Bass Workshop_Folge
Workshop
7
11.08.2015

Die Tricks der Studiobassisten #8: Swing Jazz Bass-Workshop

Crashkurs Bass - Swing-Basslines online lernen

Workshopreihe: „Die Tricks der Studiobassisten“

Hallo, liebe Besucher des bonedo-Bassbereiches!

Nach den aufregenden Funk- und Slap-Styles ist unser Produzent nun auf der Suche nach einem etwas entspannteren Sound und möchte die Akkordfolge daher einmal als Swing-Jazz hören. Die Akkordfolge bleibt auch mit den erweiterten Akkordvoicings mit Septimen und Nonen stehen, und im letzten Takt kommt noch die 13 dazu, die dem Ton der großen Sext entspricht.

Schreibt man das Dominantsept-Voicing auf diese Art (G713), impliziert dies aber auch zugleich die Upper Structures 9 und 11, also Sekund und Quart, d.h. der Pianist oder Gitarrist dürfte auch diese Töne mit in sein Akkord-Voicing einbauen.

Die Akkordprogression für unseren Swing-Jazz lautet:

| Cmaj7/9 | Am7/9 | Fmaj7 | Dm7/9  G7/13 |

Am Bass bedient man die Swing-Stilistik am besten mit einer WALKING-Basslinie. Gespielt werden breite Viertelnoten mit einer leichten Betonung der Zählzeiten 2 und 4, um damit die für Swing typische HiHat-Phrasierung zu unterstützen.

Das Tonmaterial hole ich mir aus den jeweiligen Akkorden und der Keycenter-Skala C-Dur und erweitere diese mit sogenannten Chromatic Approaches; das sind chromatische Übergangstöne, die sich dem Zielton von unten oder oben im Halbtonabstand nähern. Auf der Zählzeit 1 spiele ich in diesem Beispiel immer den Grundton, natürlich wäre im weiteren Verlauf auch durchaus mal die Terz des Akkordes auf die 1 erlaubt, um noch mehr Abwechslung in die Linie zu bekommen.

Rhythmisch habe ich ein paar Tricks wie "Triolen Skips" und Deadnotes mit eingebaut, hier gilt auch wieder: bitte zunächst langsam üben, um vor allem den Fingersatz der Greif- und Schlaghand zu automatisieren.

Beachte auch die gerade (=binäre) Schreibweise, obwohl die Achtel grundsätzlich im ungeraden (= ternären) Triolen-Feeling gespielt werden. Man verwendet diese gerade Schreibweise, um das Notenbild überschaubar zu lassen, da sonst ständig die Triolen-schreibweise zum Einsatz käme. In der folgenden Noten-Grafik seht ihr, was ich damit meine:

Für einen smoothen Walking-Sound verwende ich den vorderen Tonabnehmer meines Votan XS , spiele ihn passiv mit zurückgeregelter Höhenblende und schlage weit vorne am Hals die Saiten weich an.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Grooven und Experimentieren!

Euer SAMY

 

Hier geht´s zurück zur Serien-Startseite

Veröffentlicht am 11.08.2015

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X