Bass Hersteller_Hoefner
Test
7
06.09.2016

Praxis

Höfners Bass-Fuzz wurde speziell auf den Sound der Höfner-Bässe abgestimmt. Für das nachfolgend verlinkte Video habe ich deshalb mit dem auch von mir getesteten Höfner 60th Anniversary Violin-Bass einen Loop eingespielt und ihn anschließend durch das Höfner-Fuzz gejagt. Auf diese Weise könnt ihr euch einen Eindruck von den Soundmöglichkeiten des handgefertigten Pedals im Zusammenspiel mit einem Violin-Bass verschaffen.

 

Wie erwartet liefert das Höfner-Fuzz authentische und cremige Vintage-Fuzzsounds mit warmen Mitten und einer organischen Verzerrung. Die Stärke der Verzerrung lässt sich mit dem Fuzz-Regler sehr gut dosieren: lässt man den Regler zugedreht, wird der Klang des Violin-Basses nur leicht angezerrt und bekommt ein schönes Röhrentimbre. Über große Bassboxen klingt diese Einstellung wirklich klasse! Die Verzerrung nimmt stetig zu, wenn man den Fuzz-Regler nach rechts dreht, und am Ende des Reglerweges liegen dann sogar recht heftige Overdrive-Sounds. Selbst die stark verzerrten Sounds sind allerdings noch relativ praxistauglich und tragfähig, denn der Bassbereich kommt immer noch gut durch und das Fundament knickt nicht völlig ein, wie ich dies bei nicht wenigen anderen Verzerrern schon gehört habe.

Zudem hat Höfner dem Fuzz noch einen eigenen Bassregler spendiert, mit dem man den Sound durchaus effektiv formen kann. Mit diesem Feature lässt sich der Bass deutlich fetter justieren, ohne zu dröhnen. Alternativ kann man den Klang bei Bedarf natürlich auch ausdünnen, wenn man den Regler gegen den Uhrzeigersinn dreht. Die Stellung des Bassreglers hat allerdings auch eine deutliche Wirkung auf den Zerrgrad des Pedals: bei starken Bass-Boosts muss man das Fuzz-Poti gegebenenfalls etwas weiter nach links drehen, damit der Basssound nicht im Overdrive-Nirvana verschwindet.

Selbstverständlich kann das Vintage-Fuzz von Höfner auch mit normalen E-Bässen verwendet werden und liefert auch hierbei hervorragende Ergebnisse. Der Bass sollte allerdings einen ordentlichen Ausgangspegel besitzen, damit man das Pedal stark genug anfahren kann und in den Genuss der gesamten Soundpalette kommt. In den folgenden abschließenden Audioclips hört ihr das Höfner Bass-Fuzz mit einem Marleaux Votan XS, den ich für die Aufnahmen im passiven Betrieb verwendet habe. Das edle Pedal liefert in allen Einstellungen erstklassige warme und cremige Vintage-Overdrive-Sounds mit viel Charakter!

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tolle Vintage-Fuzz-Sounds
  • hohe Qualität der Komponenten, beste Verarbeitung
  • schickes Design
  • einfache Bedienung

  • kein Batterie-Clip, Klappergefahr

Gehört zu dieser Serie

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