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12.09.2019

Die besten DJ-Controller für Serato DJ Pro und Lite

Die besten Serato Controller im Vergleich: USB-MIDI-Controller mit Audiointerface, DVS, PAD-Controller und Effektboards

Serato DJ hat eine lange Reise hinter sich, vom Release des Urvaters Serato Scratch Live bis hin zur heutigen Serato DJ Pro- und Lite-Edition. Einiges hat sich seitdem getan: Auflegen mit vier Decks, nachkaufbare Effekterweiterungen, Videomixing und die stetige Verbesserung der „Serato-Königsdisziplin“: Digitales Vinyl System.

Mittlerweile haben die Neuseeländer auch je eine Studio- und Sampling-App entwickelt. Das Produktportfolio trifft auf einen breiten Anwenderkreis von Club-, Party-, Working- und Scratch-DJs. Mit der aktuellen Serato-Version (hier findet ihr unsere Crashkurs-Serie) könnt ihr allerdings nicht nur Musik auflegen und Samples abfeuern, die lokal auf eurem Rechner oder einer externen Harddisk vorliegen …

Vielmehr gestattet die Software, euch aus dem musikalischen Fundus kooperierender Streaming-Anbieter zu bedienen. Diese sind zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen (09/2019) die kostenpflichtigen Abo-Dienste von Tidal und Soundcloud Pro (DJ-Software mit Musik-Streaming), doch es dürften noch weitere folgen.

Zertifizierte Serato-Audiohardware vorausgesetzt

Selbstverständlich bietet das DJ-Programm auch Controller-Support, es setzt aber in jedem Fall (mal abgesehen von der Splitterkabel-Lösung „Serato Play“) eine zertifizierte Audiohardware voraus. Dies betrifft Mixer, Controller und Soundkarten gleichermaßen, womit sich eine DVS-Lösung (Vergleich: Die besten DVS-Mixer) ebenso anstreben lässt, wie das Nutzen externer Player (Denon SC5000, Pioneer CDJ2000NXS2 etc.) oder „Accessoires“, wie den Turntable-Controller RANE Twelve.

Zur Liga der Hersteller aktueller Controller für Serato zählen beispielsweise Pioneer DJ, Denon, Numark, Mixars, Hercules, Reloop und Allen&Heath. Es ist also quasi für jeden Geldbeutel etwas dabei, angefangen beim 75 Euro Tool Hercules DJ-Starlight, der mit Serato Lite ausgeliefert wird, über FX-Controller wie den AKAI AFX oder einen Pioneer DDJ-1000SRT für 1500 Euro. 

Ich erinnere mich dabei noch gut an die Anfangszeiten von „Serato als Controller-Software“ namentlich „Itch“. Der erste kompatible Controller war der Vestax VCI-300, den ich 2009 für Bonedo.de testen durfte.

Und der kostete seinerzeit fast 892 Euro UVP. Die muss man heutzutage erfreulicherweise nicht mehr hinlegen, um einen Dual-Deck Serato DJ-Controller zu bekommen. Allerdings werden die „Einsteigermodelle“ mit der Lite-Software ausgeliefert. Das reicht für die ersten Gehversuche jedoch erst einmal aus. Nichtsdestotrotz lässt die Lite-Software auch einige, für manchen DJ mitunter essenzielle Features vermissen.

Hier mal eine kleine Gegenüberstellung der Key-Features …

Key-Features Serato Lite

  • 2 Decks
  • Basic Sync
  • 4 Cuepoints
  • 4 Samples
  • Keine erweiterten Features, Recording oder MIDI-Mapper
  • Mögliche Erweiterung: Serato Play

Key-Features Serato DJ Pro

  • 4 Decks
  • Pro Sync
  • 8 Cuepoints
  • 32 Samples
  • Record
  • MIDI
  • Key-Analyse
  • Slicer
  • Beat Jump
  • Quantize
  • DVS
  • Außerdem beinhaltet die Pro-Edition zahlreiche Einstellmöglichkeiten via Setup-Menü
  • On-top kann diese mit der Serato Remote App für iOS bedient werden
  • Mögliche Erweiterung: Serato Play, Flip, Video Pitch 'n Time DJ, Serato FX Packs.

