Test
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10.09.2019

Focal Trio11 BE Test

Aktiver Studiomonitor

Ein noch größeres Trio
!

Vor drei Jahren präsentierte Focal den 3-Wege-Lautsprecher Focal Trio6 BE und nun gibt es eine noch größere Variante namens Trio11 BE. Die französische Logik der Bezifferung im Namen erschließt sich mir bis heute nicht, deswegen komme ich auch direkt zu den imposanten Fakten unseres heutigen Testkandidaten: 37 kg, 10-Zoll-Woofer und 118 dB SPL Peak. Na, dann wollen wir mal!

Details

3-Way Midfield


Der Focal Trio11 BE ist ein analoger, aktiver Studiomonitor der oberen Mittelklasse. Sein Einsatzort ist das Midfield, obwohl es Verrückte geben wird, die ihn sich auch ins Nahfeld packen. Der Trio11 BE ist mit einem 25mm-Woofer, einem 13cm-Midrange-Driver und dem Focal-typischen 1-Zoll-Beryllium-Tweeter ausgestattet. Die Kalotte ist invertiert und die anderen Treiber aus grau-schwarzem Verbundstoff.

Der HF-/Mid-Part lässt sich um 90 Grad drehen, um die Box auch seitlich positionieren zu können und dabei keine Kompromisse eingehen zu müssen. Der Übertragungsverlauf wurde mit 30 Hz bis 40 kHz innerhalb der 3dB-Marken beziffert.

Tri-amped Class-G


Wie bei jedem aktiven Speaker erfolgt die Verstärkung nach der Frequenzweiche und somit werden auch drei unabhängige Verstärker benötigt, die hier mit 300 Watt, 150 Watt und 100 Watt sowie ohne weiten Zusatz spezifiziert sind. Um das Ganze in dieser Leistungsklasse effektiver zu gestalten, arbeitet Focal mit Klasse-G-Verstärkern in den unteren beiden Wegen. Diese arbeiten wie Class A/B Amps, aber die Rails wechseln je nach Leistungsbedarf. Somit entsteht trotz hoher Reserve weniger Abwärme bei „normalen“ Pegel.

Der maximale SPL wird mit 118 dB Peak in einem Meter Abstand angegeben, detaillierte Angaben zum Messverfahren und der zu erwarteten Verzerrung sucht man vergebens. Ebenfalls Fehlanzeige: Angaben zu den Trennfrequenzen.

Das Gehäuse der Box ist wirklich groß (63,5 x 34,5 x 45 cm) und üppige 37,3 kg schwer. Es wurde aus 21 mm und 30 mm dicken MDF-Platten gefertigt und intern verstrebt, um das Gehäuse noch besser zu versteifen. Die Gehäuseseiten sind hübsch und mit dunkelroter Esche furniert, die Farbe nennt sich „dark red natural burr ash“, der Rest ist schwarz-matt gehalten.

Der Bassport ist als großer Schlitz unter dem Woofer ausgeführt und auch der drehbare Teil der Höhen und Mitte verfügt über zwei klein Ports/Vents. Im Prinzip alles wie bei der „kleineren“ Box namens Trio6, nur eben etwas größer. Die Focusfunktion ist ebenfalls an Bord, sodass sich der Woofer bypassen lässt, um einen kleineren Speaker zu simulieren. Dies wird mit einer zweiten kleinen LED neben der Power-LED nahe des vergitterten Hochtöners angezeigt.

Dreifach-EQ

Rückseitig finden wir den XLR-Anschluss und eine zweistufige Pegelanpassung (+4 dBu/-10 dBV) sowie drei Filter für eine etwaige Raumentzerrung. Es gibt einen Low-Shelf für 35 Hz bis 250 Hz und einen High-Shelf für 4,5 kHz bis 40 kHz sowie einen Low-Mid-Notch bei 160 Hz um Reflexionen bei der Positionierung etwa auf einer Meterbridge zu kompensieren.

Alle drei bieten eine Range von ±3 dB. Für die Focusfunktion gibt es außerdem einen Klinkenein- und -ausgang, um einen Fußschalter anzuschließen und um das Schaltsignal auch an die nächste Box weiterzuleiten. Neu ist ein Schalter für die optionale Auto-Stand-by-Funktion. Und das war es.

Pro & Contra

  • großer Sound

  • feines, weiches Klangbild

  • drei Filter zur Anpassung
  • hochwertige Verarbeitung und edles Finish
  • horizontale und vertikale Ausrichtungsmöglichkeit


  • etwas schönfärbend
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