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09.12.2020

Die besten Monitorboxen / Aktivlautsprecher für DJs bis 800 Euro

Aktive Nahfeldmonitore bis 800 Euro pro Paar, die zum Auflegen und Produzieren taugen

Wer sich ein DJ-Setup zuhause aufbauen möchte, kommt nicht um die Anschaffung von Lautsprechern herum. Notfalls tut es vielleicht die noch bestehende Stereoanlage, eine solche ist aber gerade bei der jüngeren Generation keine Selbstverständlichkeit mehr. In diesem Feature möchten wir euch ein paar aktive Monitorboxen vorstellen, die noch relativ günstig sind und einige Vorteile bieten.

Aktive Lautsprecher sind nämlich nicht auf einen Verstärker angewiesen, ihr könnt diese also direkt mit dem Mischpult, Audiointerface oder dem DJ-Controller (Audioausgang vorausgesetzt) verbinden.

Die hier vorgestellten Speaker eignen sich aber auch für Homestudio-Anwendungen – wer zu Hause auch an neuen Tracks bastelt oder das vorhat, findet hier ebenso passende Begleiter. Preislich und qualitativ gibt es da natürlich ordentliche Unterschiede. Wir nehmen uns hier Monitorboxen vor, die im Paar nicht mehr als 800 Euro maximal kosten.

Home-Equipment versus professionelle PA-Boxen

Wie ihr an den Kommentaren seht, führt der Titel bei einigen Lesern vielleicht zu Missverständnissen – auch wenn wir in der Einleitung direkt darauf hinweisen, dass es um ein DJ-Setup oder das Produzieren von Tracks in den heimischen vier Wänden geht.

Monitore, die ihr im Clubbetrieb oder auf einer Party oder einem Festival benutzen könnt, stehen hier also nicht im Vordergrund. Insofern ihr nicht selbst die Veranstalter seid, sind solche Geräte ja auch bereits in der Booth installiert. Wer selbst Veranstaltungen macht, arbeitet oftmals auch mit PA-Verleihern zusammen. Und die können euch bestimmt sehr gut beraten, welche Boxen für diese Zwecke zu empfehlen sind. 

Außerdem soll es auch nicht darum gehen, dass eine bestimmte Musikrichtung besonders „gut“ klingt. Tatsächlich steht eine eher neutrale Wiedergabe im Vordergrund. Die ist beim Produzieren von eigenen Titeln oder Remixen letztendlich wichtiger als „superfetter Bass“ oder knallende Lautstärke.

Und auch wenn ihr Mixes für Mixcloud oder ähnliche Services machen wollt oder einen Stream macht, profitiert ihr durchaus von diesen Empfehlungen. Und selbstverständlich habt ihr auch mit diesen Empfehlungen Spaß und „stabilen“ Sound. Falls ihr mehr Bass und Druck haben wollt, könnt ihr auch im Nachhinein jederzeit mit einem Subwoofer aufrüsten. Und jetzt viel Spaß bei der Lektüre!

Unsere Empfehlungen

IK Multimedia iLoud MTM - 405,99 UVP / Stück

Die iLoud MTM von IK Multimedia ist eine sehr kompakte Monitorbox, die auch sehr gut auf den Schreibtisch passt. Ihr könnt den Lautsprecher sowohl vertikal als auch horizontal und auf dem beiliegenden Stativ aufstellen. Wenn ihr wenig Platz habt, bietet sich dieses Modell sehr gut an.

Trotz der geringen Maße kommt hier ein überraschend lauter Sound mit durchaus kräftigem Bass heraus. Der Frequenzgang geht immerhin von 50 Hz bis 24 kHz. Das erwartet man bei der kleinen Bauform nicht unbedingt. Die Wiedergabe bleibt neutral und gibt beim Mixen die Musik recht linear wieder. Damit eignet sich der Aktivmonitor auch sehr gut zum Produzieren von eigenen Tracks.

Richtig genial ist das beiliegende Messmikrofon, mit dem ihr den Monitor sogar genau an die Gegebenheiten des Raums anpasst. Das passiert automatisch über eine digitale Kalibrierung. Das ist in dieser Preisregion wirklich etwas besonderes.

