Bass Hersteller_Fender
Test
7
23.11.2009

PRAXIS/SOUND
Der Tragekomfort der schwarzen Flunder ist wirklich beachtlich, nichts drückt in die Rippen und trotz des leichten Gewichtes von nicht einmal vier Kilo kann ich keine nennenswerte Kopflastigkeit feststellen. Wenn ein Bass so ausbalanciert und angenehm am Körper hängt und keine Kanten die Spieltechnik und den Komfort beeinträchtigen, lassen sich stundenlange Gigs mühelos absolvieren. Auch den etwas stärkeren Radius des Griffbretts finde ich sehr angenehm. Zusammen mit dem flachen Halsprofil ermöglicht er ein entspanntes Agieren der Greifhand - auch nach längerer Zeit stellen sich keine Ermüdungserscheinungen ein. Aus ergonomischer Sicht gibt es also absolut nichts zu mäkeln beim Aerodyne, jetzt muss er nur noch gut klingen.

Schon trocken gespielt bemerkt man, dass die Holzkonstruktion des schicken Fenders sehr resonant ist, der Bass ist unverstärkt relativ laut und das Sustain sehr lang. Lediglich am siebten Bund auf der G-Saite kippt der Ton etwas schneller um - ein Phänomen, das bei 99% der Schraubhals-Konstruktionen zu finden ist und man deshalb auch nicht von einem Deadspot sprechen kann. Bei so guten Vorraussetzungen stimmt in den meisten Fällen auch der verstärkte Sound eines Instrumentes. Natürlich muss die Pickup-Bestückung zum Bass passen, was beim Aerodyne definitiv der Fall ist. Mich erinnert der Sound etwas an die beliebten Jazz Bass-Replacements von DiMarzio: größeres Frequenzspektrum mit satten Bässen und sehr klar ausgeleuchtete Höhen, aber alles sehr ausgewogen und unaufdringlich.

Erfreulich ist auch die Soundvielfalt, die der Aerodyne aufgrund seiner Bestückung mit einem Precision- und einem J-Tonabnehmer bereitstellt. Der Spilt-Coil in der Halsposition erzeugt den typischen Precision-Sound mit viel Punch und Schubkraft, während der J-Singlecoil in der Bridgeposition für die prägnanteren und filigraneren Töne zuständig ist. Beides setzt der leichte Fender sehr gut um, und dreht man alle Regler inklusive der Höhenblende voll auf, bekommt man einen sehr ausgewogenen, satten und universell einsetzbaren Sound. Ein richtiger Allrounder eben, der schwarze Schönling.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Optik
  • Verarbeitung
  • Sound / Flexibilität
  • Spielkomfort / Ergonomie
  • Gewicht

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