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Test
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25.04.2014

Darkglass Duality - Dual Fuzz Engine Test

Fuzzpedal

Moderner Klassiker

Der Darkglass Duality Fuzz Engine im bonedo-Test  -  Nachdem Darkglass mit den Microtubes  Overdrive-Pedalen bereits ein große Bandbreite von aggressiven, modernen Overdrivesounds bis zu samtweichen Vintage-Röhren-Ampsimulationen abdeckt, war es für Douglas Castro an der Zeit, sich um den Verzerrerklassiker schlechthin zu kümmern und ein Fuzz-Pedal für Bassisten zu konstruieren. 

Die Fuzz-Interpretation aus Helsinki wurde auf den Namen „Duality“ getauft, weil das Gerät in der Tat zwei unterschiedliche Fuzz-Engines beherbergt, die für eine möglichst große Klangvielfalt sorgen sollen. Doug Castro legte bei der Entwicklung außerdem viel Wert auf eine große Klang-Konsistenz - das „Duality“ sollte mit allen Arten von Bässen und Bass-Equipment funktionieren und gleichermaßen gute Ergebnisse liefern. 

Details

Kein Wunder, dass auch der wichtigste Regler des Darkglass Fuzz-Pedals die Bezeichnung „Duality“ trägt. Der Duality-Regler ist nämlich die Soundzentrale des Pedals, mit ihm lassen sich die beiden Fuzz-Schaltungen nach Belieben mischen. Auf der linken Seite des Reglerwegs sitzen eher vintageartige Fuzzsounds, die auf klassische Art mit einer Rechteckschwingung erzeugt werden, auf der rechten Seite die fetten Hi-Gain-Fuzzsounds moderner CMOS-Schaltungen. Durch die Kombination beider mit dem Mischregler entstehen logischerweise unzählige Klangschattierungen, die dann mit den anderen drei Reglern weiterverarbeitet werden. Der Filter-Regler bestimmt den hochfrequenten Anteil des Signals, mit dem Level-Regler wird die Lautstärke des Effektsignals justiert und der Blend-Regler mischt schließlich das unbearbeitete Signal mit dem Fuzz-Sound. Das saubere Signal bleibt dabei in der Lautstärke immer gleich, während die Blend-Ratio mit dem Level-Regler, der ja nur das Fuzz-Signal steuert, feinjustiert wird. Damit sind wir mit den Regelmöglichkeiten auf der Oberseite des Duality auch schon durch, denn wider Erwarten fehlt der Gainregler. Doug Castro entschied sich nach intensivem Experimentieren für einen feststehenden Gain-Anteil, mit dem das Duality seiner Meinung nach am besten klingt. 

Das Pedal kann denkbar einfach in ein bestehendes Setup integriert werden, in die Klinkenbuchse auf der rechten Seite wird der Bass gesteckt, der Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite leitet das Signal zum Verstärker, genau so, wie wir es von anderen Bodentretern kennen. Die Stromversorgung muss über ein 9Volt-Netzteil erfolgen, Darkglass verzichtet nämlich aus Umweltgründen bei all seinen Pedalen auf einen möglichen Batteriebetrieb. Leider liegt der Netzanschluss genau vor der Eingangsbuchse auf Höhe des Fußtasters. Diese ungünstige Position habe ich schon bei den anderen Darkglass Pedalen Microtubes B3K und Microtubes Vintage bemängelt, weil die Kabelverlegung auf einem Pedalboard in vielen Fällen dadurch echt knifflig wird. Davon abgesehen gibt es an der Konstruktion des in den USA bei 3Leaf-Audio handgefertigten Boutique-Pedals nichts zu meckern. Das Metallgehäuse und alle Komponenten sind klasse verarbeitet und werden normalen Bühnenanforderungen lange Zeit unbeschadet überstehen. 

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • super Soundqualität
  • hohe Soundvielfalt durch Dual Fuzz Engine
  • großer Praxiswert der Blend- und Level-Sektion
  • einfache Bedienung
  • 1a Konstruktion und Verarbeitung

  • ungünstige Position des Netzanschlusses

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