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26.07.2019

Hörluchs HL 1200

In-Ear-Kopfhörer mit „Balanced Armature“-Technik

Fein zeichnender Monitoring-Sound mit Bass-Reserven

Die Monitoring-In-Ears Hörluchs HL 1200 erweitern die Reihe der Knopfkopfhörer des deutschen Herstellers um ein Modell mit Zwei-Wege-Treibern. Dementsprechend soll es einen differenzierteren Sound bieten als seine kleinen Brüder HL 1100 und HL 1102, die auf Ein-Wege-Treiber setzen. Der Praxis-Check wird zeigen, wie sich die HL 1200 in Sachen Anwendung und Klang in die Phalanx der Hörluchs-Kopfhörer einreihen und auch, inwiefern der höhere unverbindliche Verkaufspreis gegenüber den nächst kleineren In-Ear-Modellen gerechtfertigt erscheint.

Details

Das Unboxing der Kopfhörer enthüllt Schicht um Schicht von Verpackungsmaterial. Eingeschweißt in eine Cellophan-Hülle präsentiert sich eine Karton-Banderole, die einen Kartonschuber umhüllt. In diesem befinden sich wiederum zwei weitere Lagen. In der obersten dieser Lagen, gebettet auf schwarzen Schaumstoff, finden sich die HL 1200 als Hauptakteure sowie ihre Smart Caps, die auf die Schnelle die farbliche Umgestaltung der In-Ears ermöglichen. 

In der Lage darunter befindet sich der übrige Lieferumfang. Er entspricht dem Standard der HL1-Reihe von Hörluchs und besteht aus insgesamt sechs Paar Ohrpasstücken in drei Größen. Dabei stehen sowohl Ausführungen aus Silikon wie auch aus Memory-Schaumstoff zur Auswahl. Außerdem sind ein Reinigungstuch sowie ein Transportbeutel mit Kordelzug dabei.

Innere Werte

In den Hörluchs HL 1200-In-Ears arbeiten Zwei-Wege-Treiber, die sich getrennt um Höhen und Bässe kümmern. Sowohl Tweeter als auch Woofer werden dabei mit der „Balanced Armature“-Technik angetrieben. Typischerweise bedeutet das, dass wir es beim HL 1200 mit einem recht ausgewogenen Klangverhalten zu tun haben sollten. Der Hersteller beschreibt den Klang der HL 1200 als "kristallklar" in den Höhen und "sauber" in den Bässen. Der Praxistest wird dies zeigen. Mit 38 Ohm haben die HL 1200 eine höhere Impedanz als das nächstkleinere Hörluchs-Modell HL 1100.

Der Frequenzbereich der Knopfkopfhörer reicht von 20Hz bis 25 KHz und übertrifft damit denjenigen des kleinen Bruders HL 1100 in den Höhen um ganze 5 kHz. Ich bin deshalb gespannt, wie sich dieses Mehr an Höhen hörbar auswirkt. Im Bereich des maximalen Schalldrucks gibt uns der Hersteller für die HL 1200 identische Werte an wie für die HL 1100. Wenn es hart auf hart kommt, sollen die Kopfhörer bis zu 125 dB SPL ans Ohr liefern können.

Aufbau

Die Gehäuse der In-Ears sind auf der Innenseite ergonomisch geformt und an ihrer Außenseite schlicht abgeflacht. Die Hörfortsätze der HL 1200 reichen relativ weit ins Ohr. Soweit ich es per Sichtprüfung sagen kann, entsprechen die Gehäuse denen der nächstkleineren In-Ear-Modelle von Hörluchs. An der Unterseite der Gehäuse ist das Wechselkabel eingesteckt. Seine Stecker sind ebenso vergoldet wie der Miniklinkenstecker am anderen Ende. Die Kabelenden sind mit einem Biegedraht verstärkt, um die Zuleitung mit gutem Sitz über das Ohr führen zu können.

Das Kabel selbst verfügt über einen Knickschutz am Miniklinkenstecker sowie ein Spleiß-Stück und einen Schieber aus biegbarem Material. Auch dadurch wird das Kabel vor Kabelbruch durch versehentliches Abknicken geschützt. Die hier getestete Variante hat Gehäuse aus widerstandsfähigem ABS-Kunststoff in mattem Schwarz. Das Kabel ist in transparentem Anthrazit gehalten. Alles in allem vermittelt die Optik der In-Ears ein Bild von Seriosität und Solidität. Wer die In-Ears mit einem Highend-Kabel oder mit Wireless-Technik betreiben möchte, erhält optional entsprechende Wechselkabel.

Pro & Contra

  • Lieferumfang
  • starke Dämpfung von Außengeräuschen
  • detailreicher Sound
  • große Bass-Reserven
  • individualisierbar/ausbaufähig durch optionales Zubehör
  • gute Materialqualität

  • extrem höhenreich
  • sehr dezente Bässe

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