Die Serato Vollversion schlägt mit 10 Dollar monatlich oder 129 Dollar einmalig zu Buche. Weitere Plug-ins kosten extra. Interessant auch: Inzwischen kann man mit den hochpreisigeren DJ-Controllern die DVS-Funktionalität nutzen, also mit Steuervinyl auflegen, was zuvor nur mit den Audiointerfaces und einigen ausgewählten Mixern möglich war.

Unsere Empfehlungen

Einige der besten Controller-Lösungen für Serato DJ, die wir in der letzten Zeit im Test hatten, stellen wir euch in diesem Artikel vor. Anspruch auf Vollständigkeit erheben nicht, sind aber für Anregungen offen. Wenn ihr Lust habt, teilt uns in den Kommentaren auch gern mit, welche Geräte ihr verwendet und warum es genau diese sind.

Top DJ-Controller für Serato DJ unter 100 Euro

Wer gerade mit dem Auflegen anfängt, möchte vielleicht erstmal sein Budget schonen, statt gleich sein Konto zu plündern. Die gute Nachricht: Mit unter 100 Euro seid ihr schon dabei. Das Format ist Widescreen plus Mini-Jogs. Anschlüsse für Kopfhörer und Anlage gibt es natürlich auch. Bei Numark sogar eine integrierte Lightshow. Seht selbst:

Top DJ-Controller für Serato DJ von 100 - 300 Euro

Mit den Geräten in der Preisklasse von 100- 300 Euro kann man schon etwas mehr anfangen, als nur Studentenbuden- oder Wohnzimmer-Partys abreißen. Ein integriertes Audiointerface ist bei Serato mal abgesehen von den Accessoires und Play natürlich Pflicht. Im Detail unterscheiden sich die Geräte hinsichtlich ihrer Ausmaße und kleiner Funktionsabweichungen, aber man darf wohl behaupten, dass nicht nur Gelegenheitsanwender, sondern auch erfahrenere DJs oder Digital-Umsteiger in diesem Preissegment ein passendes Angebot finden können.

Dual-Deck mit amtlichen Jogwheels und entsprechend ausgestattetem Mixer ist hier quasi Standard, ebenso wie ein Kopfhörer- und Anlagenanschluss, dazu gesellen sich kleinere FX-Bataillone und multifunktionale Pads und auch schon mal Mikrofon- und Aux-Eingang für das Smartphone. Hardware-FX und einen Standalone-Mixer darf man jedoch noch nicht erwarten. Eine Ausnahme hier bildet der AMX von AKAI, denn der bietet zwei Phono/Line-Inputs für DVS nebst Innofader zum Preis von 199,- Euro. 

Top DJ-Controller für Serato DJ von 300 - 700 Euro

In dieser Preisklasse trifft man auf einige hochinteressante Modelle für den mobilen Party- & Wedding-DJ, wie auch für den effektverliebten Electro-Fan oder Scratcher. Um in unterschiedlichen Einsatzszenarien zu bestehen, warten die Kommandozentralen in der Regel mit komplexeren Ausstattungsmerkmalen auf. Dies können zusätzliche Mikrofonanschlüsse sein, Eingänge für externe Zuspieler, separaten Signalausgabepfade für die Haupt-PA (PA-Anlagen im Testmarathon) und die Abhörboxen des DJs.

