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Test
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18.06.2014

Fostex PM04.d Test

Aktive Nahfeld Monitore

Kompakt und präzise

Fostex PM0.4d bei bonedo im Review – Mit der PM-Reihe bietet Fostex Besitzern von kleinen bis mittelgroßen Home- und Projektstudios einen preislich attraktiven Einstieg in die Welt der aktiven Nahfeldmonitore. Insgesamt stehen drei verschiedene Modelle bereit, welche sich fast nur in Größe und Leistung voneinander unterscheiden. Es kann zwischen einem System mit 3-Zoll-Speaker, einer 4-Zoll- und einer 5-Zoll-Variante gewählt werden, welche Leistungen von 15, 41 und 58 Watt aufrufen. Für diesen Testbericht haben wir uns aber für die goldene Mitte entschieden und die PM0.4d als Testkandidaten ausgewählt. Wie viel Sound in der preiswerten Monitorbox wirklich steckt, das haben wir für euch herausgefunden!

Details

Es muss nicht grau sein

Der Fostex PM0.4d ist ein aktiver Zwei-Wege-Studiomonitor für das Nahfeld. Er verfügt über einen schwarzen Tief-/Mitteltontreiber mit 4“-Fiberglasmembran und einen 3/4 Zoll großen Silk-Dome-Hochtöner. Letzterer ist von einem ebenfalls schwarzen Schaumstoffring umgeben, um Beugungseffekte zu minimieren. Neben der von uns getesteten Version mit grauer Front ist dieser Lautsprecher übrigens auch noch in Schwarz und Weiß erhältlich.

Logisch: Bassreflexgehäuse

Aufgrund der kompakten Maße von 220 x 13 x 169 mm (HxBxT) ist der PM0.4d zwar durchaus auf einem Schreibtisch gut aufgehoben, Stative schaden aber dennoch nicht. Sogar für die mobile Verwendung sind die kleinen Speaker geeignet, was nicht zuletzt ihrem geringen Gewicht von gerade einmal 2,8 kg pro Box zuzuschreiben ist. Konstruiert wurde der Studiomonitor natürlich nach dem Bassreflex-Prinzip. die hierfür erforderliche Bassreflex-Öffnung befindet sich dabei auf der Rückseite des Lautsprechers.

Blendwerk

Die Betriebsbereitschaft des Monitors wird durch eine blaue LED in der Mitte des Front-Baffels signalisiert, welche sich neben dem aufgedruckten Fostex-Logo befindet und im Falle des automatischen Standby rot leuchtet. Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Ich mag keine blauen LEDs und kann nicht nachvollziehen, warum Hersteller immer wieder auf diese hellen, teils blendenden Lämpchen setzten. Wie dem auch sei, hier sind sie zum Glück nicht ganz so hell und blendend – und im Zweifelsfall schafft ein schwarzer Edding Abhilfe.

Vinyl’s not dead

Das Gehäuse besteht überwiegend aus MDF und wurde mit mattschwarzem Vinyl foliert. Das sieht zwar nicht besonders aufregend aus, ist jedoch äußerst zweckdienlich, weil es sich als robust erweist. Passend hierzu präsentiert sich die Frontseite, welche ebenfalls foliert ist – je nach Wunsch in Schwarz, Weiß oder eben Grau. Insgesamt steht die schlichte Ausführung der PM0.4d gut zu Gesicht.

Biamped Class-D

Die beiden Treiber werden durch eine aktive Frequenzweiche bei 2 kHz vor der eigentlichen Verstärkung voneinander getrennt. Die Verstärkung übernehmen zwei Class-D-Endstufen, welche 25 Watt an dem Tieftöner und 16 Watt an dem Hochtöner leisten, Die Lautsprecher befinden sich damit im regulären Leistungsbereich für eine Box dieser Größenordnung.

Filter gibt es nicht

Neben dem Stromanschluss befindet sich auf der Rückseite selbstverständlich ein Hauptschalter sowie zwei verschiedene, unsymmetrische Anschlussmöglichkeiten. Hierbei kann man zwischen einer Verbindung via 6,3mm-Klinkenstecker oder dem Anschluss via Cinch wählen. Ein symmetrischer Anschluss ist leider nicht möglich, im kleinen Studio aber zu verschmerzen. Der größere PM0.5 verfügt allerdings über eine Combo-Buchse!

Weiterhin steht ein Lautstärke-Poti samt umlaufender Punkteskala bereit, mit dem sich Pegelanpassungen mehr oder weniger genau vornehmen lassen (im Zweifelsfall dreht man einfach voll auf). Auf Filterfunktionen zur Anpassung der Monitore an den jeweiligen Raum wurde verzichtet, aufgrund der Größe und des Preises der Monitore ist dies allerdings nicht verwunderlich.

Besondere Überlastschutzschaltungen konnte ich nicht feststellen, allerdings möchte ich noch mal an den Auto-Standby erinnern. Dieser schaltet die Boxen nach einer gewissen Zeit der Signal-Inaktivität ab und hilft damit, Strom zu sparen. Die sonst blaue LED wird dann rot und der Speaker braucht nur noch 0,05 Watt statt 5 Watt im Leerlauf. Sobald wieder Audioinformationen am Line-Eingang anliegen, geht es nach einer kurzen Verzögerung aber direkt weiter. Besonders in dieser Preisklasse ist dieses Ausstattungsmerkmal besonders zu loben, ein Bypass-Schalter für diese Funktion hätte der Box aber dennoch gut gestanden.

Pro & Contra

  • gutmütige, saubere Abstimmung
  • genügend Leistungsreserven
  • solide Verarbeitung
  • Energiesparmodus

  • keine Filterfunkionen
  • blaue LED

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