Pedals zwischen “Stock“ und “Mid Boost“ schalten, dazu aber im Praxisteil mehr.

Der linke Fußschalter aktiviert das Pedal und bringt eine orangefarbene, sehr hell leuchtende LED zum Glühen, die ein Ablesen der Regler erfolgreich verhindert. Das Pedal besitzt einen True-Bypass, der im inaktiven Zustand das eingehende Signal direkt an den Ausgang weiterleitet. Der rechte Fußschalter aktiviert einen Octave Up, der, wie der Name schon sagt, eine 12 Halbtöne höhere Note hinzufügt.
Bleibt die Frage, warum Danelectro das Pedal mit den Ziffern 3699 benennt. In den 1970er Jahren war es cool, eine Telefonnummer zu besitzen, die den jeweiligen Produktnamen buchstabierte. Die Legende zu unserem Testkandidaten erzählt, dass ungefähr ein Jahr nach dem Start der Foxx-Pedale Steve Ridinger, der Gründer der Firma, entdeckte, dass die Schreibweise von F-O-X-X den Ziffern 3-6-9-9 auf der Tastatur entspricht. Wie es der Zufall wollte, besaß Foxx bereits diese Telefonnummer! Ein Jahr zuvor hatte ihm die Telefongesellschaft zufällig diese Nummer zugewiesen: 213-XXX-3699. Sachen gibt’s!

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • breite Fuzz-Soundpalette
  • tadellose, solide Verarbeitung
  • klanglich sehr flexibel
  • Oktaver integriert
  • zwei Klangmodi
  • geringe Nebengeräuschkulisse

  • hoher Preis
  • zu helle LED

Gehört zu dieser Serie

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