Der Vorteil kompakter Einheiten liegt auf der Hand: Das Teil nimmt on-the-road nicht viel Platz weg und lässt sich auch mittels Gigbag in der U-Bahn mitnehmen (Berater: DJS on Tour), ohne dass einem der Schweiß von der Stirn rinnt. Eine Rock-solide Metallcase-Konstruktion wie beim Denon MC-4000 hält zudem schon einiges aus. Vielleicht möchte man auch gleich etwas mit vier Deck-Option bzw. vier Mischpultkanälen. Das erspart einem lästiges Umschalten im Mixer. In der Preisklasse von 300 bis 700 Euro sind einige Top DJ-Controller vertreten, die Semiprofis und ambitionierte Einsteiger gleichermaßen ansprechen dürften

Top DJ-Controller für Serato DJ über 700 Euro

Hier treffen wir auf die Crème de la Crème der Serato Controller. Konzipiert für professionelle Working-, Wedding-, Party- und Remix-DJs, die in Sachen Qualität und Sound keine Kompromisse eingehen wollen.

Von der externen Mixer-Funktion für weitere Zuspieler, multiplen Mikrofonanschlüssen für Moderation, Raps und Gesang, einem großzügigen Raumangebot zum Arbeiten bis hin zu professionellen Anschlussschnittstellen für die Beschallungsanlage bleibt kaum ein Wunsch offen. Kreative Bordmittel wie multifunktionale Performance-Pads, integrierte FX, ja sogar Routing und EQ/FX-Speicher Presets wie beim DJ-707M machen den Unterschied aus.

Top DJ-Controller für Serato DJ mit Display

Serato Face: Ein Begriff, der geläufig ist, oder? Um bei der Performance näher am Controller zu bleiben, sind integrierte Bildschirme je nach Auslegung ziemlich praktisch. Im Idealfall zeigen sie nicht nur Titelinformationen an, beispielsweise der DDJ-1000SRT. Idealerweise gibt’s auch Cover-Art on-top. Oder gleich Wellenformansichten und Browsing wie beim MCX-8000, der zudem noch eine Netzwerkschnittstelle zur Lichtsteuerung mitbringt, in kürze aber ein "Nachfolgemodell bekommen dürfte. Wird es ein MCX-8000MK2 oder ein eher ein Prime 2? Warten wir es ab.

Mit einem großen zentralen Display am Controller bzw. einem Full-Format-Screen am Player (Denon SC5000) lässt sich bequem durch den Datenbestandbestand navigieren, sogar am Touchscreen mit QWERTY-Tastatur zur Suchbegriffeingabe. Hier dürfen wir gespannt auf die Umsetzung sein, die uns Serato und Denon für den Prime 4 DJ (zum Test) servieren werden, den wir mangels Kompatibilität aktuell noch nicht in das nachstehende Ranking aufnehmen können, es aber werden, denn das Teil hat es in sich.

Top Add-on-Controller für Serato DJ

Serato Add-on-Controller bedienen die Zielgruppe der Controlleristen, DJs und Turntablisten, DVS-User und Live-Remixer und sind das Equipment der Wahl, wenn man bereits Serato zertifizierte Hardware besitzt. Zum Beispiel einen Mixer, für den man einen Turntable mit MIDI-Buttons à la Reloop 8000 bzw. Turntable-Controller wie den RANE Twelve sucht.

Oder als Erweiterung für einen Controller, der einem zu wenig Möglichkeiten der Steuerung von Cuepoints, Effekten, Samples und Co. bietet, bzw. um Performance-Pads „nachzurüsten“, wie beim DDJ.-SP1. Und dann gab es da auch mal ein dreigeteiltes Display namens Numark Dashboard, das mit Browse- und Decks-Screen aufwarten konnte, bedauerlicherweise jedoch die nötigen Bedienelemente zum Navigieren vermissen ließ. Schade. Auch die Metall-Boliden Vestax VFX1 und das Denon HC-1000S waren nicht von schlechten Eltern. Hier unsere aktuellen Empfehlungen.

Weitere DJ-Controller findet ihr in unserem großen Testmarathon.

Happy Mixing

Euer Peter Westermeier

Veröffentlicht am 12.09.2019

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