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7
25.10.2016

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs - Pink Floyd: "Money"

Legendäre Bass Hit-Riffs zum Nachspielen

Die berühmtesten Bass Riffs in Noten und Tabs

Zweifellos wird die rhythmische Welt der westlichen Musik vom 4/4-Takt dominiert. Nur wenige Songs im Bereich der Pop- und Rockmusik, die sich eines ungewöhnlichen Metrums bedienen, haben weltweit Bekannheit erlangt. Da wäre beispielsweise Dave Brubecks "Take Five" im 5/4-Takt. Im 7/4-Takt bewegen sich Songs wie "All you need is Love" von den Beatles, oder auch oder Peter Gabriels "Solsbury Hill". Insbesondere ein Chartbuster jedoch hat den 7/4-Takt gesellschaftsfähig gemacht: "Money" von der britischen Band Pink Floyd!

Der Song erschien 1973 auf dem Album "Dark Side of the Moon" und wurde auch als Single ausgekoppelt. "Money" gilt prouktionstechnisch als Wegbereiter des Looping und Sampling. Was man zu jener Zeit noch als "rhythmische Soundcollage" bezeichnete, bei der mühselig auf Tonband aufgenommene Geräusche per Hand geschnitten und wieder mit Klebeband zusammengesetzt werden mussten, um schließlich einen Beat zu generieren, war in den frühen 70er-Jahren geradezu revolutionär!

Main Riff

Die Komposition von Roger Waters verläuft weitgehend über ein abgewandeltes Bluesschema. Interessanterweise gibt es innerhalb des Riffs Akzentverschiebungen, die man als Taktwechsel interpretieren kann. Allerdings nicht zwingend: zählt man die 7/4 strikt durch, so bleibt das Riff auch ohne Unterbrechung durchzählbar. Neben dem 7/4-Takt ist eine weitere Besonderheit des Grooves von "Money", dass er als Shuffle gespielt wird, also ternär phrasiert wird, wie man an den notierten Triolen erkennen kann.

Roger Waters spielt das Riff mit dem Plektrum auf einem Fender Precision Bass. Dabei verwendet er die Palm-Mute-Technik, bei der die Anschlaghand die Saiten im Bereich der Brücke mit dem Handballen abdämft, während sie mit dem Plektrum angeschlagen werden. Interessant ist dabei, wann Roger Waters Up- und Downstrokes mit dem Plektrum ausführt und wie er im Riff Leersaiten anstelle der gegriffenen Töne "A" und "D" verwendet (siehe Tabulatur). Das Riff ist alles andere als einfach zu spielen, denn speziell die Abwärtsbewegung bei den Triolen ist gewöhnungsbedürftig. Aber hören wir uns das Beispiel zunächst doch erst einmal an!

Die nachfolgenden Noten beginnen mit dem zweiten Teil der Strophe, um das Beispiel kompakt zu halten: 

Den Sound erreicht man mit einem Precision Bass ohne großen Aufwand. Essentiell ist dabei jedoch, die Saiten wie beschrieben mit dem Plektrum nahe der Bridge anzuschlagen und mit dem Handballen abzudämpfen.

Nachfolgend findet ihr alle relevanten Infos darüber, wie ich den Sound erzielt habe, der im Beispiel zu hören ist.

Bass:

  • Fender Precision Bass (Volumen- und Höhenpoti voll offen)
  • gespielt mit Plektrum
  • Anschlag nahe am Steg
  • Saiten abgedämpft (Palm Mute)

DI/Amp/Box:

  • ohne DI direkt in DAW
  • leichte Kompression durch CLA-2A-Simulation
  • Tubeamp-Simulation
  • 15"-Speaker-Simulation
  • Mic-Simulation EV RE-20

Viel Erfolg und bis zum nächsten Workshop!

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