Gitarre Hersteller_Ibanez
Test
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09.05.2016

Ibanez CS Mini Chorus Test

Chorus Pedal

Modulationszwerg

Der Ibanez CS Mini Chorus zeigt, dass der Hype um Mini Effektpedale auch am japanischen Traditionshersteller nicht spurlos vorbeigeht. Nachdem Ibanez kürzlich schon seinen legendären Tubescreamer erfolgreich schrumpfte, folgen nun neben dem vorliegenden Chorus auch eine Delay- und eine Super Metal-Pedalausgabe, wobei alle mit einem analogen Signalweg ausgestattet sind.

Der Markt um die kleinen Treterchen ist zweifelsohne hart umkämpft und Konkurrenten wie zum Beispiel Mooer demonstrierten erst unlängst während der Frankfurter Musikmesse 2016 eindrücklich, dass sie nicht nur mit einer großen Auswahl punkten können, sondern auch Qualität zu bieten haben. Mit welchen Qualitäten der CS Mini Chorus in diesem Umfeld bestehen möchte, soll der folgende Test aufzeigen.

Details

Optik/Aufbau

Geliefert wird der Ibanez CS Mini Chorus in einem einfachen Pappkarton, der neben dem Pedal nur eine kurze Produktbeschreibung enthält. Auch wenn es die Japaner in der Produktwerbung zu ihren drei neuen Treterchen nicht explizit erwähnen, bauen die neuen Pedale ganz offensichtlich auf Vorbildern aus der legendären 9er-Serie des Herstellers auf. Dort war damals der CS-Chorus zu finden, der im Gegensatz zur neuen Miniausgabe zwar sein Signal in Stereo ausgeben konnte, dafür aber kein Effektlevel-Poti und auch keine True Bypass-Schaltung zu bieten hatte.

Womit wir auch schon bei den Bedieneinheiten auf der Oberseite des Pedals wären: Hier findet der Anwender in vorderster Front ein kleines Level-Poti sowie einen Depth-Regler, mit denen sich Effektstärke und Effekttiefe steuern lassen. Zwischen diesen beiden leuchtet mittig eine LED, sobald das Gerät in Betrieb ist. Ansonsten wird die vordere Hälfte der Oberseite gänzlich von einem großen Speed-Poti ausgefüllt, das für die Effektgeschwindigkeit zuständig ist und im Gegensatz zu seinen beiden kleinen Geschwistern mit einem weißen Skalenstrich versehen wurde. Im Bühnenalltag wird man daher wohl auch nur die Einstellung dieses Reglers gut erkennen können. Wie bei den Mini-Geschwistern neigt sich auch bei der Miniaturausgabe des Tubescreamers die Fläche mit dem Fußschalter dem Spieler entgegen, sodass der benötigte Trittwinkel erfreulicherweise im Normalfall dafür sorgen sollte, dass die Potis nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Logischerweise lässt sich bei den Maßen von 92,6 x 50,9 x 55,1 mm (LxBxH) im Gerät keine Batterie unterbringen. Ibanez rät in der Produktbeschreibung zwar zu einem original Ibanez-Netzteil, allerdings ließ sich bei mir der CS-Mini in Ermangelung eines solchen völlig problemlos mit einem Standard-9V-Netzteil füttern. Der Adapter wird jedenfalls auf der Stirnseite angeschlossen, Input und Output finden wir auf der rechten und linken Seite des Pedals vor.

Insgesamt macht der CS Mini Chorus einen gut verarbeiteten Eindruck und seine immerhin 282 Gramm legen ausreichend Masse auf die zwei Gummistreifen, die sich vorne und hinten am Pedalboden befinden und mit denen er rutschfest auf dem Boden steht.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • roadtaugliche, praxisorientierte Verarbeitung
  • tadelloser Chorussound in verschiedenen Settings
  • platzsparendes, praxisorientiertes Gehäusedesign

  • Einstellungen von Depth- und Level-Poti schlecht ablesbar
  • leichtes Rauschen und zeitweilig leichte Knackgeräusche beim Schalten

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