Gitarre Bass Hersteller_Fishman
Test
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06.12.2018

Fishman Platinum Pro EQ Test

Analoger Preamp und EQ für akustische Instrumente und Bass

Flexibler Signalverwalter

Mit dem Fishman Platinum Pro EQ präsentiert der amerikanische Hersteller einen Class A DI-Preamp im Bodenpedalformat, der auf akustische Instrumente zugeschnitten wurde und neben einem 5-Band-EQ auch einen Kompressor, eine Boost-Funktion und ein Stimmgerät mitbringt. Damit hat dieses Pedal also die wichtigsten Funktionen an Bord, die der Akustikspieler im Bühnenalltag braucht, um den Grundklang seines Instruments sauber abstimmen zu können.

Fishman ist mit seinen Tonabnehmersystemen einer der erfahrensten Hersteller in diesem Bereich und mit den Bedürfnissen von Akustikgitarristen sehr vertraut. Ich bin gespannt, was das Platinum Pro EQ-Pedal zu leisten vermag.

Details

Ins Haus geschneit kommt der Platinum Pro EQ in einem schick designten Pappkarton, der neben dem Gerät eine Bedienungsanleitung bereithält, die sehr anschaulich die Funktionen des Pedals erläutert. Die Potis am Gerät liegen gut in der Hand, laufen absolut geschmeidig und rasten bei vier Bändern des EQs auch sinnvollerweise in der 12 Uhr Einstellung ein. Für seine Größe ist das Pedal relativ leicht, was der Außenhülle geschuldet ist, die, abgesehen von der Oberseite, zu großen Teilen aus Plastik besteht. Die Unterseite wurde gummiert, sodass es im Bühnenalltag sicher an seinem Platz stehen sollte. Insgesamt wirkt der Platinum Pro EQ sauber verarbeitet. 

Betrieben werden kann der Preamp wahlweise mit einem externen 9V-Netzteil oder einer 9V-Batterie, für die an der Unterseite eine Batteriefach zur Verfügung steht. Die Laufzeit der Batterie wird vom Hersteller mit 30 Stunden angegeben.

An der rechten Seite findet der Anwender den Eingang und zwei Trimmrädchen, mit denen der Eingangspegel und die Stärke der Boost-Funktion justiert werden. Die linke Seite hält einen Effekt-Send und -Return und den Signalausgang bereit. An der Stirnseite wird das Netzteil angeschlossen, außerdem warten hier der DI-Out im XLR-Format inklusive zweier Schalter für einen Ground-Lift und eine Pre/Post-EQ-Option.

Das Bedienpaneel auf der Oberseite offenbart einen 5-Band-EQ, bei dem die Frequenz des Mittenbandes erfreulicherweise separat abgestimmt werden kann. Außerdem lässt sich vorab mit einem kleinen Schalter einstellen, ob der EQ auf ein Gitarren- oder ein Basssignal zugeschnitten sein soll. Im Fall von Feedback-Problemen hat das Gerät sowohl einen steuerbaren Notch-Filter als auch eine Phasenumkehr parat. Die Lautstärke des Line-Ausgangs kann über ein Volume-Poti geregelt werden. Eine LED informiert dabei über die Stärke des Eingangspegels, um eventuellen Übersteuerungen vorzubeugen. Der Kompressor des Gerätes ist in seiner Attack und Release vorkonfiguriert und kommt mit einem einzigen Poti aus. Hier informiert ebenfalls eine kleine Leuchte, ob er aktiv ist. Mittig thront ein Display für die Tuner-Anzeige. Beim Stimmgerät hat man sich ebenfalls Gedanken gemacht, sodass hier über zwei kleine Schalter mehrere Modi für diverse Instrumente und die Tonhöhe des Kammertons abgestimmt werden kann. Sehr schön! Der Tuner wird über einen Fußschalter aktiviert und schaltet das Gerät gleichzeitig stumm. Ein weiterer Fußschalter steht für die Aktivierung der schon erwähnten Boost-Funktion bereit.

Damit einem nicht versehentlich das Gerät im Praxisalltag ausgeht, informiert ein weiteres Lämpchen auf der Oberseite über den Batteriestatus.

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Audiobeispiele

Video

Pro & Contra

  • gute Verarbeitung
  • praxisgerechte Ausstattung
  • zwei EQ-Modi für Gitarre oder Bass
  • Stimmgerät an Bord
  • vielfältige Anschlussmöglichkeiten

  • Klangreglung neigt zum Rauschen
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