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Test
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29.04.2014

Fender AM Special Strat VIB FSR Test

E-Gitarre

Wilder Mustang

Die Fender AM Special Strat VIB FSR im bonedo-Test - FSR steht für Fender Special Run, also für besondere Auflagen bestimmter Fender Instrumente. Meist handelt es sich um limitierte Stückzahlen, die nach speziellen Kundenwünschen gebaut werden. So sieht es auch bei unserem Testmodell aus, das  zum diesjährigen Jubiläum des Musikhauses Thomann in enger Zusammenarbeit mit den fachkundigen Mitarbeitern angefertigt wurde.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Das in den USA gefertigte Modell ist für schlappe 748 Euro inklusive Gigbag erhältlich. Der Preis stimmt also auf jeden Fall, aber wie sieht es mit all dem aus, was eine Strat erst zu einer echten Strat macht?

Details

Korpus

Was die Farbabstimmung anbetrifft, haben die Thomann-Mitarbeiter auf jeden Fall einen sehr guten Geschmack bewiesen. Das handgebeizte Violin Burst ist sehr attraktiv, die Maserung des Erle Bodys und die Kombination mit dem etwas gebleichten weißen Schlagbrett runden den positiven Eindruck ab. Das Instrument sieht eine Spur reifer aus, die Relic-Spuren kann der Besitzer selbst nach Gusto hinzufügen, mir gefällt das Design ausgesprochen gut. Ansonsten bringt unsere Strat die üblichen Zutaten mit, die übrigens dieses Jahr ebenfalls ihren sechzigsten Geburtstag feiert. Unser Testmodell ist mit drei Singlecoils bestückt, die über drei Regler und einen Blade Switch geschaltet und verwaltet werden. Alle Kunststoffteile (Pickup-Kappen, Regler, Schalter) kommen im cremefarbenen Outfit, was den Vintage-Charakter noch unterstreicht. Dementsprechend ist die American Special Strat mit einem Vintage Tremolosystem ausgestattet, das mit sechs Schrauben am Korpus befestigt ist und auf der Rückseite von drei Federn gehalten wird. Es ist schwebend eingestellt, sodass auch Bewegungen nach oben möglich sind. Allerdings sollte man nicht zu viel von ihm erwarten, bei Dive Bombs geht die Stimmung aus dem Leim, aber dezente Vibrato-Aktionen funktionieren. Der Korpus hat die typischen Ausfräsungen und Rundungen, um sich optimal an den Körper des Spielers anzupassen und entsprechend gut fühlt sich das Instrument auch an, so wie traditionell alle Strats.

Pickups

Unsere Probandin ist mit drei identischen American Standard Strat Singlecoils bestückt, die über einen Fünf-Wege Blade Switch geschaltet werden. Wie schon vor 60 Jahren stehen drei Reglern zur Verfügung, ein Master Volume und je einen Tone-Poti für Hals- und mittleren Pickup. Der Stegtonabnehmer geht leer aus und tönt in seiner kompletten Schärfe. 

Hals

Die Fender AM Special Strat ist mit Ahornhals und Palisandergriffbrett bestückt, wobei sich der nur leicht lackierte Hals-Rücken sehr angenehmen und glatt anfühlt, extrem gut in der Hand liegt und das schlanke C-Profil diesen Wohlfühlfaktor noch verstärkt. Auf dem Griffbrett haben sich 22 Jumbo Bünde versammelt,  die bereit sind für alle Einsätze der linken Hand. Auch von dieser Seite gibt es nur Positives zu vermelden, die Bünde sind gut abgerichtet und poliert, und Saitenlage und Halsneigung benötigen ebenfalls keine weiteren handwerklichen Eingriffe. Es kann sofort losgehen. Über einen Kunststoffsattel gelangen die Saiten zu den geschlossenen Fender-Mechaniken, die ohne Tadel ihre Arbeit verrichten und für gute Stimmung sorgen. E- und B-Saite unterlaufen jeweils Saiten-Niedrighalter der neueren Generation mit weniger Reibung und Kontakt. Die Kopfplatte hat das „alte“ Strat-Styling, ist also schmal gehalten und mit Spaghetti-Logo versehen.

Bevor wir nun zum Praxisteil kommen, gibt es noch ein paar Fotos der American Special Strat für euch:

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • drahtiger Sound mit Charakter
  • Optik
  • werkseitige Voreinstellung
  • Ansprache
  • Pickups, Tonübertragung
  • Preis

  • -

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