Test
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29.09.2019

Dynaudio Core 7 Test

Zweiwege-Aktivmonitor

Trocken und präzise

Details

Dynaudio gehört wohl zu den zehn bekanntesten Namen im Bereich aktiver Studiomonitore. Die Core-Serie hat mit der Core 59 schon ordentlich Eindruck bei uns hinterlassen. Dynaudio Core 7 ist eine Nummer kleiner: Zwei statt drei Wege, ein geringeres Gehäusevolumen und natürlich ein geringerer Preis lassen die Dynaudio Core 7 als besonders geeignet für etwas kleinere Räume und geringere Hörabstände erscheinen.  

Gewebekalotte und MSP-Tieftöner

Um den Schall zwischen den Grenzfrequenzen von 38 Hz und 31 kHz (-6 dB) zu produzieren, setzt die Dynaudio Core 7 zwei Treiber ein, die bei 2,75 kHz voneinander getrennt werden. Den Hochtonbereich fabriziert eine 1“-Gewebekalotte, welcher zwar bekannt aussieht, aber eine komplette Neuentwicklung ist, die Esotar Pro genannt wird. Als Tiefmitteltöner kommt ein Siebenzöller zum Einsatz, dessen Membranmaterial aus einem Komposit besteht: Das Magnesium-Silikat-Polymer („MSP“) wurde von Dynaudio selbst entwickelt und mit Schwingspulen aus Aluminium zu einem neuen Treiber kombiniert. Wie üblich für moderne Studiomonitore dieser Größe, kommt ein „ported“-Gehäuse zum Einsatz. Die Bassreflexöffnung ist frontseitig unten eingesetzt, insgesamt bringt ein 22 x 37 x 39 Zentimeter messender Lautsprecher stolze 14,7 Kilogramm auf die Waage.  

Class D mit 150 + 500 Watt

Um die dynamischen Systeme anzutreiben, stellt die Core 7 Class-D-Amps mit 150 Watt für den Hochton- und 500 Watt für den Tieftonbereich zur Verfügung. Um den Monitor mit Signal zu befüttern, steht ein XLR-Analogeingang für symmetrische, analoge Signale zur Verfügung, sowie eine weitere XLR-Buchse, die ein AES3-Digitalsignal (bis Single-Wire-192kHz) erwartet. Eine Thru-Buchse fehlt genauso wenig wie ein BNC-Buchse zur Aufnahme der Wordclock. Die benachbarte USB-Buchse dient nur als „Serviceklappe“ und empfängt keine Audiodaten. Allerdings ist eine Menge an Einstellschalterchen verfügbar, die die Einrichtung von Dynaudio Core 7 an verschiedene Abhörsituationen erlaubt. Der Bass lässt sich mit festem Hochpass begrenzen, die Gesamtabstimmung der Dynaudio Core 7 kann hell, neutral oder dunkel sein, die Positionsangleichung erfolgt mittels zweier Switches. Eingangsempfindlichkeit, Maximalpegel (max. SPL lt. Handbuch 112 dB SPL), Standyfunktion und Kanalwahl bei Nutzung des Digitaleingangs komplettieren die Settings.

Für die Aufstellung gibt es übrigens mehrere Möglichkeiten: Das Gehäuse bietet Fußmulden für vertikale wie horizontale Ausrichtung, außerdem st laut Dynaudio Zubehör für Wand- und Deckenmontage erhältlich, welches K&M herstellt. Das ist nicht unwichtig, da Dynaudio die Core 7 explizit auch für Surround- und Immersion-Setups ins Spiel bringt.  

Pro & Contra

  • sehr ausgewogenes Frequenzbild
  • gute Impulsdarstellung
  • präzise Darstellung der Bühne
  • hervorragende Langzeithörbarkeit
  • geringe Änderung der Klangparameter bei unterschiedlichen Pegeln
  • flexible Aufstellmöglichkeiten, mechanisch wie klanglich

  • keins

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