Pro und Contra

+ präziser, linearer, neutraler Klang

+ sehr viel Bassvolumen trotz kleiner Bauform

+ mitgeliefertes Einmesssystem

+ günstiger Preis

+ flexible Aufstellung

- keine Auto-Power-Funktion

Zum IK Multimedia iLoud MTM Test

Produktseite auf thomann.de

 

 

Kali Audio LP-6 – 178 Euro/Stück (UVP)

Der Kali Audio LP-6 ist ein Zweiwege-Aktivmonitor mit einem Frequenzgang von 39 bis 25.000 Hz (-10 dB) oder 47 bis 21.000 Hz (+/- 3 dB). Mit dem 6,5-Zoll-Tieftöner, dem 1-Zoll "Soft Dome" Hochtöner und zwei Class-D-Verstärkern mit jeweils 40 Watt Leistung bringt der Speaker ausreichend Leistung und schafft einen Schalldruck von 112 dB. Der EQ an der Rückseite hilft euch dabei, die Aktivlautsprecher an den Raum anzupassen.

Dass ihr mit Cinch, Klinke und XLR gleich drei Anschlussmöglichkeiten bekommt, ist ein weiterer Vorteil. Durch den eher ausgewogenen Klang eignet sich die Kali Audio LP-6 auch sehr gut zum Mixen von euren Tracks. Ein richtiges Allround-Talent mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis.

Pro und Contra

+ Preis-Leistungsverhältnis

+ drei Anschlussvarianten (Cinch, Klinke und XLR)

+ viele DSP-Features per DIP-Schalter 

- bisweilen etwas bissige Höhenwiedergabe 

 

Zum Kali Audio LP-6 Test

Produktseite auf Thomann.de

Mackie MR 824 – 296,31 Euro/Stück (UVP)

Der aktive 2-Wege-Nahfeldmonitor Mackie MR 824 hat einen 8-Zoll-Woofer mit 55 Watt und einen 1-Zoll-Hochtöner mit 30 Watt. Der Frequenzgang von 38 bis 20000 Hz (-3dB) bringt auch die Bässe gut zur Geltung. 107 dB SPL beträgt der Schalldruck.

Die Frequenzen für Bässe und Höhen könnt ihr in drei Stufen verstellen und somit den Klang an den Raum anpassen. Cinch, Klinke und XLR sind als Eingänge vorhanden, damit seid ihr sehr flexibel. Der Sound ist laut unserem Testbericht sauber und ausreichend laut. Wer den Bassbereich noch ein bisschen aufbrezeln will, findet mit dem Mackie MRS10 einen passenden Subwoofer.

Pro und Contra

+ gutmütiger, detaillierter Sound

+ pragmatische Ausstattung

+ hochwertige Verarbeitung

+ toller Look

- nutzloses Standby

 

Zum Mackie MR 824 Test

Produktseite auf Thomann.de

Adam T7V – 239 Euro/Stück (UVP)

Dieser 2-Wege-Nahfeldmonitor hat einen 7-Zoll-Tieftöner aus Polypropylen, einen 1,9-Zoll-U-ART-Hochtöner, wird von einem Class-D-Verstärker angetrieben und bringt in der Summe 70 Watt Leistung (50 Watt Tieftöner, 20 Watt Hochtöner). Mit einem Schalldruck von 110 dB und einem Frequenzgang von 39 bis 25000 Hz bringt er gute Voraussetzungen für ein ordentliches Heim-Setup mit.

In unserem Test wird dem Adam T7V eine potente Basswiedergabe bescheinigt, das liest man doch gerne. Auch Transienten und Höhen bildet dieser Aktivmonitor gut ab. Mit XLR und Cinch ist der Lautsprecher mit ausreichend Eingängen gesegnet, eine Klangregelung an der Rückseite ist ein weiteres Extra.

Pro und Contra

+ preisbezogen sehr gute Wiedergabeeigenschaften

+ präzise Transienten- und Höhenabbildung

+ Klangregelung

+ potente Basswiedergabe

+ ansprechendes Erscheinungsbild

- klangliche Abweichungen beider Tieftöner im Lautsprecherpaar

- Mitten etwas unterrepräsentiert

 

Zum Adam T7V Test

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PreSonus Eris E8 XT – 249 Euro/Stück (UVP)

Die PreSonus Eris E8 XT ist ein aktiver 2-Wege-Monitor, der mit dem 8-Zoll-Tieftöner genügend Bass mitbringt, um beim Mixen Spaß zu haben und gleichzeitig einen neutralen Sound abliefert. Ihr könnt damit also auch sehr gut Remixe oder eigene Tracks erstellen.

