Test
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11.03.2015

Focal Alpha 65 Test

Aktiver Nahfeldmonitor

Focal-Sound für kleines Geld!

Focal Professional Alpha 65 im Praxistest bei bonedo – Mit der neuen Alpha-Serie präsentiert Focal Professional eine neue Serie äußerst interessanter Nahfeldmonitore im Budget-Segment.

Hierzu zählt die 5-Zoll-Variante Alpha 50, die Alpha 80 mit einem 8-Zoll-Treiber sowie natürlich auch die Alpha 65, die einen 6,5-Zoll Tieftontreiber besitzt. Wir haben uns die goldene Mitte geschnappt und ihr ordentlich auf den Zahn gefühlt!

Detail

Allgemeines

Die Focal Alpha 65 ist ein aktiver Nahfeldmonitor mit zwei Wegen. Wie es sich für einen ordentlichen aktiven Speaker gehört, werden beide Treiberwege von unabhängigen Endstufen (Class A/B) versorgt und natürlich auch vor der Verstärkung getrennt. 

Das Gehäuse der Speaker besteht aus 15 mm MDF und bietet Deko-Seitenteile aus schwarzen Kunststoff, welche ein üppiges Focal-Logo tragen. Das restliche Gehäuse wurde hingegen mit schwarzen Vinyl foliert und hinterlässt einen robusten Eindruck. Die Treiber-Chassis wurden weiterhin mit dem Gehäuse verschraubt. Eine Box wiegt bei den Maßen von 348x252x309mm (HxBxT) immerhin rund 10 kg und ist damit verhältnismäßig schwer, was bei Lautsprechern allerdings durchaus als Pluspunkt zu zählen ist.

Richtungs-optimierte Tweeter

Im Hochtonbereich kommt übrigens, wohl um eine besonders schmale Bündelung zu erzielen, ein invertierter 1“-Kalottenhochtöner aus Aluminum zum Einsatz, welcher mit 35 Watt befeuert wird. Schmale Bündelung bedeutet dabei, dass relativ wenige Höhen zur Seite hin abgestrahlt werden, damit der Regieraum weniger angeregt wird und somit weniger Verfärbungen durch Reflexionen entstehen.

Bassreflex-Prinzip und Konus-Woofer

Im Tief-/Mitteltonbereich hingegen steht ein 6,5“-Konuswoofer aus Polyglas bereit, welcher von einer 70W-Endstufe betrieben wird. Als Bauform kommt natürlich auch hier das Bassreflex-Prinzip zum Einsatz, wobei der Bassport in Form zweier ovaler Kunstoff-Öffnungen auf der Vorderseite ausgeführt wurde. Dadurch ist eine wandnahe Aufstellung weniger kritisch.

Insgesamt soll eine Box dadurch einen maximalen Schalldruck von 106 dB SPL (Peak@1m) und einen Übertragungsverlauf von 40 Hz bis 22 kHz realisieren können. Das sind realistische Werte, wobei hier außerdem zu loben ist, dass sogar die Eckpunkte (+/-3dB) der Übertragungsverlauf-Messung angegeben wurden. 

Zwischen den Bassreflex-Öffnungen befindet sich außerdem ein weiteres, kleines und weiß hintergrundbeleuchtetes Focal-Logo, welches den aktiven Schaltzustand symbolisiert. In diesem Zusammenhang besonders lobenswert ist der Umstand, dass eine Auto-Abschaltautomatik verbaut wurde, die nach 30 Minuten Signalinaktivität auf der Audioleitung die Speaker in einen Energiesparzustand versetzen (<0,5 Watt). Das weiße Focal-Logo leuchtet dann entsprechend nicht mehr.

Anschlüsse

Kommen wir zur Rückseite: Hier findet sich zunächst der Hauptschalter nebst einer roten LED, welche die Aktivität der eben besprochenen Abschaltautomatik signalisiert. Hinzukommen zwei Eingänge, welche erfreulicherweise beide gleichzeitig genutzt werden können. Der symmetrische XLR-Anschluss ist dabei auf +4 dBu geeicht, der unsymmetrische Cinch natürlich auf -10 dBV. 

Einen Lautstärkeregler gibt es in dem Sinne nicht, was ich sehr gut finde, da die (meist nicht gerasterten) Potis ohnehin schwierig zwischen Links und Rechts abzugleichen sind. Natürlich muss man aber auch hier nicht auf etwas Pegelanhebung verzichten, und so gibt es hier einen Schiebeschalter, welcher für einen "Extra-Boost" Lautstärke sorgen kann (+6 dB / 0 dB). Eine IEC Kaltgerätebuchse darf aber auch nicht fehlen, denn so wird die Box schließlich ans 220-240V-Netz angeschlossen.

Eigebaute Raumentzerrung

Und so bleiben für unsere Betrachtung nur noch zwei Potis übrig, welche erfreulicherweise für die Raumentzerrung gedacht sind. Ersteres ermöglicht ein Bassanhebung und -absenkung im Bereich von +/- 6 dB unterhalb von 250 Hz, was für eine optimale und umfangreiche Anpassung an den Aufstellort sorgt. Ecke, wandnah, auf dem Schreibtisch – alles kein Problem also! Das Poti daneben ist für die Anpassung der Höhen gedacht und reguliert in einem Bereich von +/- 3 dB ab etwa 4,5 kHz.

Pro & Contra

  • sehr gute Stereobühne
  • analytischer Gesamtklang
  • stufenlose LF- und HF-Filter
  • zwei Eingänge gleichzeitig nutzbar

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Gehört zu dieser Serie

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