Workshop_Folge Drums
Workshop
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15.05.2014

Drum Cover Classic: Prince - Sexy M.F.

Der Groove-Klassiker mit Soundfile, Text und Noten

Legendäre Drum-Grooves zum Nachspielen

In unserer heutigen Ausgabe des Grooves der Woche geht es um den Sexy M.F. von Prince. Wider Erwarten hat nicht der Meister selbst getrommelt, sondern sein damaliger Erfüllungsgehilfe Michael Bland - ein mittlerweile äußerst erfolgreicher Studio- und Live-Trommler. Und der ist mit diesem 1992 aufgenommenen Beat unsterblich geworden.

"Uuuh..."! Die ersten Klänge des Titels Sexy M.F. klingen wie der kurze Pfeifton, bevor die Rakete einschlägt, um sich in ein rollendes Groovemonster zu verwandeln. Alle teilnehmenden Instrumente sind nur Beiwerk, schnöder Tand und höchstens Klangfarben eines der großartigsten Grooves der Welt. Wir klären auf, wie er funktioniert.

Der Groove

Die von James Brown zum Mittelpunkt seiner Grooves erhobene Zählzeit Eins wird von Michael Bland mit einer Snare bestritten, die so knackig kurz und punktgenau sitzt, als würde man mit der blanken Hand auf eine heiße Herdplatte fassen und sie dann reflexartig zurückziehen. Gott, muss das schwierig gewesen sein, die Beherrschung zu bewahren, diesen Groove so diszipliniert durchzuziehen. Vermutlich stand Prince mit einer Lederpeitsche hinter seinem Rücken.

Im Notenbild sieht der Rhythmus folgendermaßen aus:

Beim Gegenhören des Originaltitels fällt auf, dass der begleitende Bass so sauber mit der tiefen Trommel harmoniert, dass es scheint, als wäre diese ‚all over the place’. Tatsächlich ist sie – wie im Notenbild zu sehen – sachlich gesetzt.

Sound und Equipment

Ich bin dem Originalklang in meinen Soundbeispielen nicht hunderprozentig nahe gekommen, was angesichts des Produktionsaufwands für ein Prince-Album aber auch nicht verwundern sollte. Die Bassdrum von Michael klingt nach einer klassischen 22 Zoll großen Möhre mit klaren Fellen, und die Snare wird nicht tiefer sein als fünf Zoll. Ich tippe auf Stahl als Kesselmaterial der Wahl und ebenso auf eine relativ dicke Kesselwand. Die Hihat klingt kurz und metallisch, weshalb ich auf eine Paiste 602 oder Zildjian Avedis tippen würde. Diese Becken waren sehr populär unter den Studio-Chefs der Entstehungsdekade des Tracks. Viel Spaß beim Spielen und bis nächste Woche!

 

Hier geht es zur Übersicht über alle bonedo Drum Cover Folgen.

 

Weitere interessante Inhalte:

Workshop Leadsheets für Drummer - Grooves raushören und notieren lernen im zweiteiligen Workshop

Drum Play-Alike Workshop - Wir verraten euch die Tricks der großen Drummer

Veröffentlicht am 15.05.2014

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