Bass Hersteller_EBS
Test
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04.05.2012

EBS MetalDrive Distortion Pedal Test

Bass-Verzerrer

Nichts für Zartbesaitete

Das omnipotente EBS MultiDrive Pedal musste bei bonedo.de bereits den Vergleich mit anderen Bassverzerrern bestehen und wurde für gut befunden. Es ist für einen breitbandigen Einsatzbereich vorgesehen, seine Verzerrerleistung ist beachtlich und seine Röhrensimulation bereichert den Bassistenalltag. Doch manchem mag dieser Ansatz nicht vollständig ausreichen, speziell, wenn es um extreme Overdrive-Sounds geht, wie sie in modernen Metalbands zum Einsatz kommen.

Aus diesem Grund hat EBS vor geraumer Zeit die Black Label Serie mit dem MetalDrive Pedal erweitert. Während also das MultiDrive eine gute Allround-Basisaustattung vorweisen kann, bietet das MetalDrive eine eher spezialisierte Soundauswahl, die vor allem die härtere Gangart bedienen soll.

DETAILS

Ausgeliefert wird der MetalDrive Verzerrer wie alle EBS Black Label Pedale im verstärkten Pappkarton. Das Gerät selbst ist zusätzlich staub- und feuchtigkeitsgeschützt in Klarsichtfolie verpackt. Im Lieferumfang enthalten ist die 9V-Batterie, die knappe Bedienungsanleitung, ein Herkunfts-Zertifikat (Certificate of Origin) mit Unterschrift und die EBS Registrierungs-/Garantiekarte.

Der MetalDrive steckt - wie alle Geräte der Black Label Serie – in einem soliden, mit dem Innenleben insgesamt auf 480 Gramm Gewicht kommenden Metallgehäuse mit rutschfestem Schaumstoff an der Unterseite. Jeweils ein Ein- und ein Ausgang reichen aus, und im Gegensatz zum MultiDrive lässt sich der MetalDrive nicht an passive oder aktive Bässe anpassen - er zerrt so oder so ausreichend.

Zur Stromversorgung ist wie erwähnt eine 9V-Batterie bereits vorinstalliert, selbstverständlich kann das Pedal auch optional mit einem 9V-Netzteil (nicht im Lieferumfang) betrieben werden. EBS Topteil-User haben zusätzlich die Möglichkeit, es mit EBS Phantom-Power zu betreiben. Dafür muss lediglich ein Stereo-Klinkenkabel zwischen Pedal-Ausgang und EBS Amp-Eingang angeschlossen und am Amp die Phantomspeisung aktiviert werden. Das funktioniert mit EBS-Topteilen des Typs Drome, Gorm, Fafner und HD/TD, aber jeweils nur für ein einziges Pedal, nämlich für das erste in einer Effektkette (falls vorhanden).

Der Eingang befindet sich wie bei allen Black Label Pedalen rechts am Gerät, der Ausgang links. Ein Tret-Schalter aktiviert den Effekt. Wird das Gerät eingeschaltet, leuchtet eine rote LED.

Zur Auswahl stehen drei Arten von Verzerrer-Sounds, gekennzeichnet als „MODE“. Die Bezeichnungen der Modi ist identisch mit denen des MultiDrive, die Sounds jedoch vollkommen anders:

Mode Effekt
FLAT Hier findet die stärkste Verzerrung über das volle Frequenzspektrum statt.
STANDARD In diesem Modus wird das Overdrive-Verhalten eines Röhrenverstärkers simuliert. Hierbei werden nur die oberen Frequenzen vom Verzerrer bearbeitet, was einen druckvolleren Ton mit satter Basswiedergabe erzeugt. Obwohl dieser Modus „Standard“ heißt, liegt ihm genau wie dem folgenden Modus „Tubesim“ eine Röhrensimulation zugrunde.
TUBESIM Dieser Modus aktiviert eine andere Röhrensimulation und reichert das Signal mit zusätzlichen Obertönen und stärkerer Kompression an. Die Höhen werden leicht abgemildert.

Die Intensität der Verzerrung wird über einen Drehregler mit der Bezeichnung „Drive“ eingestellt. Die an das Bypass-Signal anzugleichende Ausgangslautstärke regelt man per „Volume“-Poti. Der EBS MetalDrive ist übrigens mit True Bypass ausgestattet.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • hohe Klanggüte, starke Durchsetzungskraft
  • erstklassige Verarbeitung, stabiles Metallgehäuse
  • drei Verzerrer-Modi (Flat/Standard/Tubesim) zur Auswahl
  • in den Tube-Modi Frequenztrennung, tiefe Frequenzen bleiben unverzerrt und behalten den Druck
  • analoger Topsound, keine Nebengeräusche
  • mechanischer True Bypass

    Gehört zu dieser Serie

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