Gitarre Hersteller_Fender
Test
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03.06.2016

Praxis

Sound

Wir starten wie immer mit der nüchternen Bestandsaufnahme aller Pickup-Kombinationen mit unverzerrtem Amp-Sound. Beginnend mit dem Hals-Pickup hört ihr sie direkt nacheinander.

Die Pickups haben für Strat-Singlecoils ordentlich Dampf und generell liefert die Gitarre einen sehr klaren Ton. Sie ist kein Weichzeichner, es geht mit klaren Bässen, dezentem Mittenbereich und eher schärferen Höhen kernig zur Sache. Der Höhenbereich ist allerdings so ausgewogen, dass es nie schrill klingt, sich die Gitarre aber extrem gut im Mix bzw. Bandkontext durchsetzt. Der einteilige Ahornhals hat auch einen großen Anteil an dieser Klangcharakteristik. Die Ansprache ist exzellent, der Ton hat einen schnellen Antritt und klingt angenehm aus - ein gutes Sustainverhalten. Hier ist erst einmal die perkussive Variante, ein knackiger Funk-Groove mit der Kombination aus Hals- und mittlerem Pickup.

Mit einem AC30 harmoniert das gute Stück natürlich entsprechend gut. Selbst wenn ich am Amp ordentlich mit den Höhen arbeite, wird es nie harsch, der Sound bleibt klar und brillant, niemals bissig. Das Frequenzspektrum ist sehr ausgewogen, die Pickups leisten ganze Arbeit und sind auch sehr gut aufeinander abgestimmt. Vor allem die Übertragung der Feinheiten im Anschlag ist erstklassig. Ihr hört nun zwei unterschiedliche Einstellungen des Pickup-Schalter, zuerst die Kombination Mitte/Steg und dann den Steg-Pickup allein, der etwas mehr Feuer hat.

Das Feuer kann aber auch gebremst werden, denn der Tone-Regler zieht dem scharfen Sound bei Bedarf die Zähne. Nimmt man ihn komplett zurück, wird der Ton extrem muffig, bleibt aber im Frequenzbild immer noch brauchbar und hat Durchsetzungskraft. Für weichere Distortionsounds ist das sehr gut einsetzbar und wird auch von The Edge häufig praktiziert. Auf jeden Fall kann man an der Gitarre sehr feinfühlig den Grundsound einstellen, hier bieten die Pickups zusammen mit den Regelmöglichkeiten einige Optionen. Ihr hört nun den Steg-Pickup mit derselben Amp-Einstellung wie vorher, nur mit komplett zurückgeregeltem Tone-Poti.

Und noch einmal die gleiche Amp-Einstellung, jetzt ist der Hals-Pickup mit leicht zurückgenommenem Tone (8) an der Reihe - für Blues-Styles super brauchbar, die dynamische Übertragung der Pickups ist erstklassig. Vor allem verkraftet die Gitarre eine starke rechte Hand. Hier darf auch etwas kräftiger in die Saiten geschlagen werden, der Ton steht wie eine Eins. Da kommt Freude auf!

Wir wenden uns nun den etwas höheren Zerrgraden zu. Der Marshall Plexi steht mit einem Mid-Gain-Sound bereit und und wir machen uns auf einen kleinen Rundgang um herauszufinden, welche Klangfacetten mit einem Amp-Setting und ein paar Einstellungen an der Gitarre möglich sind. Ihr hört zuerst den Hals-Pickup mit Volume und Tone jeweils auf 8. Dann kommt der Hals-Pickup mit Volume und Tone auf 10 und danach folgt der Steg-Pickup mit voller Kraft. Den Abschluss bestreitet der Steg-Pickup mit Volume auf 8 und Tone auf 6.

Mit High-Gain-Sounds kann die Edge Strat auch gut umgehen. Klar, die Pickups holen jetzt nicht das kernige Brett aus Amp oder Distortion, wie das eine Gitarre mit Humbucker tut, aber trotz allem ist das Ergebnis sehr beachtlich. Die Nebengeräusche sind für Singlecoil-Pickups relativ gering. Im Einsatz ist hier ein Okko Diablo mit maximalem Gain.

Zum Abschluss kommt ein weiterer High-Gain-Zerrer mit Vollgas, diesmal ein Bogner Ecstasy Red Pedal. Hier hört man deutlich, wie gut die einzelnen Saiten übertragen werden, die einzelnen Anschläge beim letzten E-Akkord zeigen sich deutlich, trotz des großen Zerr-Gewitters.

bonedo Video Clip

Wir haben für euch noch ein Video gemacht, in dem ihr die Gitarre in voller Aktion erleben könnt.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Pickups (Klangübertragung, Dynamik)
  • Hals (Bespielbarkeit)
  • Ansprache
  • sehr gutes Schwingungsverhalten
  • Verarbeitung
  • stimmstabiles Tremolo
  • Soundvielfalt

  • keins

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