Gitarre Hersteller_Hagstrom
Test
1
29.06.2019

Praxis

Für die Soundfiles stöpsele ich die Ultra Max zunächst in einen cleanen Fender Bassman. Trocken angespielt zeigt sich eine sehr direkte Ansprache und ein voluminöser Sound. Die Bespielbarkeit ist an sich sehr komfortabel, lediglich die Saitenlage und Oktavreinheit des Testmodells hätte man etwas besser einstellen können, was aber schnell zu korrigieren war.

Clean angespielt bestätigt sich der trockene Klangeindruck. Die Humbuckersounds klingen sehr mächtig und Hals- sowie Zwischenposition kommen angenehm warm.

Wechselt man zum Coil-Splitting, fällt ein starker Lautstärkeunterschied zwischen Singlecoil- und Humbuckersetting auf. Das ist nicht unnatürlich, muss aber vom Spieler z.B. bei der Presetwahl seines Setups bedacht werden.

Auch wenn die Custom 60 Humbucker tendenziell etwas moderner und heißer klingen als 50er-Jahre-Modelle, lassen sich doch auch weiche, jazzige Sounds hervorbringen, nicht zuletzt, weil der verbaute Tonabnehmer sehr dynamisch auf den Anschlag reagiert.

Gesplittete Humbucker können oft nicht zu hundert Prozent den knackigen Zwischenpositionssound von Singlecoils wie z.B. bei einer Telecaster generieren, und auch die Ultra Max macht da keine Ausnahme. Dennoch kann sich das Ergebnis hören lassen und glasige Zwischenpositionen für Funk oder cleane Pickings hat sie ebenfalls im Angebot.


Nun wechsele ich zu einem Marshall Plexi. Leicht angezerrte Crunchsounds und Classic-Rock-Fills werden in Les-Paul-artiger Manier druckvoll wiedergegeben. Splittet man den Halspickup, gelangt man auch sehr nahe an Hendrix-artige Halspickup-Sounds.

Der Volume-Regler erlaubt sehr feine Abstimmungen des Zerrgrades und meine dynamische Spielweise wird sehr gut von den Tonabnehmern umgesetzt.

Hier hört ihr das Riff erst mit Volume auf 5 mit den Fingern gepickt, dann mit Plektrum angeschlagen und schließlich mit Plektrum auf Volume 10.

Im Metalbereich punktet die Ultra Max durch Definition und Punch. Die Bässe kommen sehr druckvoll, ohne zu verschwimmen. Hierzu wechsele ich zu einem Peavey 5150, den ich mit einem Drop-D-Tuning bespiele.

Der sehr komfortable Hals lädt zum Solieren ein und liegt äußerst bequem in der Hand. Bendings und Vibratos lassen sich mühelos gestalten und die Pickup unterstützen tragende und cremige Leadsounds:

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tadellose Verarbeitung
  • druckvoller Sound
  • Flexibilität durch Coilsplitting
  • hervorragende Bespielbarkeit

  • Werkseinstellung (Saitenlage, Oktavreinheit)

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X