Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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01.12.2019

Electro Harmonix Mod 11 Modulator Test

Modulations-Effekt-Pedal

Die Modulations-Elf

Das Electro Harmonix Mod 11 Modulator-Pedal bietet der Saitenzunft elf verschiedene Modulationseffekte im kompakten Bodenpedalformat. Somit hat der Anwender die typischen Effekte von Chorus über Phaser, Flanger und Tremolo und deren Verwandte unter einer Haube.
Nicht nur in der Anzahl der Effekte, sondern auch im Aufbau geht das Mod 11 damit einen ähnlichen Weg wie das Oceans 11 der New Yorker, das wir im letzten Jahr im Test hatten. Schaut man auf den momentanen Preis, bekommt man für knapp 150 Euro einiges geboten. Was es mit dem Mod 11 im Detail auf sich hat und ob das Pedal auch klanglich überzeugen kann, soll der heutige Test zutage fördern.

Details

Lieferumfang/Gehäuse

Wie von Electro Harmonix gewohnt, kommt auch das Mod 11 gleich mit einem passenden 9V-Netzteil ins Haus geschneit. Die Stromaufnahme des 70 x 110 x 55 mm großen und 245 g schweren Pedals liegt bei 150mA, Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Im Lieferumfang befindet sich zudem erfreulicherweise eine deutsche Bedienungsanleitung, die auf alle Funktionen des Gerätes eingeht.

Anschlüsse

Das Mod 11 wurde für den typischen Alltag auf dem Pedalboard konzipiert und bietet demzufolge einen Mono-Signalweg. Der Eingang und ein Tap In zur externen Eingabe der Modulations-Tempi mittels optionalem Fußtaster befinden sich an der rechten Gehäuseseite. An der linken Seite entlässt der Ausgang das Signal in Richtung Amp. Das Netzteil wird an der Stirnseite angeschlossen.

Bedienelemente und Funktionen

Das Pedal ist absolut einfach und übersichtlich aufgebaut, hat aber dennoch einiges an Funktionen zu bieten. Für die grundlegende Bedienung steht ein Drehwähler bereit, mit dem einer der elf vorhandenen Effekte abgerufen werden kann. In der Tiefe und Geschwindigkeit lässt sich der angewählte Modulationseffekt anschließend über Depth- und Rate-Poti steuern. Ein weiteres Poti ist im Falle der ersten sechs Effekte für die Ausgabelautstärke zuständig. Bei den weiteren fünf Effekten nimmt dieses Poti dagegen unterschiedliche Funktionen zur Anpassung des Effektsignals ein. Mittig zwischen den Potis thront ein kleiner Mode-Schalter, der je nach angewähltem Effekt zwei bis drei Variationen bereithält. Für die Tremolo-artigen Effekte stehen hier Optionen zur dynamischen Steuerung zur Verfügung, die sich über die sekundären Potifunktionen genauer definieren lassen. Bei den Chorus-Effekten lassen sich aber beispielsweise auch unterschiedliche Klangcharaktere abrufen. Im Manual sind die unterschiedlichen Optionen und Variationen ausführlich beschrieben. Hält man den Mode-Schalter außerdem eine Sekunde lang gedrückt, erhält man Zugriff auf die sekundären Funktionen, die sich hinter dem Rate- und Volume/Color-Poti verbergen.

In den meisten Fällen lässt sich dabei über das Rate-Poti die Wellenform des LFOs anpassen. Das Volume/Color-Poti ist außerdem je nach Modus entweder für die Anpassung des Hüllkurvenfaktors in Bezug auf die schon angesprochenen dynamischen Spielereien oder das Mischverhältnis zuständig. Wechselt man den Modus, bleibt die letzte im zuvor betriebenen Modus getätigte Sekundäreinstellung bestehen. Es lässt sich aber über eine Befehlskombination auch die Werkseinstellung ganz einfach wiederherstellen. Für die meisten Modi besteht auch eine Tap-Tempo-Option. Das Tempo der Modulation kann dabei wahlweise über den Fußschalter oder einen extern angeschlossenen Fußtaster eingegeben werden. Drückt man den Fußschalter in einem Tempo mehrmals hintereinander, wird automatisch die Modulationsgeschwindigkeit definiert. Hält man den Fußschalter länger gedrückt, kann das Pedal auch mit einem Momentary-Modus dienen. Wenn gewünscht, lässt sich die Tap-Tempo-Funktion des Fußschalters aber auch deaktivieren. Das Mod 11 arbeitet mit einem Buffered Bypass.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr gute Verarbeitung
  • guter Klang
  • einfache Bedienung
  • Sekundärfunktionen sorgen für Vielseitigkeit
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis

  • keins

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