Gitarre Hersteller_Fender
Test
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12.12.2016

Fender Bassbreaker 18/30 Test

E-Gitarren Combo

Pedalversteher

Die Fender Bassbreaker Serie hat eine Menge Staub aufgewirbelt und die Amps ernteten nicht nur bei uns sehr gute Kritiken. Jedes Modell hat eine andere Konzeption und der Bassbreaker 18/30 vereint im Prinzip zwei Amp-Schaltkreise in einem. Der erste Kanal ist angelehnt an einen Fender Blackface Deluxe und liefert 30 Watt, der zweite orientiert sich am Brownface Deluxe von 1961, hat 18 Watt Leistung und ist mehr für die dreckigeren Töne zuständig.

Der Bassbreaker 18/30 ist nur in der Combo-Version mit 2x 12" Celestion V-Type Speakern erhältlich. Nachdem der Bassbreaker 007, der Bassbreaker 15 und der Bassbreaker 45 sehr gut in unseren Tests abgeschnitten haben, sind die Erwartungen an unseren aktuellen Testkandidaten natürlich entsprechend hoch.

Details

Gehäuse/Optik

Optisch kommt die Bassbreaker-Serie im identischen Zwirn und auch der Combo wird mit einem dunkelgrauen Tweed-Bespannstoff geliefert, der sauber auf das siebenlagige Meranti-Sperrholz aufgeklebt ist. Der Bassbreaker zeigt nicht das traditionelle Fender-Schreibschrift-Logo, sondern den Schriftzug in Druckschrift, der uns von der Front über dem schwarzen Grill anlacht. Hinter dem "Vorhang" warten zwei 12" Lautsprecher (Celestion V-Type) auf ihren Einsatz, die von einem Satz EL84 Endstufenröhren befeuert werden. Vier Stück sind im Einsatz und hier hat man einen anderen Weg eingeschlagen, denn normalerweise sind 6L6 oder 6V6 Röhren für den markanten Fender-Sound zuständig. Die Vorstufe ist mit zwei 12AX7 Röhren ausgestattet. Beim ersten Kanal glühen alle vier Endstufenröhren und dann knallt der Combo volle 30 Watt in den Raum, der zweite Kanal fährt mit halber Kraft, hier sind nur zwei Endstufenröhren im Einsatz und der Verstärker liefert 18 Watt, hat dadurch weniger Headroom und fängt früher mit den Zerrsounds an.

Das Bedienfeld findet man auf der Oberseite, hier sind alle Regelmöglichkeiten, Schalter und der Anschluss für die Gitarre versammelt. Ein Kunstledergriff an der Oberseite sitzt in ausbalancierter Position und hilft beim Tragen des 23 kg schweren Verstärkers, allerdings empfiehlt sich für längere Strecken auf jeden Fall ein Rollbrett. Die Rückseite des Amps ist halb geschlossen, wo er offen ist, werden die Innereien von einem schwarzen Lochgitter geschützt, durch das man Sicht auf die Röhren und die Lautsprecher-Rückseite erhält. Am Amp-Chassis sind zwei zusätzliche Lautsprecheranschlüsse geparkt und es besteht die Möglichkeit, eine zusätzliche Box anzuschließen (Extension) oder über den Main-Speaker-Out eine andere Box zu verbinden, die internen Speaker sind dann stummgeschaltet. Die Impedanz wird per Wahlschalter eingestellt. Außerdem verfügt der Combo über einen Line Out, der das Signal hinter der Endstufe abgreift, und über eine Anschlussbuchse für den mitgelieferten Fußschalter, mit dem die beiden Kanäle umgeschaltet werden können.

Bedienfeld

Der Amp ist sehr schlicht aufgebaut: Es gibt einen Input, der erste Kanal kann mit Volume, Bass, Middle und Treble eingestellt werden, der zweite lediglich mit Volume und Tone. Die Channel-LED im Taster zeigt an, welcher Kanal gerade aktiv ist. Ansonsten gibt es nichts zu drehen oder zu schalten, keinen Voicing-Schalter, keinen Effekt-Loop - hier geht es sehr traditionell und puristisch zur Sache.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr guter Sound
  • hoher Schalldruck
  • simple Architektur, einfache Klanggestaltung der beiden Kanäle
  • satte Endstufenkompression
  • harmoniert gut mit Overdrive/Distortion-Pedalen
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

  • keins

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