Der Frequenzbereich von 35 Hz bis 20 kHz seid ihr für sämtliche Aufgaben gewappnet, wenn ihr noch mehr Bass wollt, könnt ihr auf einen zusätzlichen Subwoofer des Herstellers zugreifen. Anschlüsse für Cinch, Klinke und XLR lassen euch den Lautsprecher in so ziemlich jedem Setup einbinden. Mit Low-Cut, Höhen- und Mittenregler passt ihr die Eris E8 XT an die Eigenschaften des Raums an. Sehr praktisch ist auch die Überhitzungs-, Transienten- und Subsonic-Schutzschaltung.

Pro und Contra

+ linearer Gesamtklang
+ gute Verarbeitung

+ umfangreiche Anschlüsse

+ günstiger Preis

+ praxisgerechte Optionen für Raumanpassung

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JBL LSR 305P MKII – 248 Euro/Stück (UVP)

JBL ist seit langer Zeit ein berühmter Name bei Lautsprechern. Mit dem 2-Wege-Nahfeldmonitor 305P MkII bietet der Hersteller eine eher kompakte Variante mit einem 5-Zoll-Tief und 1-Zoll-Hochtöner an. Separate Class-D-Verstärker mit einer Leistung von jeweils 41 Watt treiben diesen an.

Der Schalldruck wird mit einem Maximalpegel von 108 dB angegeben, der Frequenzgang geht von 49 bis 20000 Hz (±3 dB). Klinke und XLR sind als Eingänge vertreten. Mit zwei Schaltern könnt ihr auf der Rückseite den Klang anpassen. Für einen überschaubaren Preis bekommt ihr eine gute Transienten Abbildung, ein lebendiges Stereobild und eine gelungene Frequenzabstimmung.

Pro und Contra

+ detailfreudige Wiedergabe

+ gute Transienten Abbildung

+ praxisgerechte Klangregelung

+ gelungene Frequenzabstimmung

+ präzises und lebendiges Stereobild

+ magnetische Abschirmung

+ sehr günstig

- leichtes Rauschen wahrnehmbar

 

Zum JBL LSR 305P MKII Test

Produktseite auf Thomann.de

Yamaha HS 7 – 194 Euro/Stück (UVP)

Optisch ist der Yamaha HS 7 wahrscheinlich einer der Lautsprecher, die am meisten Assoziationen auslösen. Das hat mit der berühmten NS10 zu tun, die den Look „schwarzes Chassis, weiße Woofer“ in viele Köpfe verankert hat. Auch die neue Reihe mit der Bezeichnung „HS“ führt diese Optik fort, wobei mittlerweile auch das Gehäuse in verschiedenen Farbvarianten (Schwarz, Grau, Weiß) erhältlich ist.

Yamaha HS 7 ist ein Zwei-Wege-Nahfeldmonitor, der mit einem 6,5-Zoll-Woofer und 1-Zoll-Hochtöner daherkommt. Mit einem Frequenzgang von 43 Hz bis 30 kHz (-10 dB) und 55 Hz bis 24 kHz (-3 dB) bringt der Aktivmonitor genug Bass mit, um den Mix im Griff zu behalten. 95 Watt Ausgangsleistung wird vom Hersteller angegeben.

Als Eingang stehen XLR und Klinke zur Verfügung. Unser Test bescheinigt einen linearen Gesamtklang, eine gute Verarbeitung und eine pragmatische Ausstattung. Wer es noch etwas „dicker” mag, wirft einen Blick auf den Yamaha HS 8. 

Pro und Contra

+ pragmatische Ausstattung

+ linearer Gesamtklang

+ gute Verarbeitung

+ günstig

- wenig Filter

 

Zum Yamaha HS 7 Test

Produktseite auf Thomann.de

Veröffentlicht am 09.12.2020

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