Gitarre Hersteller_Fender
Test
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25.04.2016

Fender Bassbreaker 007 Head Test

Vollröhren-Topteil für E-Gitarre

Konkurrenz für Insel-Amps?

Fender Bassbreaker heißt die neue Gitarrenverstärker-Serie des Traditionsherstellers, die schon in ihrem Namen den Hinweis trägt, dass sie sich an den Tugenden des gute alten Bassman orientiert. Dass dieser Verstärker als Urvater aller modernen Röhrenamps gilt, daran hat kein geringerer einen gehörigen Anteil als Jim Marshall, denn ihm diente die Schaltung des Bassman als Vorlage für seine legendären JTM45 Amps.

Dem Bassbreaker 007 Head werde ich mich in dem folgenden Test etwas intensiver widmen. Immerhin kommt das kleinste Topteil der Bassbreaker-Serie - ein 007 Combo ist übrigens auch erhältlich - mit jeder Menge Vorschusslorbeeren.

Details

Optik/Verarbeitung

Das in Mexiko gefertigte, einkanalige Vollröhrentopteil steckt in einem robusten, grauen Tweed-Kleid, das ihm ein zeitloses und eigenes Äußeres verleiht. Eine Aluminiumblende und die schwarze Bespannung darunter unterstreichen dies ausgesprochen geschmackvoll. Zum Transport steht ein schwarzer Ledergriff an der Oberseite des 43,5 mm x 22,7 mm x 27 mm großen und 8 kg leichten Verstärkers bereit.

Sämtliche Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite und ermöglichen ein Einstellen von Gain, Bass, Middle, Treble und Master. Die Potis besitzen allesamt große schwarze Kunststoffknöpfe, deren breite weiße Skalenstriche das Ablesen auch aus größerer Entfernung erleichtern.

Das Instrument wird links mit dem Topteil verbunden, auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der An/Aus-Schalter mit weißer Kontroll-LED. Fehlt noch der Treble-Boost-Taster, der sich auch fernsteuern lässt, allerdings liegt der entsprechende Fußschalter nicht bei. Aber das sollte auch mit so gut wie jedem anderen herkömmlichen Schalter funktionieren. Die "Vintage Treble Boost"-Option sorgt für mehr Verzerrung und einen erhöhten Obertongehalt und ich bin gespannt, wie sie sich in der Praxis auswirkt.

Die Rückseite des Amps zeigt sich ebenfalls recht übersichtlich, denn bis auf die obligatorische Kaltgerätebuchse, einen 8-Ohm-Speakerausgang, den Line-Output und besagte Buchse für den Fußschalter, der die Treble-Boost-Funktion fernsteuert, gibt es hier nichts weiter zu entdecken. Daher wenden wir uns jetzt dem Inneren dieses schnörkellosen, kleinen Amps zu. Dort treiben ihn zwei 12AX7 Vorstufen- und eine EL84 Endstufenröhre an und verhelfen ihm zu einer Leistung von 7 Watt. Das ist zwar nicht besonders laut, sollte aber zum Jammen zu Hause oder die Arbeit im Studio vollkommen ausreichen. Und wenn auf der Bühne Monitore oder In Ears zur Verfügung stehen, dürfte auch dort die geringe Leistung kein Problem darstellen, wenn er mit einem Mikrofon abgenommen wird.

Die Verarbeitung des Bassbreaker 007 ist insgesamt gut, optisch gibt es nicht zu meckern, die Tweed-Bespannung sitzt wie angegossen und dank seiner soliden Ausführung sollte er auch den einen oder anderen Schlag wegstecken können.

Neben der Tatsache, dass der Name Bassbreaker natürlich auf den Fender Bassman hinweist. lässt er einen aber auch unwillkürlich an Marshalls Bluesbreaker denken. Ob das etwas zu bedeuten hat? Wie schon in der Einleitung zu diesem Test erwähnt, diente der Bassman Jim Marshall immerhin als Grundlage für seine eigenen Amps. Und wenn unser Testkandidat nun auch noch mit EL84 Endstufenröhren statt der bei Fender üblichen 6L6-Variante bestückt ist ...

Gründe über Gründe, sich das kleine Topteil einmal etwas genauer anzuhören.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • definierter, britisch gefärbter Ton
  • von warm/clean bis sattem Rock-Lead-Sound
  • tadellose Verarbeitung
  • attraktive Optik

  • kein Fußschalter im Lieferumfang

Gehört zu dieser Serie

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