Gitarre Hersteller_ESP
Test
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27.07.2020

ESP LTD EC-1000 BP BLKNB Test

E-Gitarre

Flexibler Rocker

Die ESP LTD EC-1000 BP der japanischen Gitarrenmanufaktur steht als Single-Cut zumindest optisch in der Tradition des großen Vorbilds. Bei den LTD-Instrumenten handelt es sich um Budget-Varianten der eher im höheren Preissegment angesiedelten ESP-Gitarren, die vor allem bei der hart rockenden Zunft ausgesprochen beliebt sind. Warum das so ist, lässt sich zum Beispiel Jahr für Jahr auf den Messeständen des Herstellers beobachten, die ein Highlight jeder Gitarrenmesse sind.
Nicht zuletzt in puncto Design und Kreativität tischen die Gitarrenbauer aus dem Fernen Osten dabei in der Regel üppig auf. Aus ihrem Lieferkarton befreit, zeigt sich auch unsere Testkandidatin in ihrer ganzen Pracht. Wo die Gitarre im Black Natural Burst Finish LTD EC-1000 BP im Reigen ihrer Seriengeschwister angesiedelt ist und welche Qualitäten sie mitbringt, soll der folgende Test ans Tageslicht fördern.

Details

Body:

Die Decke aus Pappelholz wurde im Bookmatch-Verfahren aufgeleimt, sodass sich beide Seiten spiegeln. Unter der Decke befindet sich ein Mahagoni-Korpus im Single-Cut-Design, das sich, wie schon erwähnt, an einen alten Klassiker anlehnt. Dabei fällt das Horn des Cutaway spitzer aus, was der Gitarre einen modernen, schnittigen Anstrich gibt.

Ein Blick auf die Herstellerwebsite zeigt eine ziemlich große Auswahl unterschiedlichster Ausführungen dieser Gitarre, die neben verschiedenen Pickups natürlich auch in verschiedenen Farbausführungen zu haben ist. Der Korpus wird von einem schwarz-weißen Binding eingefasst, das auch den Hals und die Kopfplatte umrandet und somit für ein stimmiges Äußere sorgt. Passend zur Einfärbung zeigt sich auch die konsequent in Schwarz gehaltene Hardware, die aus einer Tonepros TOM-Brücke samt Tailpiece besteht, in das der aufgezogene D'Addario XL110 (.010-.046) Saitensatz eingefädelt ist.

Die Schwingungen werden mithilfe eines Pegasus-Humbuckers in der Steg- und einem Sentient-Doppelspuler am Hals abgenommen, beide aus dem Hause Seymour Duncan. Aus der Klinkenbuchse in der unteren Zarge wird das Signal dann an den Verstärker weitergeleitet. Beide Humbucker besitzen Alnico 5 Magnete und bieten durchschnittliche Pegel an.
Jeder Pickup besitzt einen eigenen Volume-Regler mit griffigen Metallknöpfen, der optisch identische Push/Pull-Tone-Regler ermöglicht zudem ein Coil-Splitting des jeweils angewählten Tonwandlers. Auch die Tonabnehmer besitzen schwarze Bobbins und sind in farblich passende Rähmchen geschraubt, die ein Justieren in der Höhe ermöglichen. Zum Anwählen steht ein Dreiwegschalter im oberen Horn bereit, natürlich auch mit schwarzer Kunststoffkappe.

Die Rückseite ist dunkel eingefärbt, lässt aber die Maserung des Mahagonis leicht durchscheinen. Die Ausfräsungen für Kippschalter und Potis werden von versenkten schwarzen Kunststoffdeckeln verschlossen. Außerdem sorgen hier eine Bauchausfräsung (Belly Cut) sowie eine Ausfräsung im Cutaway für eine verbesserte Ergonomie.

Hals:

Der dreiteilige Mahagonihals wurde im Set-Thru-Verfahren mit dem Korpus verbunden. Der Übergang ist abgerundet und ermöglicht zusammen mit der rückseitigen Ausfräsung des Cutaways ein komfortables Bespielen auch der obersten Lagen. In das Macassar-Ebenholz-Griffbrett mit einer Wölbung von 13,78" (350 mm) sind 24 Jumbo-Bünde tadellos eingearbeitet, Inlays in Form von Flaggen helfen beim Manövrieren auf dem Griffbrett und kleine Punkte im Binding geben weitere Anhaltspunkte auf der 629 mm langen Mensur.
Die Saiten laufen über einen 42 mm breiten Kunststoffsattel in Richtung der angewinkelten Kopfplatte, die am Übergang verdickt ist, um hier die Bruchgefahr etwas zu minimieren. Der Halsspannstab befindet sich direkt hinter dem Sattel unter einer Kunststoffabdeckung, das passende Werkzeug ist natürlich auch Teil des Lieferumfangs.

Insgesamt kann die in Indonesien gefertigte Gitarre auf ganzer Linie überzeugen, die mit ihren 3788 Gramm zwar kein Leichtgewicht ist, aber noch im oberen Durchschnitt liegt.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tadellose Verarbeitung
  • sehr gute Bespielbarkeit
  • sehr variable Soundmöglichkeiten
  • Coil-Split-Möglichkeiten

  • keins

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