Test
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15.08.2015

dBTechnologies Ready 4 Presenter Test

Akkubetriebener Aktivmonitor mit Handsender

Kabellos und kräftig!

dBTechnologies hat mit den Modellen Ready 4, Ready 4 Fun und Ready 4 Presenter eine neue Aktivboxen-Serie im ProgrammDer italienische Hersteller hatte sich zunächst als Zulieferer von Lautsprecherkomponenten einen guten Namen erarbeitet. Seit den 90ern richtet sich das Augenmerk auf die Entwicklung eigener Produkte, wie beispielsweise meinen heutigen Gast Ready 4 Presenter mit dem Handsender Ready 4-860M. Das Zweiwege-Lautsprechersystem liefert 100 Watt Sinus und soll mit dem integrierten Akku bis zu acht Stunden Netzunabhängigkeit bieten. Damit dürfte die nächste Kleinbeschallung oder Präsentation gerettet sein, oder? Wir werden sehen.

Details

Raus aus der Verpackung und zur Begutachtung rauf auf den Tisch: Ein 10-Zoll-Lautsprecher und ein 1-Zoll-Horn, angetrieben von einem 100 Watt (200 Watt Peak) starken Class-D Bi-Amp, residieren in einem schwarzen Kunststoffgehäuse aus Polypropylen mit Metallschutzgitter, Gesamtgewicht 11,3 Kilo. Das Abstrahlverhalten ist mit 80/65 x 60 Grad beziffert, der Frequenzbereich reicht von 70 Hz bis 20 kHz und die Trennfrequenz liegt bei 1950 Hz.

Dem Transport dient ein oben im Schwerpunkt der Box versenkter Griff. Die linke und rechte hintere Gehäusekante ist leicht angewinkelt (43 Grad), was auch einen Einsatz als aktiven Bühnenmonitor ermöglicht. Zwischen diesen Kanten sitzen auf einem 9,5 Zentimeter breiten Steifen die Eingänge und Bedienelemente, darüber das Display. Ein Kippschalter schaltet ein (grüne LED), aus oder auf Batteriebetrieb um. Eine rote LED signalisiert den Betrieb der Schutzschaltung, die bei Übersteuerungen oder internen thermischen Problemen anspricht.

Stelle ich die Box auf den Kopf, entdecke ich eine integrierte Aufstellschiene und zwei Gummifüße sowie einen 35er-Stativflansch mit Feststellschraube zur Sicherung des Systems. Zur Ready 4 wird ein deutschsprachiges Handbuch geliefert, das gut und verständlich alle Fragen beantwortet.

Für Mikrofon- und Line-Signale, die Auswahl erfolgt mittels Schiebeschalter, ist eine XLR/Klinke-Combobuchse verbaut. Es folgen zwei Cinch-Eingänge und eine USB-Schnittstelle zur Musikwiedergabe vom Stick. Ein Bluetooth-Receiver ist ebenso an Bord. Auf der rechten Seite dieser Frontplatte sitzen vier Lautstärkeregler, einer für die Gesamtlautstärke und die anderen für den Mic/Line Eingang, den integrierten Funkempfänger und das Bluetooth/USB-Signal. Firmware-Updates werden ebenfalls per USB-Buchse eingespielt, die Summe lässt sich via Standard-Klinkenausgang an eine weitere Ready 4 routen.

Display

Das OLED-Display, ein leuchtendes Dünnschichtbauelement aus organischen halbleitenden Materialien, misst 35 x 18 Millimeter. Es hat eine hellgelb scheinende, gut sichtbare Anzeige, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen funktioniert. Mittels vier Drucktastern kann der Anwender im Menü navigieren und die gewünschten Einstellungen vornehmen. So müssen etwa Bluetooth-Weg oder USB-Eingang zunächst aktiviert werden, bevor die Verbindung funktioniert. Eine Aussteuerungsanzeige für die Eingänge und den Master lässt sich ebenso aufrufen wie ein Master-EQ mit drei festen Presets, dargestellt durch sieben EQ-Balken (Voice, Play, Live). Oben rechts ist der Ladezustand der integrierten Batterie abzulesen.

Etwas gewöhnungsbedürftige sind die 9 x 9 Millimeter großen Cursortasten unter dem Display. Sie reagieren nur, wenn man den Fingernagel mit viel Schmackes direkt in das Zentrum der Taste bohrt. Wer seine Fingernägel schützen will, sollte besser die Rückseite eines Kugelschreibers oder einen anderen stumpfen Gegenstand benutzen.

Ready 4-860M Handsender

Der Handsender Ready 4-860M (Nierencharakteristik) ist 232 Gramm schwer und wird über einen versenkt eingesetzten Taster in Betriebsbereitschaft versetzt. Ein kurzer Tastendruck schaltet das Mikro stumm, woraufhin eine blaue LED im unteren Teil des Mikrofons blinkt. Um die Batterien (2 x AA) zu wechseln, wird die äußere Gehäuseabdeckung einfach nach unten gezogen. Mit einem kleinen Uhrmacherschraubendreher lässt sich der Audiopegel des Mikrofons anheben oder abschwächen sowie der UHF-Bereich in den Grenzen von 863,050 - 865,000 MHz variieren. 16 verschiedene Kanäle sind möglich und die Frequenzen sind intern auf die Antenne des Handsender gedruckt. Der Frequenzgang ist mit 35 Hz - 15 kHz angegeben. Zeit für den Praxisteil. 

Pro & Contra

  • Kräftiger und ausgewogener Klang
  • Bis zu 8 Stunden Batteriebetrieb
  • Einfache, intuitive Bedienung
  • Viele zeitgemäße Verbindungsmöglichkeiten

  • Schwergängige Cursor-Tasten

Gehört zu dieser Serie

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