Gitarre Hersteller_Danelectro
Test
1
20.11.2020

Praxis

Für die folgenden Aufnahmen habe ich meine Fender Telecaster geschultert und parke das Pedal vor meinem Marshall JVM 410. Das Boxensignal führe ich in eine Universal Audio OX Box und wähle eine mit Greenback Speakern bestückte Box.

Los geht es mit dem Grundsound, also ohne Pedal.

In den nächsten Beispielen aktiviere ich das 3699, drehe alle Regler auf 12 Uhr und schalte erst in den Stock-, dann in den Mid-Boost-Modus.

Das Pedal ermöglicht es, zwischen zwei gänzlich unterschiedlichen Fuzz-Tonalitäten zu wechseln. Dabei geht der Mid-Boost, wie es der Name schon sagt, deutlich mittiger ans Werk, das Stock-Setting liefert den bekannten, ausgehöhlten Fuzz-Sound, der ungemein fett daherkommt. Attacks sucht man hier vergebens, es geht bekanntermaßen direkt mit der Zerre los.

Nun möchte ich herausfinden, wie sich der Oktave Up im Klang widerspiegelt. Auch hier ist erst der Stock, dann der Mid Boost aktiv.

Das gefällt mir sehr gut, die Oktave öffnet erwartungsgemäß die Tür nach oben und sorgt für zusätzliche Direktheit. Positiv fällt auch die geringe Nebengeräuschkulisse auf.

Ich drehe den Fuzz-Regler nun in die Maximalstellung und schalte wieder den Kippschalter im zweiten Beispiel von Stock auf Mid Boost.

Mit dem maximalen Zerrgrad kommt der bekannte überdrehte Fuzz-Sound zustande, der dank der beiden Modi in gänzlich verschiedenen Klanggefilden spielt und damit das Einsatzgebiet des Pedals erheblich erweitert. Die einzelnen Töne brechen nicht weg, stattdessen bleibt ein singender, langanhaltender Ton, mit dem sich aber auch, wie man hören kann, durchaus akzentuiert und schnell spielen lässt, ohne dass er wegbricht.

Der Fuzz-Regler bleibt in der Maximalstellung, ich schalte aber jetzt den Octave-Schalter hinzu. Wieder geht es mit der Stock-Einstellung los.

Hier kommt ein komplett überdrehter, vollkommen verzerrter Sound zustande. Dabei hält sich auch hier die Nebengeräuschkulisse vornehm zurück.

In den letzten Beispielen möchte ich herausfinden, wie sich der Tone-Regler in beiden Positionen des Kippschalters bemerkbar macht. Dazu drehe ich ihn erst in die Minimal-, dann in die Maximalstellung.

Auch der Tone-Regler präsentiert sich als mächtiges Tool, das in beiden Modi für eine weitere Klangausbeute sorgt. 

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • breite Fuzz-Soundpalette
  • tadellose, solide Verarbeitung
  • klanglich sehr flexibel
  • Oktaver integriert
  • zwei Klangmodi
  • geringe Nebengeräuschkulisse

  • hoher Preis
  • zu helle LED

Gehört zu dieser Serie

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