Gitarre Hersteller_Line6
Test
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12.10.2008

Line 6 Pocket Pod Test

Taschen-Soundgenerator für Gitarristen

Mit dem POD definierte Line 6 Ende der 90er Jahre eine neue Darreichungsform im Segment der  all-in-one Sound-Generatoren für Gitarristen – den Desktop-Modeler. Markenzeichen: Tonnenweise virtuelle Ampsounds- und Boxensimulationen, jede Menge Effekte, verpackt in einem sehr kompakten, vegetabil geformten Gehäuse Marke Kidney-Bohne. Das Teil wurde aus dem Stand ein Erfolg und selbst Profigitarreros und Studioeigner schenkten dem POD ihr Vertrauen. Die Folgejahre verbrachte die High-Tech-Schmiede aus Calabasas in Kalifornien damit, den sonnigen Acker mit Ablegern des Kassenschlagers wie dem POD XT, dem für den Rackeinsatz konzipierten XT Pro oder dem FLOOR POD zu bestellen. Und auch das Jahr 2007 sah bereits rot. Mit dem Pocket Pod, einer eingekochten Variante des ursprünglichen Konzepts, hat es Line 6 diesmal auf die nach ultimativer Mobilität strebenden Vertreter der Gitarrenzunft abgesehen. Bonedo hat sich den Mini POD an den Gürtel geschnallt und gecheckt, ob der gerade einmal handtellergrosse Taschenspieler an die Tradition seiner Brüder anknüpfen kann.

 

Ultimative Mobilität, das bedeutet zunächst einmal: Eine robuste, kompakte Konstruktion, umfangreiche Einsatz- und Anschlussmöglichkeiten und natürlich die Option, den Motor über einen ausreichend langen Zeitraum mit Batteriepower betreiben zu können. In all diesen Disziplinen hat Line 6 seinem Pocket Pod eine  Basisausstattung in die Wiege gelegt, die seiner Existenz innerhalb der Großfamilie POD einen grundsätzlichen Sinn gibt. Denn man darf eines nicht vergessen: auch ein Standard-POD ist kompakt genug, um in jeder etwas geräumigere Gigbagtasche ein Plätzchen zu finden und deshalb durchaus Mobil. Einen Transport in der Jackentasche oder einem knapp geschnittenen Case kann man aber im Allgemeinen vergessen und auch der Batteriebetrieb ist beim 2.0 nicht vorgesehen. In Sachen „Immer dabei“  hat der Kleine also schon mal die Nase vorn. Aber Größe ist nicht alles. Genauso wichtig ist es herauszufinden, ob sich die Schrumpfkur auf die Klangqualität, die Flexibilität und den Bedienkomfort des kleinen Bruders ausgewirkt hat. Ist der Pocket Pod nach wie vor auch professionell einsetzbar - oder eher als "Spaß"- und Einsteigerprodukt einzuordnen? Wir werden es erfahren.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • kompakte Bauweise
  • Batteriebetrieb
  • Soundvielfalt
  • umfassende Einsatzmöglichkeiten
  • intuitive Bedienung

  • unübersichtliche Parameter
  • undifferenzierte High-Gain-Sounds
  • rutschige Standfläche
  • kein Netzteil im Lieferumfang

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